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| | Die '''Gaißau Hintersee Bergbahnen GmbH''' ist die Betreibergesellschaft der [[Aufstiegshilfe|Liftanlagen]] der [[Skischaukel Gaißau-Spielbergalm-Hintersee]] in [[Gaißau]] in der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Krispl]]. | | Die '''Gaißau Hintersee Bergbahnen GmbH''' ist die Betreibergesellschaft der [[Aufstiegshilfe|Liftanlagen]] der [[Skischaukel Gaißau-Spielbergalm-Hintersee]] in [[Gaißau]] in der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Krispl]]. |
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| − | == Neugründung == | + | == Geschichte == |
| − | Die Gaißau Hintersee Bergbahnen GmbH wurde Ende Mai [[2020]] gegründet. Sie verfügt über ein Stammkapital von 35.000 Euro und gehört dem Rechtsanwalt aus Hinterstoder ([[OÖ]].) Berthold Lindner(42) und dem Unternehmer Bernhard Eibl (34), der aus Krispl stammt und in [[Hallein]] ein Erdbau-, Abbruch- und Bauschutt-Recycling-Unternehmen betreibt, je zur Hälfte; Eibl ist gleichzeitig auch Geschäftsführer. | + | === Besitzverhältnisse === |
| | + | Die Gaißau Hintersee Bergbahnen GmbH wurde Ende Mai [[2020]] gegründet. Sie verfügt über ein Stammkapital von 35.000 Euro und gehörte zunächst dem Rechtsanwalt aus Hinterstoder ([[OÖ]].) Berthold Lindner (42) und dem Unternehmer Bernhard Eibl (34), der aus Krispl stammt und in [[Hallein]] ein Erdbau-, Abbruch- und Bauschutt-Recycling-Unternehmen betreibt, je zur Hälfte; Eibl ist gleichzeitig auch Geschäftsführer. |
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| | + | Der bisherige Hälfteeigentümer der Gaißau Hintersee Bergbahnen GmbH, Berthold Lindner, war mit [[17. Juni]] [[2021]] komplett aus der Liftgesellschaft ausgestiegen und hatte seine Anteile an den Krispler Unternehmer Bernhard Eibl übergeben. Lindner begründete den Schritt in einer Presseaussendung damit, dass er sich auf seine eigene Kanzlei für Umwelt- und Nachhaltigkeitsrecht konzentrieren wolle, die er im Mai 2021 in Wien gegründet habe. "Ich bin ab sofort der alleinige Eigentümer der Bergbahn und dies möchte ich auch in Zukunft so belassen", wird Eibl zitiert.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/gaissau-eigentuemer-gehen-getrennte-wege-105388924 www.sn.at], 18. Juni 2021</ref> |
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| | + | === Neugründung === |
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| − | === Neue Besitzer ===
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| | Im April 2020 kam es zu einem Bieterverfahren für die in 2019 in Konkurs gegangenen [[Gaißauer Bergbahn GmbH]], an dem ein Kaufinteressent aus dem [[oberösterreich]]ischen Almtal und ein Interessent aus der Region teilnahmen. Etwas überraschend für den Grünauer Interessenten wurde dann für den Bieter aus der Region entschieden. Die beiden neuen Besitzer sind Bernhard Eibl und Rechtsanwalt Berthold Lindner. Sie wollen unbedingt alle 34 Pistenkilometer beschneien. Dafür ist ein [[Speicherteich]] mit "mindestens 150 000 m³" geplant. Um im Winter [[2021]]–[[2022]] beschneien zu können, müsse der Teich laut Gesetz im Juni 2021 voll befüllt sein. Der geplante Standort für den Speicherteich befinde sich bei der Talstation des Vierersessellifts, sagt Bernhard Eibl. | | Im April 2020 kam es zu einem Bieterverfahren für die in 2019 in Konkurs gegangenen [[Gaißauer Bergbahn GmbH]], an dem ein Kaufinteressent aus dem [[oberösterreich]]ischen Almtal und ein Interessent aus der Region teilnahmen. Etwas überraschend für den Grünauer Interessenten wurde dann für den Bieter aus der Region entschieden. Die beiden neuen Besitzer sind Bernhard Eibl und Rechtsanwalt Berthold Lindner. Sie wollen unbedingt alle 34 Pistenkilometer beschneien. Dafür ist ein [[Speicherteich]] mit "mindestens 150 000 m³" geplant. Um im Winter [[2021]]–[[2022]] beschneien zu können, müsse der Teich laut Gesetz im Juni 2021 voll befüllt sein. Der geplante Standort für den Speicherteich befinde sich bei der Talstation des Vierersessellifts, sagt Bernhard Eibl. |
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| | Im Herbst 2020 hatten sich die neuen Eigentümer des Skigebiets Gaißau-Hintersee doch noch mit den ausständigen Grundbesitzern nach mehreren Wochen Verhandlung geeinigt. Am Mittwoch, den [[30. September]], wurde der letzte Vertrag unterschrieben. Man werde von den Landwirten - zusätzlich zu den bisher gepachteten 1,6 Hektar Grund - eine zusätzliche Fläche von 1,5 Hektar anpachten. Diese befinde sich nördlich der bestehenden Parkplätze auf Gaißauer Seite. Zudem gebe es eine Option auf 0,5 Hektar Waldfläche, falls der Lift auf das Wieserhörndl gebaut werde. | | Im Herbst 2020 hatten sich die neuen Eigentümer des Skigebiets Gaißau-Hintersee doch noch mit den ausständigen Grundbesitzern nach mehreren Wochen Verhandlung geeinigt. Am Mittwoch, den [[30. September]], wurde der letzte Vertrag unterschrieben. Man werde von den Landwirten - zusätzlich zu den bisher gepachteten 1,6 Hektar Grund - eine zusätzliche Fläche von 1,5 Hektar anpachten. Diese befinde sich nördlich der bestehenden Parkplätze auf Gaißauer Seite. Zudem gebe es eine Option auf 0,5 Hektar Waldfläche, falls der Lift auf das Wieserhörndl gebaut werde. |
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| − | Was die Erteilung der Seilbahnkonzession betrifft, kamen von der Seilbahnbehörde des Landes positive Signale. Leiterin Christine Wessely sagte den [[SN]] bereits Anfang September, dass die Entscheidung der Behörde "relativ rasch erfolgen" könne. Voraussetzung dafür seien die technische Überprüfung der Lifte, das entsprechende Betriebspersonal sowie Dienstbarkeitsverträge mit allen Grundbesitzern. | + | Was die Erteilung der Seilbahnkonzession betrifft, kamen von der Seilbahnbehörde des Landes positive Signale. Leiterin Christine Wessely sagte den [[SN]] bereits Anfang September, dass die Entscheidung der Behörde "relativ rasch erfolgen" könne. Voraussetzung dafür seien die technische Überprüfung der Lifte, das entsprechende Betriebspersonal sowie Dienstbarkeitsverträge mit allen Grundbesitzern.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/skigebiet-gaissau-hintersee-jetzt-fehlt-nur-noch-der-schnee-93626704 www.sn.at], 2. Oktober 2020</ref> |
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| − | <ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/skigebiet-gaissau-hintersee-jetzt-fehlt-nur-noch-der-schnee-93626704 www.sn.at], 2. Oktober 2020</ref> | |
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