| | Das originäre Erscheinungsbild der neugotischen Kirche ging jedoch im Zuge eines Umbaus in den Jahren [[1969]] bis [[1972]] völlig verloren, als man - auf Anregung des damals 83-jährigen Architekten [[Clemens Holzmeister]] und nach Plänen von [[Franz Windhager]] - die für den (neu)gotischen Baustil typischen hohen Spitztürme durch kurze Pyramiden ersetzte und Giebel und Verzierungen entfernte. | | Das originäre Erscheinungsbild der neugotischen Kirche ging jedoch im Zuge eines Umbaus in den Jahren [[1969]] bis [[1972]] völlig verloren, als man - auf Anregung des damals 83-jährigen Architekten [[Clemens Holzmeister]] und nach Plänen von [[Franz Windhager]] - die für den (neu)gotischen Baustil typischen hohen Spitztürme durch kurze Pyramiden ersetzte und Giebel und Verzierungen entfernte. |
| − | Die Idee, Kirchen einer Kunstepoche dem Baustil ihrer Umgebung anzugleichen, ist nicht neu. Ein Opfer dieser Salzburger Eigenart war etwa auch die [[Franziskanerkirche]], der im Zuge der Barockisierung von Salzburg ein Zwiebeldach aufgezwungen wurde (mit einem Ergebnis, das man heute noch im [[Sattler-Panorama]] betrachten kann), eine Entscheidung, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts glücklicherweise revidiert wurde. | + | Die Idee, originale Kirchen einer neuen Kunstepoche bzw. dem Baustil ihrer Umgebung (Holzmeister argumentierte damals mit einer "Sichtlinie" zur [[Dreifaltigkeitskirche]]) anzugleichen, ist nicht neu. Ein Opfer dieser Unart war etwa auch die [[Franziskanerkirche]], der im Zuge der Barockisierung von Salzburg ein Zwiebeldach ("Welsche Haube") aufgezwungen wurde (mit einem Ergebnis, das man heute noch im [[Sattler-Panorama]] betrachten kann), eine Entscheidung, die Mitte des 19. Jahrhunderts glücklicherweise revidiert wurde. Architekt dieser Restauriereung war damals ironischerweise [[Josef Wessicken|Wessicken]], dessen eigener Prestige-Kirchenbau über 100 Jahre später das gleiche Schicksal wie die Franziskanerkirche erleiden sollte. |