| | [[1955]] leitete er eine internationale Himalaya-Expedition zum ''Lhotse'' (8 516 m ü. A.). [[1958]] war er stellvertretender Leiter einer wissenschaftlichen Gruppe auf Suche nach dem „Yeti“. [[1960]] ging er als Kameramann mit einem Schweizer Bergsteigerteam zum ''Dhaulagiri''. Bei dieser Expedition war erstmals ein Flugzeug zur Transportunterstützung im Einsatz. Acht Teilnehmern der Expedition erreichten den Gipfel. Unter ihnen war der Salzburger [[Kurt Diemberger]], der [[1957]] den [[Erstbesteigung des Broad Peak|''Broad Peak'' erstbestiegen]] bestiegen hatte, dem mit dem ''Dhaulagiri'' seine zweite Erstbesteigung gelang. | | [[1955]] leitete er eine internationale Himalaya-Expedition zum ''Lhotse'' (8 516 m ü. A.). [[1958]] war er stellvertretender Leiter einer wissenschaftlichen Gruppe auf Suche nach dem „Yeti“. [[1960]] ging er als Kameramann mit einem Schweizer Bergsteigerteam zum ''Dhaulagiri''. Bei dieser Expedition war erstmals ein Flugzeug zur Transportunterstützung im Einsatz. Acht Teilnehmern der Expedition erreichten den Gipfel. Unter ihnen war der Salzburger [[Kurt Diemberger]], der [[1957]] den [[Erstbesteigung des Broad Peak|''Broad Peak'' erstbestiegen]] bestiegen hatte, dem mit dem ''Dhaulagiri'' seine zweite Erstbesteigung gelang. |
| − | Am [[1. Mai]] [[1963]] konnte Dyhrenfurth mit Sherpa Ang Dawa am ''Mount Everest'' bis auf 8 650 m ü. A. vordringen. Später schrieb er, dass sie die letzten 150 Höhenmeter wohl nicht mehr lebend geschafft hätten und so die Entscheidung zur Umkehr getroffen hatten. | + | === Die erfolgreiche amerikanische Everest-Expedition 1963 === |
| | + | Im Februar 1963 startete die sehr erfolgreiche amerikanische Everest-Expedition unter seiner Leitung. Am [[1. Mai]] [[1963]] konnte Dyhrenfurth mit Sherpa Ang Dawa am ''Mount Everest'' bis auf 8 650 m ü. A. vordringen. Später schrieb er, dass sie die letzten 150 Höhenmeter wohl nicht mehr lebend geschafft hätten und so die Entscheidung zur Umkehr getroffen hatten. Am selben Tag hat zwei Amerikaner der Gruppe den Gipfel des ''Mount Everest'' erreicht. Den Höhepunkt dieser Expedition war aber die unglaubliche Überschreitung des ''Mount Everest''. Während am [[22. Mai]] zwei Amerikaner auf der Normalroute über den Südsattel und den Südostgrat auf dem Gipfel des Everest standen, waren zwei andere Amerikaner über die bisher noch nie begangene Route über den Westgrat und die Nordflanke nur wenige Stunden nach ihren Kameraden auf dem Gipfel (es war ein Gipfeltreffen geplant gewesen, das jedoch aufgrund eines kleinen Unfalls der beiden Überschreiter nicht zustande gekommen war). Sie entschlossen sich, den Abstieg über den Südostgrat zu machen und überschritten damit als Erste den Everest. Nach rund 16 Stunden Schwerarbeit im höchsten Gebirge der Welt erreichten die beiden die anderen beiden Amerikaner und zusammen mussten sie bei Minus 25 Grad ohne Zelt notbiwakieren. Gemeinsam stiegen sie am 23. Mai ab. Norman Dyhrenfurth war bei dieser Aktion ebenfalls als Kameramann im Einsatz gewesen, musste aber aufgrund von Problemen mit dem Sauerstoffzufuhrventil umdrehen, die schlechte Sicht aufgrund von durch Sturmböen aufgewirbelten Schnee hatten überdies Filmaufnahmen unmöglich gemacht. Dyhrenfurth hatte dabei rund 25 Kilogramm Ausrüstungsgegenstände getragen: zwei Sauerstoffzylinder mit rund 13 Kilogramm Gewicht, zwei Fotoapparate, eine 16-Millimeter-Filmkamera, Spezialkleidung, Verpflegung u. a. |
| | + | Der Mannschaft wurde nach ihrer Rückkehr in die USA ein triumphaler Empfang bereitet und Präsident John F. Kennedy empfing sie am [[8. Juli]] 1963 im Weißen Haus, wo sie mit der ''Hubbard-Medaille'' der ''National Geographic Society'' ausgezeichnet wurden. Die Medaille von Dyhrenfurth wurde nach seinem Tod bei einem Umzug in der [[Stadt Salzburg]] gestohlen. Damals jedoch setzte Dyhrenfurth durch, dass auch alle Sherpas diese Medaille verliehen bekamen, ohne die diese Leistungen unmöglich gewesen wären. |
| | Sein Film ''Americans on Everest'' wurde vielfach ausgezeichnet, Sprecher im Film war Orson Welles. Als Norman Dyhrenfurth [[1964]] während einer Vortragsreise durch Europa lernt er bei einem Zwischenstopp in der Schweiz beim Skifahren auf der Kleinen Scheidegg seine aus [[Wagrain]] stammende Lebensgefährtin [[Maria Sernetz Dyhrenfurth|Maria Sernetz]] kennen. Ab [[1970]] lebte er dann in der [[Stadt Salzburg]], von wo aus er [[1971]] seine letzte große internationale Expediton auf den ''Mount Everest'' organisiert. Wie sein Vater, der im Namen des Völkerbundes Bergsteiger in den Himalaya geführt hatte, wollte er eine internationale Gruppe auf dem Everest versammeln. 30 Bergsteiger aus dreizehn verschiedenen Nationen nahmen daran teil. Ihr Ziel war die erste Durchsteigung der schwierigen Südwestwand des höchsten Berges der Welt. Doch die Expedition stand unter keinem guten Stern, ein Inder starb an Erschöpfung, unter den Teilnehmern entstanden Spannungen, einige erkranken, auch Dyhrenfurth, der vorzeitig ausgeflogen werden musste. Letztlich erreichten der Brite Don Whillans und der Schotte Dougal Haston mit 8 350 m ü. A. den bis dato höchsten Punkt in dieser Wand. | | Sein Film ''Americans on Everest'' wurde vielfach ausgezeichnet, Sprecher im Film war Orson Welles. Als Norman Dyhrenfurth [[1964]] während einer Vortragsreise durch Europa lernt er bei einem Zwischenstopp in der Schweiz beim Skifahren auf der Kleinen Scheidegg seine aus [[Wagrain]] stammende Lebensgefährtin [[Maria Sernetz Dyhrenfurth|Maria Sernetz]] kennen. Ab [[1970]] lebte er dann in der [[Stadt Salzburg]], von wo aus er [[1971]] seine letzte große internationale Expediton auf den ''Mount Everest'' organisiert. Wie sein Vater, der im Namen des Völkerbundes Bergsteiger in den Himalaya geführt hatte, wollte er eine internationale Gruppe auf dem Everest versammeln. 30 Bergsteiger aus dreizehn verschiedenen Nationen nahmen daran teil. Ihr Ziel war die erste Durchsteigung der schwierigen Südwestwand des höchsten Berges der Welt. Doch die Expedition stand unter keinem guten Stern, ein Inder starb an Erschöpfung, unter den Teilnehmern entstanden Spannungen, einige erkranken, auch Dyhrenfurth, der vorzeitig ausgeflogen werden musste. Letztlich erreichten der Brite Don Whillans und der Schotte Dougal Haston mit 8 350 m ü. A. den bis dato höchsten Punkt in dieser Wand. |