| | Mit 18 Jahren hatte sie sich den [[Barmherzige Schwestern des Heiligen Vinzenz von Paul|Barmherzigen Schwestern des Heiligen Vinzenz von Paul]] angeschlossen und war [[1925]] als Visitatorin der Salzburger Ordensprovinz berufen worden. | | Mit 18 Jahren hatte sie sich den [[Barmherzige Schwestern des Heiligen Vinzenz von Paul|Barmherzigen Schwestern des Heiligen Vinzenz von Paul]] angeschlossen und war [[1925]] als Visitatorin der Salzburger Ordensprovinz berufen worden. |
| − | Ihr Orden, [[1844]] vom Salzburger (Fürst)Erzbischof]] Kardinal [[Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg]] ins Land geholt, betätigte sich vor allem vorbildlich im Spitalswesen und hatte sich bei der Pflege von geistig Behinderten in [[Schloss Schernberg]] große Verdienste erworben. Die Visitatorin Anna Bertha Königsegg war eine glaubensstarke, resolute Frau und entschiedene Gegnerin des [[Nationalsozialismus]], die dem Konflikt mit dem Regime nicht auswich. Daher war es schon [[1939]] zu Angriffen in der NS-gesteuerten Salzburger und Tiroler Presse gekommen. Nach der Einführung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses am [[1. Jänner]] [[1940]] in der "Ostmark" wies die Visitatorin ihre Untergebenen an, bei Zwangssterilisierungen nicht mitzuwirken, und ermutigte zugleich den offenbar schwankenden (Fürst)Erzbischof Dr. [[Sigismund IV. von Waitz]] zu einer festen Haltung. | + | Ihr Orden, [[1844]] vom Salzburger (Fürst)[[Erzbischof]] Kardinal [[Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg]] ins Land geholt, betätigte sich vor allem vorbildlich im Spitalswesen und hatte sich bei der Pflege von geistig Behinderten in [[Schloss Schernberg]] große Verdienste erworben. Die Visitatorin Anna Bertha Königsegg war eine glaubensstarke, resolute Frau und entschiedene Gegnerin des [[Nationalsozialismus]], die dem Konflikt mit dem Regime nicht auswich. Daher war es schon [[1939]] zu Angriffen in der NS-gesteuerten Salzburger und Tiroler Presse gekommen. Nach der Einführung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses am [[1. Jänner]] [[1940]] in der "Ostmark" wies die Visitatorin ihre Untergebenen an, bei Zwangssterilisierungen nicht mitzuwirken, und ermutigte zugleich den offenbar schwankenden (Fürst)Erzbischof Dr. [[Sigismund IV. von Waitz]] zu einer festen Haltung. |