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| | 2014 wurde die neue Käserei der SalzburgMilch in Betrieb genommen. Auf einer bebauten Fläche von 20 000 m² können hier bis zu fünf verschiedene Milchsorten verarbeitet und bis zu 15 000 Tonnen Käse im Jahr produziert, gereift und gelagert werden. Dabei gibt es während des gesamten Produktionsprozesses eine durchgängige Chargen-Trennung und Rückverfolgbarkeit. Gleichzeitig spielt aber auch Tradition eine wichtige Rolle: so werden für die Käseproduktion Kupfer-Fertiger verwendet und z. B. die Heumilch-Spezialitäten „Original Bergkäse“ oder „Salzburger Emmentaler“ wie früher aus Rohmilch gekäst. Die hohen Qualitätsstandards in der Käserei der SalzburgMilch wurden bereits wenige Monate nach Inbetriebnahme durch den Käsekaiser 2015 für den Original Almkönig offiziell bestätigt. | | 2014 wurde die neue Käserei der SalzburgMilch in Betrieb genommen. Auf einer bebauten Fläche von 20 000 m² können hier bis zu fünf verschiedene Milchsorten verarbeitet und bis zu 15 000 Tonnen Käse im Jahr produziert, gereift und gelagert werden. Dabei gibt es während des gesamten Produktionsprozesses eine durchgängige Chargen-Trennung und Rückverfolgbarkeit. Gleichzeitig spielt aber auch Tradition eine wichtige Rolle: so werden für die Käseproduktion Kupfer-Fertiger verwendet und z. B. die Heumilch-Spezialitäten „Original Bergkäse“ oder „Salzburger Emmentaler“ wie früher aus Rohmilch gekäst. Die hohen Qualitätsstandards in der Käserei der SalzburgMilch wurden bereits wenige Monate nach Inbetriebnahme durch den Käsekaiser 2015 für den Original Almkönig offiziell bestätigt. |
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| − | Im Juni 2017 präsentierte Salzburg das einzigartige Tiergesundheitskonzept mit strikten Vorgaben im Hinblick auf die Tierhaltung, einem regelmäßigem Gesundheits-Check für die Tiere und einem eigenen, externen Tiergesundheitsbeirat, der sich aus Veterinärmedizinern, Vertretern der Universität für Bodenkultur in Wien, des WWF Österreich, der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein und des Vereins Land schafft Leben und der Milchbauern zusammensetzt. | + | Im Juni 2017 präsentierte Salzburg das einzigartige Tiergesundheitskonzept mit strikten Vorgaben im Hinblick auf die Tierhaltung, einem regelmäßigem Gesundheits-Check für die Tiere und einem eigenen, externen Tiergesundheitsbeirat, der sich aus Veterinärmedizinern, Vertretern der Universität für Bodenkultur in Wien, des WWF Österreich, der <span style="color:green">Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt Raumberg-Gumpenstein]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> und des <span style="color:green"> |
| | + | Vereins Land schafft Leben</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Verein Land schafft Leben]]</ref> und der Milchbauern zusammensetzt. |
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| − | Noch einen Schritt weiter ging die SalzburgMilch beim Konzept „Reine Lungau – Milch aus dem Biosphärenpark“. Zusätzlich zu den strengen Tiergesundheitsrichtlinien gilt es hier, mit dem Vorhandenen der Region auszukommen. Teilnehmende Biobauern bauen auf über 1.000 m Seehöhe ihr eigenes Getreide an und füttern die Kühe nur mit Grünfutter und Getreide aus dem Lungau. Es werden keine Futtermittel von außerhalb des Lungaus zugekauft. | + | Noch einen Schritt weiter ging die SalzburgMilch beim Konzept „Reine Lungau – Milch aus dem Biosphärenpark“. Zusätzlich zu den strengen Tiergesundheitsrichtlinien gilt es hier, mit dem Vorhandenen der Region auszukommen. Teilnehmende Biobauern bauen auf über 1 000 [[M ü. A.|m Seehöhe]] ihr eigenes Getreide an und füttern die Kühe nur mit Grünfutter und Getreide aus dem Lungau. Es werden keine Futtermittel von außerhalb des Lungaus zugekauft. |
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| | + | === Hacker-Angriff 2021 legte Unternehmen lahm === |
| | + | Hacker hatten das Unternehmen am Dienstag, den [[22. Juni]] [[2021]] um 22 Uhr lahmgelegt. "Es geht noch nichts. Es ist so wie gestern. Wir hoffen, dass wir die Kontrolle über unsere EDV bald wieder zurückbekommen." So lautet am Donnerstag, den [[24. Juni]], die Information aus der SalzburgMilch. Die Täter haben über eine Schadsoftware alle Passwörter verändert - und diese damit für die Mitarbeiter der Molkerei blockiert. Zudem sind alle Daten in den Datenbanken verschlüsselt. Die Folge: Die Kommunikation über E-Mail funktioniert ebenso wenig wie das Ein- und Auslagern der Waren. Auf dem üblichen Weg können auch keine Bestellungen entgegengenommen oder Rechnungen gelegt werden. |
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| | + | Die Cyberkriminellen haben sich gemeldet - über das Darknet, einen geheimen Bereich im Internet. Die Informationen wurden von den Spezialisten der Polizei gesichert. Andreas Gasteiger, Geschäftsführer der SalzburgMilch: "Wir sind mit den Tätern nicht in Kontakt. Alles läuft über das Landeskriminalamt." Die Hacker haben auch schon ihre Forderungen deponiert: Es soll sich um einen "erheblichen Betrag" handeln. Die genaue Höhe darf aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genannt werden. Eine eigene Versicherung gegen Hacker habe die SalzburgMilch nicht. |
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| | + | Die SalzburgMilch mit ihren 364 Mitarbeitern wird von 2 400 Bauern beliefert. Die Molkerei holt den Rohstoff auch weiterhin ab. "Wir können die Milch zwar verarbeiten und in Packerl abfüllen. Aber die Ware ist nicht registriert (Stichwort Strichcode) - und damit nicht verkaufbar", heißt es. |
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| | + | Derzeit liefern die Bauern knapp eine Million Liter Milch pro Tag. "Das Gute ist, dass wir die Hälfte in unserer Käserei in Lamprechtshausen verarbeiten können. Der Käse muss ohnedies reifen. Das tut uns in der derzeitigen Situation also nicht weh", sagt Gasteiger. Ein Teil der Rohmilch wird auf dem freien Markt verkauft, um die Produktion zu entlasten. Mit dem Rest erzeugt die Molkerei länger haltbare Milch, Joghurt, Topfen und Frischkäse. |
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| | + | Da das eigene Hochregallager durch den Ausfall der EDV blockiert ist, stellt sich die Frage, wo die Ware gelagert werden kann. Die Milchwerke Berchtesgadener Land haben sofort Hilfe angeboten: Die SalzburgMilch kann im Kühllager der Molkerei in [[Piding]] 500 Paletten einlagern. Die SalzburgMilch hat zudem Lagerplatz bei Frigologo in Seekirchen und bei der TKL Lebensmittel Logistik in Bergheim angemietet. |
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| | == Adresse == | | == Adresse == |
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| | :'' E-Mail: office@milch.com | | :'' E-Mail: office@milch.com |
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| | + | == Weblinks == |
| | + | {{Homepage|http://www.milch.com}} |
| | + | * [http://www.reine-lungau.at www.reine-lungau.at] |
| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | * SalzburgMilch GmbH | | * SalzburgMilch GmbH |
| | * Homepage | | * Homepage |
| − | * [[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/salzburger-milchbauern-stemmen-einen-kaufpreis-von-24-8-mill-euro-87465799 13. Mai 2020] | + | * [[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/salzburger-milchbauern-stemmen-einen-kaufpreis-von-24-8-mill-euro-87465799 13. Mai 2020] und [https://www.sn.at/salzburg/chronik/hackerangriff-salzburgmilch-kann-ware-noch-nicht-ausliefern-105679525 24. Juni 2021] |
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| − | == Weblinks ==
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| − | {{Homepage|http://www.milch.com}}
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| − | {{Homepage|http://www.reine-lungau.at}}
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| | {{Milchhof Salzburg}} | | {{Milchhof Salzburg}} |