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[[Datei:Pallauf Landesregierung190613007.jpg|thumb|rechts Gudrun Mosler-Törnström mit [[Brigitta Pallauf]]]]
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[[Datei:Pallauf Landesregierung190613007.jpg|thumb|Rechts Gudrun Mosler-Törnström mit [[Brigitta Pallauf]].]]
'''Gudrun Mosler-Törnström''' (* [[13. Oktober]] [[1955]] in [[Puch bei Hallein]]) ist [[SPÖ|SPÖ-Politikerin]], insbesondere ehemalige Kurzzeit-[[Landtagspräsident|Präsident]]in des [[Salzburger Landtag]]es.
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'''Gudrun Mosler-Törnström''' (* [[13. Oktober]] [[1955]] in [[Puch bei Hallein]]) ist [[SPÖ]]-Politikerin, insbesondere ehemalige Kurzzeit-[[Landtagspräsident|Präsident]]in des [[Salzburger Landtag]]es.
    
==Leben==
 
==Leben==
 
=== Ausbildung und Beruf ===
 
=== Ausbildung und Beruf ===
Gudrun Mosler-Törnström besuchte die [[Volksschule Puch|Volksschule]] in Puch bei Hallein, die [[Neue Mittelschule Hallein-Stadt|Hauptschule]] in [[Hallein]] und von 1970 bis 1973 in der [[Stadt Salzburg]] die dreijährige Fachschule für wirtschaftliche Frauenberufe „[[Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe Salzburg|Annahof]]“.
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Gudrun Mosler-Törnström besuchte die [[Volksschule Puch|Volksschule]] in Puch bei Hallein, die [[Neue Mittelschule Hallein-Stadt|Hauptschule]] in [[Hallein]] und von [[1970]] bis 1973 in der [[Stadt Salzburg]] die dreijährige Fachschule für wirtschaftliche Frauenberufe „[[Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe Salzburg|Annahof]]“.
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Die folgenden Jahre sahen sie hauptsächlich im Ausland: 1973/74 besuchte sie in Alabama ([[USA]]) die Leeds High School. 1974 übernahm sie in der [[Stadt Salzburg]] die Leitung der Incoming-Abteilung des [[Reisebüro]]s [[Salzkraft]], aber wieder hielt es sie nicht in der Heimat: 1974/75 war sie Au-pair-Mädchen in [[Frankreich|Paris und der Bretagne]], 1976 ging sie nach [[Schweden]], wo sie 1978 die Matura erwarb, von 1980 bis 1986 war sie Bildredakteurin beim ''„Aftonbladet“'', der größten schwedischen Tageszeitung. Von 1983 bis 1986 studierte sie an der Universität Stockholm Systemwissenschaften (1986 Bachelor of Science) und arbeitete von 1986 bis 1988 bei Siemens Data in Stockholm als Systemanalytikerin.
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Die folgenden Jahre sahen sie hauptsächlich im Ausland: [[1973]]–1974 besuchte sie in Alabama ([[USA]]) die ''Leeds High School''. [[1974]] übernahm sie in der [[Stadt Salzburg]] die Leitung der ''Incoming''-Abteilung des [[Reisebüro]]s [[Salzkraft]], aber wieder hielt es sie nicht in der Heimat: 1974–1975 war sie ''Au-pair''-Mädchen in [[Frankreich|Paris und der Bretagne]], [[1976]] ging sie nach [[Schweden]], wo sie [[1978]] die Matura erwarb, von [[1980]] bis [[1986]] war sie Bildredakteurin beim ''Aftonbladet'', der größten schwedischen Tageszeitung. Von [[1983]] bis 1986 studierte sie an der Universität Stockholm Systemwissenschaften (1986 ''Bachelor of Science'') und arbeitete von 1986 bis 1988 bei Siemens Data in Stockholm als Systemanalytikerin.
    
[[1988]] kehrte Mosler-Törnström nach Salzburg zurück und stieg als Organisations-Programmiererin bei [[Mannesmann-Kienzle]] ein. [[1989]] wechselte sie das Fach und half beim Aufbau des Ergonomiezentrums in Salzburg mit, dessen Leitung sie später übernahm. Von [[1994]] bis [[1999]] war sie als selbstständige Ergonomieberaterin tätig.
 
[[1988]] kehrte Mosler-Törnström nach Salzburg zurück und stieg als Organisations-Programmiererin bei [[Mannesmann-Kienzle]] ein. [[1989]] wechselte sie das Fach und half beim Aufbau des Ergonomiezentrums in Salzburg mit, dessen Leitung sie später übernahm. Von [[1994]] bis [[1999]] war sie als selbstständige Ergonomieberaterin tätig.
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Von [[2001]] bis [[2010]] war sie Landesvorsitzende der [[Naturfreunde Salzburg]] und [[2005]] bis [[2011]] stellvertretende Bundesvorsitzende der Naturfreunde Österreich.
 
Von [[2001]] bis [[2010]] war sie Landesvorsitzende der [[Naturfreunde Salzburg]] und [[2005]] bis [[2011]] stellvertretende Bundesvorsitzende der Naturfreunde Österreich.
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Von [[2005]] bis [[2009]] war sie zudem Aufsichtsratsvorsitzende der [[Salzburg Research]] GmbH und seit [[2006]] Präsidentin des Vereines ''"Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation"'' im [[Schloss Oberrain]] in [[Unken]].
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Von 2005 bis [[2009]] war sie zudem Aufsichtsratsvorsitzende der [[Salzburg Research]] GmbH und seit [[2006]] Präsidentin des Vereines "''Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation''" im [[Schloss Oberrain]] in [[Unken]].
    
=== Politische Karriere ===
 
=== Politische Karriere ===
Nach der [[Landtagswahl 1999]] wurde sie [[Landtagsabgeordnete|Abgeordnete]] mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Energie sowie Forschung & Entwicklung. Nach dem Wahlsieg der SPÖ [[2004]] wurde sie von ihrer Partei zur Dritten Landtagspräsidentin gewählt, mit der Intention, Ende [[2006]] [[Johann Holztrattner]] als [[Landtagspräsident]] zu beerben. Als dieser sich zum fraglichen Zeitpunkt allerdings entschied, doch weiterzumachen, zog sich Gudrun Mosler-Törnström in ihre Funktion als einfache Abgeordnete zurück.
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Nach der [[Landtagswahl 1999]] wurde sie [[Landtagsabgeordnete|Abgeordnete]] mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Energie sowie Forschung und Entwicklung. Nach dem Wahlsieg der SPÖ [[2004]] wurde sie von ihrer Partei zur Dritten Landtagspräsidentin gewählt, mit der Intention, Ende 2006 [[Johann Holztrattner]] als Landtagspräsident zu beerben. Als dieser sich zum fraglichen Zeitpunkt allerdings entschied, doch weiterzumachen, zog sich Gudrun Mosler-Törnström in ihre Funktion als einfache Abgeordnete zurück.
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Als Holztrattner sich zwei Jahre danach tatsächlich zurückzog, übernahm sie am [[18. Dezember]] [[2008]] doch noch überraschend Holztrattners Amt, das sie aber nach der [[Landtagswahl 2009]] an die [[ÖVP]] abgeben musste. Ab [[22. April]] [[2009]] fungierte sie nun als Zweite Landtagspräsidentin. Im Gefolge der für die SPÖ enttäuschenden [[Landtagswahl 2018|Landtagswahl]] vom 22. April [[2018]] musste sie nach fast 20 Jahren im Landtag ihren Platz räumen und verließ die politische Bühne Salzburgs.
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Als Holztrattner sich zwei Jahre danach tatsächlich zurückzog, übernahm sie am [[18. Dezember]] [[2008]] doch noch überraschend Holztrattners Amt, das sie aber nach der [[Landtagswahl 2009]] an die [[ÖVP]] abgeben musste. Ab [[22. April]] 2009 fungierte sie nun als Zweite Landtagspräsidentin. Im Gefolge der für die SPÖ enttäuschenden [[Landtagswahl 2018|Landtagswahl]] vom 22. April [[2018]] musste sie nach fast 20 Jahren im Landtag ihren Platz räumen und verließ die politische Bühne Salzburgs.
 
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Am [[19. Oktober]] [[2016]] wurde sie zur Präsidentin des Kongresses der Regionen im Europarat gewählt.
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Von 2001 bis [[2010]] war Gudrun Mosler-Törnström Vorsitzende der [[Naturfreunde Salzburg]], von 2005 bis 2011 stellvertretende Bundesvorsitzende der Naturfreunde Österreich.  
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Am [[19. Oktober]] [[2016]] wurde sie zur Präsidentin des Kongresses der Regionen im Europarat gewählt. Am [[23. Februar]] [[2021]] wurde sie neuerlich in dieses Amt gewählt. Dazu schrieb sie auf ihrer Facebook-Seite:<ref>abgefragt am 23. März 2021</ref><blockquote>''Heute wurde ich im Kongress der Gemeinden und Regionen von meinen KollegInnen aus 47 Mitgliedstaaten zur Vorsitzenden des Monitoring-Ausschusses gewählt. Der Kongress vertritt 150&nbsp;000 Gemeinden und Regionen in Europa. Nachdem ich bereits von 2016-2018 die Präsidentschaft des Kongresses inne hatte, ist der Vorsitz in unserem wichtigsten Ausschuss eine große Ehre aber auch Herausforderung für mich. Unsere Mitgliedstaaten werden in einem ca. 5jähigen Intervall überprüft, inwieweit sie Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit einhalten. Alle 47 Staaten haben dazu einen Vertrag unterschrieben. Die [[Corona Pandemie|Pandemie]] wird immer öfter als Vorwand genommen, um Grundrechte zu umgehen. Es kommen spannende Jahre auf mich und mein Team zu.''</blockquote>
 
== Ehrung ==
 
== Ehrung ==
 
Am [[24. Oktober]] [[2019]] wurde Gudrun Mosler-Törnström mit der 'Ehrenmedaille Dr. Bruno Kreisky in Gold' ausgezeichnet.
 
Am [[24. Oktober]] [[2019]] wurde Gudrun Mosler-Törnström mit der 'Ehrenmedaille Dr. Bruno Kreisky in Gold' ausgezeichnet.