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| | Im Herbst 1922 traf Mischa Stachowitsch mit Eltern und Geschwistern in der [[Stadt Salzburg]] ein. Sie fanden auf dem Anwesen des Onkels [[Basilius von Paschkoff|Wassilij (Basilius) von Paschkoff]] (dem heutigen [[Johannes-Schlössl]] der [[Pallottiner]]) auf dem [[Mönchsberg]] Unterschlupf. Der Vater arbeitete als Übersetzer, Autor und im Sommer als Tennislehrer beim [[1. Salzburger Tennisclub|Salzburger Eislauf- und Tennisklub]] (dem heutigen 1. STC Stiegl). Mischa wurde vom Vater beim damals einzigen Salzburger Tennisclub eingeführt und gehörte in kurzer Zeit zu den besten Spielern. Seine lebendigen und höchst interessanten Eindrücke vom Clubleben und Turniertennis der [[1930er]]-Jahre sind in der Festschrift des [[Salzburger Tennisverband]]es anlässlich des 50-jährigen Verbandsjubiläums 2004 nachzulesen. | | Im Herbst 1922 traf Mischa Stachowitsch mit Eltern und Geschwistern in der [[Stadt Salzburg]] ein. Sie fanden auf dem Anwesen des Onkels [[Basilius von Paschkoff|Wassilij (Basilius) von Paschkoff]] (dem heutigen [[Johannes-Schlössl]] der [[Pallottiner]]) auf dem [[Mönchsberg]] Unterschlupf. Der Vater arbeitete als Übersetzer, Autor und im Sommer als Tennislehrer beim [[1. Salzburger Tennisclub|Salzburger Eislauf- und Tennisklub]] (dem heutigen 1. STC Stiegl). Mischa wurde vom Vater beim damals einzigen Salzburger Tennisclub eingeführt und gehörte in kurzer Zeit zu den besten Spielern. Seine lebendigen und höchst interessanten Eindrücke vom Clubleben und Turniertennis der [[1930er]]-Jahre sind in der Festschrift des [[Salzburger Tennisverband]]es anlässlich des 50-jährigen Verbandsjubiläums 2004 nachzulesen. |
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| − | Vom November 1939 bis Juni 1945 war Mischa Soldat und rüstete als Leutnant ab. Während seines Studiums an der Universität Graz von 1945 bis 1949 übernahm er am Institut für Leibeserziehung die Ausbildung der staatlich geprüften Tennislehrer sowie der Turnlehrer mit Spezialfach Tennis. Im Winter 1949/50 wurde Mischa Berufsspieler, arbeitete in der [[Schweiz]] und spielte im November 1952 die Profiweltmeisterschaft in London Wembley. Unter den 16 eingeladenen Teilnehmern, damals die besten Tennisspieler der Welt, befanden sich so klingende Namen wie Fred Perry, Donald Budge, Jack Kramer, "Pancho" Gonzales, Bobby Riggs und Pancho Segura. Im selben Jahr war Stachowitsch die Nr. 9 der Profi-Weltrangliste. | + | Vom November 1939 bis Juni 1945 war Mischa Soldat und rüstete als Leutnant ab. Schon im Juli 1945 gab es im [[Kaiser-Franz-Josef-Park]] (heute [[Volksgarten]]) das erste Tennisturnier mit Spitzenspielern aus Wien und [[Polen]], Profis der US-Armee und einer Handvoll Salzburgern mit "Mischa" Stachowitsch an der Spitze. |
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| | + | Während seines Studiums an der Universität Graz von 1945 bis 1949 übernahm er am Institut für Leibeserziehung die Ausbildung der staatlich geprüften Tennislehrer sowie der Turnlehrer mit Spezialfach Tennis. Im Winter 1949/50 wurde Mischa Berufsspieler, arbeitete in der [[Schweiz]] und spielte im November 1952 die Profiweltmeisterschaft in London Wembley. Unter den 16 eingeladenen Teilnehmern, damals die besten Tennisspieler der Welt, befanden sich so klingende Namen wie Fred Perry, Donald Budge, Jack Kramer, "Pancho" Gonzales, Bobby Riggs und Pancho Segura. Im selben Jahr war Stachowitsch die Nr. 9 der Profi-Weltrangliste. |
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| | Die Jahre 1954 bis 1972 verbrachte er in den USA als Tennislehrer und Berufsspieler. So erreichte er unter anderem das Finale der amerikanischen Profimeisterschaften in Forest Hills. | | Die Jahre 1954 bis 1972 verbrachte er in den USA als Tennislehrer und Berufsspieler. So erreichte er unter anderem das Finale der amerikanischen Profimeisterschaften in Forest Hills. |
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| − | Nach seiner Rückkehr nach Salzburg eröffnet Mischa 1972 die [[1. Salzburger Tennisschule]] in der Tennishalle in [[Liefering|Salzburg-Liefering]]. Seine Spezialität waren Videoanalysen, damals eine Sensation und aufgenommen mit einem der ersten Aufnahmegeräte in privatem Besitz. Ab 1983 unterrichtete er im [[Tennispoint Anif]] bis ins hohe Alter. | + | Nach seiner Rückkehr nach Salzburg eröffnet Mischa 1972 die [[1. Salzburger Tennisschule]] in der Tennishalle in Salzburg-[[Liefering]]. Seine Spezialität waren Videoanalysen, damals eine Sensation und aufgenommen mit einem der ersten Aufnahmegeräte in privatem Besitz. Ab [[1983]] unterrichtete er im [[Tennispoint Anif]] bis ins hohe Alter. |
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| | Im Seniorentennis hat Mischa in allen Altersklassen ausgezeichnete Erfolge erreicht. Er war vielfacher österreichischer Seniorenmeister und Mitglied aller Nationalmannschaften der Herren 45 bis 80. Bei Tennisreisen in die ganze Welt gewann er die internationalen Titel in Indien, Deutschland, Brasilien, Argentinien und Uruguay. Im Jahr 2002 war Stachowitsch die Nr. 2 der Weltrangliste der Herren 75. Im Jahr 2006 beendete er seine lange, erfolgreiche Tenniskarriere mit dem Europameistertitel der Herren 85 im Einzel und Doppel. | | Im Seniorentennis hat Mischa in allen Altersklassen ausgezeichnete Erfolge erreicht. Er war vielfacher österreichischer Seniorenmeister und Mitglied aller Nationalmannschaften der Herren 45 bis 80. Bei Tennisreisen in die ganze Welt gewann er die internationalen Titel in Indien, Deutschland, Brasilien, Argentinien und Uruguay. Im Jahr 2002 war Stachowitsch die Nr. 2 der Weltrangliste der Herren 75. Im Jahr 2006 beendete er seine lange, erfolgreiche Tenniskarriere mit dem Europameistertitel der Herren 85 im Einzel und Doppel. |
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| | * [[Stadt Nachrichten]], 13. Jänner 2016 ([[Harald Saller]]) | | * [[Stadt Nachrichten]], 13. Jänner 2016 ([[Harald Saller]]) |
| | * [http://www.salzburgtennis.at/.Mischa_Stachowitsch__ein_Nachruf.1003,-31039----------,,2.html Nachruf von Erich Mild] | | * [http://www.salzburgtennis.at/.Mischa_Stachowitsch__ein_Nachruf.1003,-31039----------,,2.html Nachruf von Erich Mild] |
| − | | + | * Dieser Artikel beruht zu großen Teilen auf dem Nachruf des Geschäftsführers des [[Salzburger Tennisverband]]s, [[Erich Mild]]. |
| − | == Verfasser ==
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| − | Dieser Artikel beruht zu großen Teilen auf dem Nachruf des Geschäftsführers des [[Salzburger Tennisverband]]s, [[Erich Mild]]. | |
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