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Das '''Keltenmuseum Hallein''' befindet sich in der [[Tennengau]]er Bezirkshauptstadt [[Hallein]] und zählt zu den bedeutendsten Sammlungen von Zeugnissen [[Kelten|keltischer]] Kunst in Europa. Es ist im ehemaligen [[Pflegamtsgebäude der Saline Hallein]] untergebracht.
 
Das '''Keltenmuseum Hallein''' befindet sich in der [[Tennengau]]er Bezirkshauptstadt [[Hallein]] und zählt zu den bedeutendsten Sammlungen von Zeugnissen [[Kelten|keltischer]] Kunst in Europa. Es ist im ehemaligen [[Pflegamtsgebäude der Saline Hallein]] untergebracht.
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==Geschichte==
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== Geschichte ==
 
Das Keltenmuseum ging aus dem [[1882]] gegründeten [[Stadtmuseum Hallein]] hervor.  Bereits [[1922]] gab es Bestrebungen, die ''[[Fürstenzimmer (Hallein)|Fürstenzimmer]]'' als Museum zu nutzen. Jedoch verwies die Salinenverwaltung damals noch auf den dadurch beeinträchtigten Amtsbetrieb und die Gefährdung der Salinenkasse. Auch das Bundesministerium für Finanzen sah die Sache damals so und das Projekt wurde ad acta gelegt. [[1966]] erfolgte dann aber der Ankauf des Gebäudes durch die Stadt Hallein, mit der Planung, darin das Keltenmuseum unterzubringen. Doch die Finanzierung gestaltete sich schwierig, das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] konnte nur 500.000 [[Schilling]] noch im selben Jahr bereitstellen, den Rest musste die [[Stadtgemeinde Hallein]] selbst finanzieren.  
 
Das Keltenmuseum ging aus dem [[1882]] gegründeten [[Stadtmuseum Hallein]] hervor.  Bereits [[1922]] gab es Bestrebungen, die ''[[Fürstenzimmer (Hallein)|Fürstenzimmer]]'' als Museum zu nutzen. Jedoch verwies die Salinenverwaltung damals noch auf den dadurch beeinträchtigten Amtsbetrieb und die Gefährdung der Salinenkasse. Auch das Bundesministerium für Finanzen sah die Sache damals so und das Projekt wurde ad acta gelegt. [[1966]] erfolgte dann aber der Ankauf des Gebäudes durch die Stadt Hallein, mit der Planung, darin das Keltenmuseum unterzubringen. Doch die Finanzierung gestaltete sich schwierig, das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] konnte nur 500.000 [[Schilling]] noch im selben Jahr bereitstellen, den Rest musste die [[Stadtgemeinde Hallein]] selbst finanzieren.  
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[[1970]] erfolgte, mit der Umbenennung in "Keltenmuseum" einhergehend, die Übersiedlung in das ehemalige Amtsgebäude der [[Saline Hallein|Saline]] am Pflegerplatz, wo es am [[17. Oktober]] eröffnet wurde. Die Adaptierung des Gebäudes geschah nach Plänen von Bildhauer [[Jakob Adlhart]] und Architekt [[Hans Wiser]]. Die Gesamtumbaukosten betrugen 5,6 Millionen [[Schilling]] (rund 407.000 Euro). [[Dekanat Hallein|Dechant]] [[Johann Rasp|Rasp]] gab dem Gebäude bei der Eröffnungsfeier den Beinamen ''Haus der Begegnung''. Am selben Tag wurden auch noch ein Schulneubau des [[Sonderpädagogisches Zentrum Hallein|Sonderpädagogischen Zentrums Hallein]] mit dem Namen "[[Gotthard Guggenmoos|Gotthard-Guggenmoos-Schule Hallein]]", die [[Volksschule Rif-Rehhof]] und der [[Kaltenhausener Steg]] in Hallein eröffnet.
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[[1970]] erfolgte, mit der Umbenennung in "Keltenmuseum" einhergehend, die Übersiedlung in das ehemalige Amtsgebäude der [[Saline Hallein|Saline]] am Pflegerplatz, wo es am [[17. Oktober]] eröffnet wurde. Die Adaptierung des Gebäudes geschah nach Plänen der Architekten [[Jakob Adlhart (Architekt)|Jakob Adlhart]] und [[Hans Wiser]]. Die Gesamtumbaukosten betrugen 5,6 Millionen [[Schilling]] (rund 407.000 Euro). [[Dekanat Hallein|Dechant]] [[Johann Rasp|Rasp]] gab dem Gebäude bei der Eröffnungsfeier den Beinamen ''Haus der Begegnung''. Am selben Tag wurden auch noch ein Schulneubau des [[Sonderpädagogisches Zentrum Hallein|Sonderpädagogischen Zentrums Hallein]] mit dem Namen "[[Gotthard Guggenmoos|Gotthard-Guggenmoos-Schule Hallein]]", die [[Volksschule Rif-Rehhof]] und der [[Kaltenhausener Steg]] in Hallein eröffnet.
    
[[1980]] war das Museum Veranstalter der [[Landesausstellung|Salzburger Landesausstellung]] ''"Die Kelten in Mitteleuropa"'' (über 360 000 Besucher), im Jahr [[2006]] beherbergte es die viel beachtete Ausstellung ''"[[NS-Euthanasie]] im [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]]"''.  
 
[[1980]] war das Museum Veranstalter der [[Landesausstellung|Salzburger Landesausstellung]] ''"Die Kelten in Mitteleuropa"'' (über 360 000 Besucher), im Jahr [[2006]] beherbergte es die viel beachtete Ausstellung ''"[[NS-Euthanasie]] im [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]]"''.  
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==Ausstellungsschwerpunkte==
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== Ausstellungsschwerpunkte ==
 
Auf rund 3 000 m² Ausstellungsfläche zeigt das Keltenmuseum Ausstellungsstücke zu den Themenbereichen "Kelten", "Historische Salzgewinnung am [[Dürrnberg (Hallein)|Dürrnberg]]", "Entwicklung der Stadt Hallein" und zur Entstehungsgeschichte des Weihnachtsliedes "[[Stille Nacht! Heilige Nacht!‎]]".
 
Auf rund 3 000 m² Ausstellungsfläche zeigt das Keltenmuseum Ausstellungsstücke zu den Themenbereichen "Kelten", "Historische Salzgewinnung am [[Dürrnberg (Hallein)|Dürrnberg]]", "Entwicklung der Stadt Hallein" und zur Entstehungsgeschichte des Weihnachtsliedes "[[Stille Nacht! Heilige Nacht!‎]]".
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===Die Welt der Kelten===
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=== Die Welt der Kelten ===
 
Das Museum verwahrt alle seit [[1949]] am Dürrnberg gehobenen Grabfunde. Das Prunkstück der Ausstellung ist die Grabausstattung eines keltischen Stammesführers, der in einer hölzernen Kammer auf einem zweirädrigen Streitwagen liegend bestattet worden war. Die unversehrte Grabstätte stammt aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. und wurde [[1959]] auf der Hochfläche des [[Moserstein]]s gefunden. Seit [[26. April]] [[2012]] ist das Original der [[Schnabelkanne]] vom [[Dürrnberg]], die sich seit ihrer Ausgrabung im Jahr [[1932]] im [[Salzburg Museum]] (ehemals Salzburger Museum Carolino-Augusteum) befunden hat, im Keltenmuseum Hallein zu sehen (bisher sahen die Besucher lediglich eine perfekte Kopie). Dazu wurden auch die erläuternden Texte im Ausstellungsraum aktualisiert und auf den neuesten wissenschaftlichen Stand gebracht.
 
Das Museum verwahrt alle seit [[1949]] am Dürrnberg gehobenen Grabfunde. Das Prunkstück der Ausstellung ist die Grabausstattung eines keltischen Stammesführers, der in einer hölzernen Kammer auf einem zweirädrigen Streitwagen liegend bestattet worden war. Die unversehrte Grabstätte stammt aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. und wurde [[1959]] auf der Hochfläche des [[Moserstein]]s gefunden. Seit [[26. April]] [[2012]] ist das Original der [[Schnabelkanne]] vom [[Dürrnberg]], die sich seit ihrer Ausgrabung im Jahr [[1932]] im [[Salzburg Museum]] (ehemals Salzburger Museum Carolino-Augusteum) befunden hat, im Keltenmuseum Hallein zu sehen (bisher sahen die Besucher lediglich eine perfekte Kopie). Dazu wurden auch die erläuternden Texte im Ausstellungsraum aktualisiert und auf den neuesten wissenschaftlichen Stand gebracht.
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Das Klischee der kriegerischen Barbaren relativiert sich im Zuge des Ausstellungsrundganges, denn auf dem Dürrnberg fanden sich bisher keine Hinweise auf kriegerische Auseinandersetzungen.
 
Das Klischee der kriegerischen Barbaren relativiert sich im Zuge des Ausstellungsrundganges, denn auf dem Dürrnberg fanden sich bisher keine Hinweise auf kriegerische Auseinandersetzungen.
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===Historisches Salzwesen===
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=== Historisches Salzwesen ===
 
Neben Einblicken in die historische Salzproduktion und Vertriebsorganisation zeigt das Keltenmuseum in den sogenannten "[[Fürstenzimmer (Hallein)|Fürstenzimmern]]" im zweiten Obergeschoß 80 Bilder des Malers [[Benedikt Werkstätter|Benedict Werkstötter]], die dieser [[1757]] im Auftrag des Fürsterzbischofs [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]] anfertigte und auf denen alle mit der Salzgewinnung in Zusammenhang stehenden Arbeiten dargestellt werden.
 
Neben Einblicken in die historische Salzproduktion und Vertriebsorganisation zeigt das Keltenmuseum in den sogenannten "[[Fürstenzimmer (Hallein)|Fürstenzimmern]]" im zweiten Obergeschoß 80 Bilder des Malers [[Benedikt Werkstätter|Benedict Werkstötter]], die dieser [[1757]] im Auftrag des Fürsterzbischofs [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]] anfertigte und auf denen alle mit der Salzgewinnung in Zusammenhang stehenden Arbeiten dargestellt werden.
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===Sonderschau 2010===
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=== Sonderschau 2010 ===
 
[[Datei:HMW Plakat Keltenmuseum Hallein.jpg|thumb|HMW Sonderausstellung 2010]]
 
[[Datei:HMW Plakat Keltenmuseum Hallein.jpg|thumb|HMW Sonderausstellung 2010]]
 
Im Sommer 2010 war im Keltenmuseum eine Sonderschau zum Thema [[Halleiner Motorenwerk]] anlässlich des 1. HMW-Treffens am [[25. September]] zu sehen; Bilder von dieser Ausstellung zeigt die Salzburgwiki-Seite [[HMW]]. Aufgrund des 40. Geburtstages des Museums wurde die Ausstellung "Gefundene Kelten, erfundene Kelten" konzipiert.
 
Im Sommer 2010 war im Keltenmuseum eine Sonderschau zum Thema [[Halleiner Motorenwerk]] anlässlich des 1. HMW-Treffens am [[25. September]] zu sehen; Bilder von dieser Ausstellung zeigt die Salzburgwiki-Seite [[HMW]]. Aufgrund des 40. Geburtstages des Museums wurde die Ausstellung "Gefundene Kelten, erfundene Kelten" konzipiert.
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Das [[Stille Nacht Museum Hallein]] gehört ebenfalls zum Keltenmuseum Hallein.
 
Das [[Stille Nacht Museum Hallein]] gehört ebenfalls zum Keltenmuseum Hallein.
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==Auszeichnung ==
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== Auszeichnung ==
 
Das Museum ist mit dem [[Österreichisches Museumsgütesiegel|Österreichischen Museumsgütesiegel]] ausgezeichnet.
 
Das Museum ist mit dem [[Österreichisches Museumsgütesiegel|Österreichischen Museumsgütesiegel]] ausgezeichnet.
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==Forschungszentrum Dürrnberg==
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== Forschungszentrum Dürrnberg ==
 
: ''Hauptartikel: [[Forschungszentrum Dürrnberg]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Forschungszentrum Dürrnberg]]''
 
Die archäologische Betreuung des Dürrnbergs obliegt dem im Jahr [[1985]] gegründeten ''Forschungszentrum Dürrnberg''. Dieser überregional tätige Verein hat seinen Sitz im Halleiner Keltenmuseum und wird vom Bund, dem Land Salzburg, der Stadt Hallein und den Salinen Austria getragen. Das Forschungszentrum Dürrnberg beschäftigt sich hauptsächlich mit der systematischen Erforschung der Fundstätten sowie den Aufgaben der Bodendenkmalpflege, zu denen kurzfristige Rettungsmaßnahmen genauso zählen wie größere Forschungsprojekte.  
 
Die archäologische Betreuung des Dürrnbergs obliegt dem im Jahr [[1985]] gegründeten ''Forschungszentrum Dürrnberg''. Dieser überregional tätige Verein hat seinen Sitz im Halleiner Keltenmuseum und wird vom Bund, dem Land Salzburg, der Stadt Hallein und den Salinen Austria getragen. Das Forschungszentrum Dürrnberg beschäftigt sich hauptsächlich mit der systematischen Erforschung der Fundstätten sowie den Aufgaben der Bodendenkmalpflege, zu denen kurzfristige Rettungsmaßnahmen genauso zählen wie größere Forschungsprojekte.  
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Das Keltenmuseum wird je zur Hälfte von der [[Stadtgemeinde Hallein]] und dem [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] subventioniert. [[2012]] trat ein Betriebsführungs- und Kooperationsvertrag mit der [[Salzburg Museum GmbH]] in Kraft. Rechtlich ist das Keltenmuseum selbständig (Stand Dezember 2018).
 
Das Keltenmuseum wird je zur Hälfte von der [[Stadtgemeinde Hallein]] und dem [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] subventioniert. [[2012]] trat ein Betriebsführungs- und Kooperationsvertrag mit der [[Salzburg Museum GmbH]] in Kraft. Rechtlich ist das Keltenmuseum selbständig (Stand Dezember 2018).
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==Bildergalerie==
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== Bildergalerie ==
 
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Datei:Keltenmuseum Hallein, Ausstellungsraum im Erdgeschoß.jpg|Keltenmuseum Hallein, Ausstellungsraum im Erdgeschoß
 
Datei:Keltenmuseum Hallein, Ausstellungsraum im Erdgeschoß.jpg|Keltenmuseum Hallein, Ausstellungsraum im Erdgeschoß
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==Weblink==
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== Weblink ==
 
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== Quellen==
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== Quellen ==
 
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