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| − | [[Prof]]. '''Jakob Adlhart d. J.''' (* [[1. April]] [[1898]] in [[München]], [[Bayern]]; † [[12. August]] [[1985]] in [[Hallein]]) war Bildhauer. | + | [[Prof]]. '''Jakob Adlhart''' junior (* [[1. April]] [[1898]] in [[München]], [[Bayern]]; † [[12. August]] [[1985]] in [[Hallein]]) war Bildhauer. |
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| | == Leben == | | == Leben == |
| − | Jakob Adlhart der Jüngere begann seine Ausbildung im väterlichen Werkstattbetrieb in St. Ulrich im Grödnertal, [[Südtirol]]. Sein Vater, [[Jakob Adlhart d. Ä.|Jakob Adlhart]] der Ältere war Vergolder, Fassmaler und Restaurateur. Bereits vor seinem Eintritt in die Volksschule erkannte man Jakobs Talent. Er wurde von einem Bildschnitzer aus der Werkstatt seines Vaters in die Schnitzkunst eingeweiht. | + | Jakob Adlhart begann seine Ausbildung im väterlichen Werkstattbetrieb in St. Ulrich im Grödnertal, [[Südtirol]]. Sein Vater, [[Jakob Adlhart (senior)|Jakob Adlhart]] senior war Vergolder, Fassmaler und Restaurateur. Bereits vor seinem Eintritt in die Volksschule erkannte man Jakobs Talent. Er wurde von einem Bildschnitzer aus der Werkstatt seines Vaters in die Schnitzkunst eingeweiht. |
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| − | [[1908]] richtete Jakob Adlhart der Ältere im [[Cordon-Haus]] in Hallein seine Werkstätte für christliche Kunst und Kunstgewerbe ein. Nach Absolvierung der Bildhauerklasse der Fachschule folgte Jakob Adlhart der Jüngere seinem Vater nach Dalmatien, der dort an der Renovierung von Altären arbeitete. Der Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] beendete diese Studienreise. | + | [[1908]] richtete Jakob Adlhart senior im [[Cordon-Haus]] in Hallein seine Werkstätte für christliche Kunst und Kunstgewerbe ein. Nach Absolvierung der Bildhauerklasse der Fachschule folgte Jakob Adlhart junior seinem Vater nach Dalmatien, der dort an der Renovierung von Altären arbeitete. Der Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] beendete diese Studienreise. |
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| − | Durch seinen ersten Lehrer Alois Zwerber lernte Jakob Adlhart der Jüngere die breite Stilpalette historisierenden Kopierens kennen, setzte sich aber auch mit der Secession auseinander. Ab [[1920]] leitete er die "Halleiner Werkstätte für kirchliche Kunst und Kunstgewerbe" und studierte von [[1921]] bis [[1923]] bei Anton Hanak an der Wiener Kunstgewerbeschule. Er beendete sein Studium mit der Note ''vorzüglich''. | + | Durch seinen ersten Lehrer Alois Zwerber lernte Jakob Adlhart junior die breite Stilpalette historisierenden Kopierens kennen, setzte sich aber auch mit der Secession auseinander. Ab [[1920]] leitete er die "Halleiner Werkstätte für kirchliche Kunst und Kunstgewerbe" und studierte von [[1921]] bis [[1923]] bei Anton Hanak an der Wiener Kunstgewerbeschule. Er beendete sein Studium mit der Note ''vorzüglich''. |
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| − | Jakob Adlhart der Jüngere schuf vor allem Holzplastiken für Kirchenausstattungen in der [[Stadt Salzburg]], [[Oberösterreich]] und im süddeutschen Raum. Die wichtigsten Werke gelangen ihm in seinen Arbeiten für das [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerstift St. Peter]] ([[Collegium Benedictinum|Kollegskreuz]]<ref>Bezeichnung lt. [[St. Peter in Salzburg]], Ausstellungskatalog 1982, Seite 211 und 318</ref>, [[1925]]) und in Zusammenarbeit mit [[Clemens Holzmeister]] für das [[Haus für Mozart|Kleine Festspielhaus]] ([[marmor]]ne Mimenmaske über dem Haupteingang, [[1926]]). | + | Jakob Adlhart junior schuf vor allem Holzplastiken für Kirchenausstattungen in der [[Stadt Salzburg]], [[Oberösterreich]] und im süddeutschen Raum. Die wichtigsten Werke gelangen ihm in seinen Arbeiten für das [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerstift St. Peter]] ([[Collegium Benedictinum|Kollegskreuz]]<ref>Bezeichnung lt. [[St. Peter in Salzburg]], Ausstellungskatalog 1982, Seite 211 und 318</ref>, [[1925]]) und in Zusammenarbeit mit [[Clemens Holzmeister]] für das [[Haus für Mozart|Kleine Festspielhaus]] ([[marmor]]ne Mimenmaske über dem Haupteingang, [[1926]]). |
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| | [[1928]] erhielt der Salzburger Architekt [[Otto Strohmayr]] gemeinsam mit dem Bildhauer Jakob Adlhart einen Auftrag zum Umbau des "[[Zipfer Bierhaus|Zipfer Bierstübls]]". Zwei überlieferte Postkarten dokumentieren den Zustand vor und nach diesem Umbau., <ref>[https://core.ac.uk/download/pdf/11595709.pdf Mag.phil. Ingrid Holzschuh, Dissertation, "Otto Strohmayr" (1900–1945) Hitlers Architekt für die Neugestaltung der Stadt Salzburg im Nationalsozialismus“]</ref> | | [[1928]] erhielt der Salzburger Architekt [[Otto Strohmayr]] gemeinsam mit dem Bildhauer Jakob Adlhart einen Auftrag zum Umbau des "[[Zipfer Bierhaus|Zipfer Bierstübls]]". Zwei überlieferte Postkarten dokumentieren den Zustand vor und nach diesem Umbau., <ref>[https://core.ac.uk/download/pdf/11595709.pdf Mag.phil. Ingrid Holzschuh, Dissertation, "Otto Strohmayr" (1900–1945) Hitlers Architekt für die Neugestaltung der Stadt Salzburg im Nationalsozialismus“]</ref> |
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| | Nach Ausbruch des [[Zweiten Weltkrieg]]es musste Jakob Adlhart [[1943]] nochmals einrücken und entkam durch großes Glück am [[13. Februar]] [[1945]] bei der Bombardierung der Stadt Dresden dem Tod. | | Nach Ausbruch des [[Zweiten Weltkrieg]]es musste Jakob Adlhart [[1943]] nochmals einrücken und entkam durch großes Glück am [[13. Februar]] [[1945]] bei der Bombardierung der Stadt Dresden dem Tod. |
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| − | Jakob Adlhart der Jüngere arbeitete auch an zahlreichen Chorgestühlen in den Domen von Salzburg ([[1957]]), Eisenstadt ([[1965]]) und Speyer, [[Deutschland]], ([[1969]]) sowie an Kreuzwegen, Gnadenstühlen und Denkmälern mit. So befinden sich von ihm in Salzburg rund 30 Werke. | + | Jakob Adlhart junior arbeitete auch an zahlreichen Chorgestühlen in den Domen von Salzburg ([[1957]]), Eisenstadt ([[1965]]) und Speyer, [[Deutschland]], ([[1969]]) sowie an Kreuzwegen, Gnadenstühlen und Denkmälern mit. So befinden sich von ihm in Salzburg rund 30 Werke. |
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| | == Ehrung == | | == Ehrung == |
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| | <references/> | | <references/> |
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| − | {{SORTIERUNG: Adlhart, Jakob}} | + | {{SORTIERUNG:Adlhart (junior), Jakob}} |
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| | [[Kategorie:Person (Geschichte)]] | | [[Kategorie:Person (Geschichte)]] |