| | Der Thronfolger ließ sich extra für seine restaurierte Kapelle (noch vor der neugebauten [[Schlosskapelle Hll. Familie und Rupert|Schlosskapelle]]) im [[Schloss Blühnbach|Jagdschloss Blühnbach]] eine neue silberne Monstranz nach dem Muster des zur Verfügung gestellten Originalstückes aus der Schatzkammer des [[Salzburger Domkapitel]]s von Anton Koppenwallner anfertigen. Das Originalstück ist eine wertvolle, eigenartige geformte und mit großen Edelsteinen gezierte goldene Monstranz, auf der die Jahreszahl [[1596]] und der Name des damaligen [[Fürsterzbischof]]s [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sitticus]] ersichtlich ist. Ein Meisterstück der Goldschmiedekunst.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwb&datum=19090313&query=%22bluehnbach+kapelle%22~10&ref=anno-search&seite=4 ANNO], (Neuigkeits) Welt Blatt, Ausgabe vom [[13. März]] [[1909]], Seite 4</ref> | | Der Thronfolger ließ sich extra für seine restaurierte Kapelle (noch vor der neugebauten [[Schlosskapelle Hll. Familie und Rupert|Schlosskapelle]]) im [[Schloss Blühnbach|Jagdschloss Blühnbach]] eine neue silberne Monstranz nach dem Muster des zur Verfügung gestellten Originalstückes aus der Schatzkammer des [[Salzburger Domkapitel]]s von Anton Koppenwallner anfertigen. Das Originalstück ist eine wertvolle, eigenartige geformte und mit großen Edelsteinen gezierte goldene Monstranz, auf der die Jahreszahl [[1596]] und der Name des damaligen [[Fürsterzbischof]]s [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sitticus]] ersichtlich ist. Ein Meisterstück der Goldschmiedekunst.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwb&datum=19090313&query=%22bluehnbach+kapelle%22~10&ref=anno-search&seite=4 ANNO], (Neuigkeits) Welt Blatt, Ausgabe vom [[13. März]] [[1909]], Seite 4</ref> |
| − | Eine Monstranz für die erweiterte oder neu erbaute [[Kapelle des Mutterhauses der Barmherzigen Schwestern|Kapelle]] des [[Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern in Salzburg|Mutterhauses der Barmherzigen Schwestern in Salzburg]]. Die [[Salzburger Chronik]] schrieb darüber in ihrer Ausgabe vom 18. Mai 1887:<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18870518&query=%22Anton+Koppenwallner+monstranz%22~10&ref=anno-search&seite=3 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 18. Mai 1887, Seite 3</ref><blockquote>''Eine schöne Monstranz, in Herrn Mittermüller's Buchhandlung ausgestellt, ladet den Vorübergehenden zum Beschauen ein. Es ist diese Monstranz eine Arbeit unseres inländischen Gürtlers Anton Koppenwallner (vormals Rockenstein, [[Linzer Gasse|Linzergasse]] Nr. 381 und wird nicht verfehlen, den Meister für ähnliche Arbeiten zu empfehlen; denn wahrlich, das Werk lobt seinen Meister und wird eine herrliche Zierde sein für die erweiterte oder, besser gesagt, neu erbaute Kirche des Mutterhauses der Ehrw. barmherzigen Schwestern, für welche sie bestimmt ist. Der gegebenen Ausdehnung des Tabernakels zufolge mußte statt der eigentlichen Thurmform die Kreuzform gewählt werden, welche in Gestalt eines Vierpasses gegeben ist. Die Lunula, so konstruirt, daß das Hineingehen der hlst. Hostie ebenso leicht als geziemend geschehen kann, ist mit zwölf Edelsteinen und einem Rubin belegt, an das hl. Abendmahl erinnernd. Daran reiht sich ein zierlich und mühsam gearbeiteter Rebenkranz mit Trauben aus echten Perlen. Eine segnende Hand, als Symbol der ersten göttlichen Person, und drei betende Cherubim füllen die Felder des Vierpasses. darüber die Taube als Symbol des hl. Geistes. Die Giebel und der Baldachin heben sich schön ab, der Strahlenkranz wirkt kräftig. Vom Fuße bis zur letzten Kreuzblume ist die Ausführung des Einzelnen überaus sorgfältig, und man sieht, wie wert eine meisterhaft durchgeführte Handarbeit das Fabrikserzeugniß übertrifft.''</blockquote> | + | Eine Monstranz für die erweiterte oder neu erbaute [[Kapelle des Mutterhauses der Barmherzigen Schwestern|Kapelle]] des [[Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern in Salzburg|Mutterhauses der Barmherzigen Schwestern in Salzburg]]. Die [[Salzburger Chronik]] schrieb darüber in ihrer Ausgabe vom 18. Mai 1887:<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18870518&query=%22Anton+Koppenwallner+monstranz%22~10&ref=anno-search&seite=3 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 18. Mai 1887, Seite 3</ref><blockquote>''Eine schöne Monstranz, in Herrn Mittermüller's Buchhandlung ausgestellt, ladet den Vorübergehenden zum Beschauen ein. Es ist diese Monstranz eine Arbeit unseres inländischen Gürtlers Anton Koppenwallner (vormals Rockenstein, [[Linzer Gasse|Linzergasse]] Nr. 381 und wird nicht verfehlen, den Meister für ähnliche Arbeiten zu empfehlen; denn wahrlich, das Werk lobt seinen Meister und wird eine herrliche Zierde sein für die erweiterte oder, besser gesagt, neu erbaute Kirche des Mutterhauses der Ehrw. barmherzigen Schwestern, für welche sie bestimmt ist. Der gegebenen Ausdehnung des Tabernakels zufolge mußte statt der eigentlichen Thurmform die Kreuzform gewählt werden, welche in Gestalt eines Vierpasses gegeben ist. Die Lunula, so konstruirt, daß das Hineingehen der hlst. Hostie ebenso leicht als geziemend geschehen kann, ist mit zwölf Edelsteinen und einem Rubin belegt, an das hl. Abendmahl erinnernd. Daran reiht sich ein zierlich und mühsam gearbeiteter Rebenkranz mit Trauben aus echten Perlen. Eine segnende Hand, als Symbol der ersten göttlichen Person, und drei betende Cherubim füllen die Felder des Vierpasses. darüber die Taube als Symbol des hl. Geistes. Die Giebel und der Baldachin heben sich schön ab, der Strahlenkranz wirkt kräftig. Vom Fuße bis zur letzten Kreuzblume ist die Ausführung des Einzelnen überaus sorgfältig, und man sieht, wie wert eine meisterhaft durchgeführte Handarbeit das Fabrikserzeugniß übertrifft.''</blockquote> |