Änderungen

36 Bytes hinzugefügt ,  14:41, 22. Mär. 2021
K
Textersetzung - „Erzstifts“ durch „Benediktinerstifts“
Zeile 7: Zeile 7:     
==Mittelalter==
 
==Mittelalter==
Um 800 n. Chr. steht in den [[Salzburger Güterverzeichnis]] des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzstifts St. Peter]], dass die St. Petrischen Wälder im [[Saalachtal]] die [[Saline Reichenhall|Salinen in Reichenhall]] mit Holz versorgen. Die Wälder sind verlackt (Einkerbungen in Baumstämmen) und durch Wege erschlossen. Die Verbindung Sudhäuser in Reichenhall und Holzschläge im Saalachtal besteht schon im [[7. Jahrhundert]] <ref>siehe auch [[Salinenkonvention]]</ref>. Damals riefen die Agilolfinger, als Fürsten der [[Bajuwaren]], Bischof [[Rupert von Worms]] ins Land. In von ihm gegründeten Kloster St. Peter waren mit den eingewanderten [[Bajuwaren]] auch Romanen, Konventsbrüder.
+
Um 800 n. Chr. steht in den [[Salzburger Güterverzeichnis]] des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerstifts St. Peter]], dass die St. Petrischen Wälder im [[Saalachtal]] die [[Saline Reichenhall|Salinen in Reichenhall]] mit Holz versorgen. Die Wälder sind verlackt (Einkerbungen in Baumstämmen) und durch Wege erschlossen. Die Verbindung Sudhäuser in Reichenhall und Holzschläge im Saalachtal besteht schon im [[7. Jahrhundert]] <ref>siehe auch [[Salinenkonvention]]</ref>. Damals riefen die Agilolfinger, als Fürsten der [[Bajuwaren]], Bischof [[Rupert von Worms]] ins Land. In von ihm gegründeten Kloster St. Peter waren mit den eingewanderten [[Bajuwaren]] auch Romanen, Konventsbrüder.
    
===Erste urkundliche Erwähnung Unkens===
 
===Erste urkundliche Erwähnung Unkens===
Zeile 41: Zeile 41:  
[[Bonifatius]] gründet [[739]] das [[Bistum Salzburg]]. Die Äbte des Klosters St. Peter sind auch Bischöfe der Diözese. Unter Bischof [[Arn]] wird [[798]] Salzburg zur [[Erzdiözese]] erhoben.  
 
[[Bonifatius]] gründet [[739]] das [[Bistum Salzburg]]. Die Äbte des Klosters St. Peter sind auch Bischöfe der Diözese. Unter Bischof [[Arn]] wird [[798]] Salzburg zur [[Erzdiözese]] erhoben.  
   −
[[Erzbischof]] [[Friedrich I.]] trennt [[987]] das Kloster St. Peter von der Kirche Salzburg. Von den gemeinschaftlich genutzten Gütern bleibt dem Kloster ein bescheidener Anteil u. a. zwei Salzpfannen in [[Bad Reichenhall|Reichenhall]]. Der Großteil der Schenkungen der Herzöge, wie die Wälder im Saalachtal, werden Eigentum der Kirche Salzburg, (des Erzstifts Salzburg?).
+
[[Erzbischof]] [[Friedrich I.]] trennt [[987]] das Kloster St. Peter von der Kirche Salzburg. Von den gemeinschaftlich genutzten Gütern bleibt dem Kloster ein bescheidener Anteil u. a. zwei Salzpfannen in [[Bad Reichenhall|Reichenhall]]. Der Großteil der Schenkungen der Herzöge, wie die Wälder im Saalachtal, werden Eigentum der Kirche Salzburg, (des Benediktinerstifts Salzburg?).
    
=== Hochmittlealter ===
 
=== Hochmittlealter ===
Zeile 99: Zeile 99:     
====17. Jahrhundert====
 
====17. Jahrhundert====
Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] sichert der Landesherr Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] die Grenzen des Erzstifts auch in Unken. Er baut von [[1643]] bis [[1648]] beim Kniepass eine [[Festung Kniepass|Festungsanlage]] und Jahre zuvor ein Straßentor beim [[Steinpass]]. Die Schweden stoßen nicht über München nach Salzburg bzw. nach Unken vor.
+
Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] sichert der Landesherr Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] die Grenzen des Benediktinerstifts auch in Unken. Er baut von [[1643]] bis [[1648]] beim Kniepass eine [[Festung Kniepass|Festungsanlage]] und Jahre zuvor ein Straßentor beim [[Steinpass]]. Die Schweden stoßen nicht über München nach Salzburg bzw. nach Unken vor.
    
===18. Jahrhundert===
 
===18. Jahrhundert===
Zeile 114: Zeile 114:  
Die Wälder im Unkental und Reith sind nicht mehr in bayerischem Besitz. Nahezu zwei Jahrzehnte wird kein Holz nach Reichenhall getriftet. Bayern will nachhaltig wieder in den Besitz der Wälder gelangen. [[1821]] wird der Tausch der Zechen Gföll, Unkenberg, Boden und Niederland gegen Gebiete westlich vom [[Untersberg]] angestrebt. Letztlich kommt es [[1829]] zum Abschluss der [[Salinenkonvention]]. 18&nbsp;000 ha Wald im Saalachtal auf k.u.k. österreichischem Gebiet gelangen in das Eigentum des Königreichs Bayern.
 
Die Wälder im Unkental und Reith sind nicht mehr in bayerischem Besitz. Nahezu zwei Jahrzehnte wird kein Holz nach Reichenhall getriftet. Bayern will nachhaltig wieder in den Besitz der Wälder gelangen. [[1821]] wird der Tausch der Zechen Gföll, Unkenberg, Boden und Niederland gegen Gebiete westlich vom [[Untersberg]] angestrebt. Letztlich kommt es [[1829]] zum Abschluss der [[Salinenkonvention]]. 18&nbsp;000 ha Wald im Saalachtal auf k.u.k. österreichischem Gebiet gelangen in das Eigentum des Königreichs Bayern.
   −
Im Revolutionsjahr [[1848]] wird Salzburg als Herzogtum ein eigenes [[Kaiserliches Kronland (Überblick)|Kronland]]. Die Zechen Boden, Niederland, Unkenberg, Gföll und Reith werden zur Ortsgemeinde Unken zusammengefasst, die [[1861]] die Gemeindeautonomie erhält. Schon zuvor, [[1830]] bilden Zechen die Katastralgemeinden Unken, Gföll und Reith. Mit dem Staatsgrundgesetz [[1867]] findet die Verwaltungsreform ihren Abschluss. Verwaltungseinheiten sind: die Ortsteile (früher Zechen), die Katastralgemeinden, die Ortsgemeinde (zum Teil mit Autonomie), der Gerichtsbezirk ([[Saalfelden]]), der polit. Bezirk ([[Zell am See]]) und das Kronland Salzburg (mit z. T. eigener Gesetzgebung (heute [[Landtag]]) und eigener Verwaltung (heute [[Landesregierung]]). Das [[Pflegegericht]] (Lofer)und die Zechen (s. o.) waren Verwaltungseinheiten des Erzstifts Salzburg und kurzzeitig des Kronlandes Salzburg.
+
Im Revolutionsjahr [[1848]] wird Salzburg als Herzogtum ein eigenes [[Kaiserliches Kronland (Überblick)|Kronland]]. Die Zechen Boden, Niederland, Unkenberg, Gföll und Reith werden zur Ortsgemeinde Unken zusammengefasst, die [[1861]] die Gemeindeautonomie erhält. Schon zuvor, [[1830]] bilden Zechen die Katastralgemeinden Unken, Gföll und Reith. Mit dem Staatsgrundgesetz [[1867]] findet die Verwaltungsreform ihren Abschluss. Verwaltungseinheiten sind: die Ortsteile (früher Zechen), die Katastralgemeinden, die Ortsgemeinde (zum Teil mit Autonomie), der Gerichtsbezirk ([[Saalfelden]]), der polit. Bezirk ([[Zell am See]]) und das Kronland Salzburg (mit z. T. eigener Gesetzgebung (heute [[Landtag]]) und eigener Verwaltung (heute [[Landesregierung]]). Das [[Pflegegericht]] (Lofer)und die Zechen (s. o.) waren Verwaltungseinheiten des Benediktinerstifts Salzburg und kurzzeitig des Kronlandes Salzburg.
    
===Der Regenschirm der Kaiserin===
 
===Der Regenschirm der Kaiserin===