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== Die Kirche zum hl. Hippolyt==
 
== Die Kirche zum hl. Hippolyt==
[[Datei:St. Hippolyth7.jpg|thumb|Teilansicht der Krypta von St. Hippolyth]]
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[[Datei:St. Hippolyth7.jpg|thumb|Teilansicht der Krypta von St. Hippolyt]]
 
Die heutige [[Stadtpfarrkirche St. Hippolyth]] mit einer historisch interessanten [[Krypta]] reicht in ihren Wurzeln möglicherweise bis in die Gründerzeit der Cella zurück, eine neben dem Eingang zur Sakristei eingemauerte antike Kopfskulptur sowie andere Bauteile aus der Römerzeit (Spolien) könnten möglicherweise sogar als Hinweise auf eine vorchristliche Kultstätte gedeutet werden. Auch die alte Propstei am Stadtplatz (heute [[Bankhaus Carl Spängler & Co. AG]]) und Kellergewölbe in der Kirchgasse weisen ein hohes Alter auf. Neben der  (vermutlich adeligen Eigen-) Kirche zum hl. Hippolyt stand früher die Volks- und Wallfahrtskirche Maria im Wald (Maria Walt), sie musste [[1770]] nach einem verheerenden Brand im Ortszentrum abgerissen werden. Auch die Hippolytkirche wurde arg in Mitleidenschaft gezogen, nach den Wünschen der Einwohner hätte sie durch einen Neubau ersetzt werden sollen.
 
Die heutige [[Stadtpfarrkirche St. Hippolyth]] mit einer historisch interessanten [[Krypta]] reicht in ihren Wurzeln möglicherweise bis in die Gründerzeit der Cella zurück, eine neben dem Eingang zur Sakristei eingemauerte antike Kopfskulptur sowie andere Bauteile aus der Römerzeit (Spolien) könnten möglicherweise sogar als Hinweise auf eine vorchristliche Kultstätte gedeutet werden. Auch die alte Propstei am Stadtplatz (heute [[Bankhaus Carl Spängler & Co. AG]]) und Kellergewölbe in der Kirchgasse weisen ein hohes Alter auf. Neben der  (vermutlich adeligen Eigen-) Kirche zum hl. Hippolyt stand früher die Volks- und Wallfahrtskirche Maria im Wald (Maria Walt), sie musste [[1770]] nach einem verheerenden Brand im Ortszentrum abgerissen werden. Auch die Hippolytkirche wurde arg in Mitleidenschaft gezogen, nach den Wünschen der Einwohner hätte sie durch einen Neubau ersetzt werden sollen.
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Ein jähes Ende des allgemeinen Aufschwungs brachte der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]]. In Zell am See mussten 270 Männer einrücken, 62 kehrten nicht mehr von den zahlreichen Fronten zurück. Im Hinterland machten sich die Kriegsjahre außer durch die Todesnachrichten von den Schauplätzen des Krieges hauptsächlich durch die drastische Verknappung und die dadurch notwendige Rationierung der Lebensmittel bemerkbar. Erschwerend für die Ernährungssituation war auch, dass schon bald nach Kriegsbeginn die [[Reich#k._k.|k. k.]] Militärbehörde die Unterbringung Verwundeter in Zell am See angeordnet hatte. Auch die Schaffung eines TBC-Heimes − bei gleichzeitiger Beibehaltung des Rufes als Kurort − erforderten vom damaligen Bürgermeister Mag. pharm. [[Josef Wisgrill]] einen hohen persönlichen Einsatz. So war es nicht verwunderlich, dass Wisgrill unmittelbar nach Kriegsende das Bürgermeisteramt an den bei Bürgermusik und Feuerwehr verdienten „ersten Gemeinderat“, [[Anton Gaßner]] ([[DNSAP|Deutsche Arbeiterpartei > DAP]]),  abgab.
 
Ein jähes Ende des allgemeinen Aufschwungs brachte der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]]. In Zell am See mussten 270 Männer einrücken, 62 kehrten nicht mehr von den zahlreichen Fronten zurück. Im Hinterland machten sich die Kriegsjahre außer durch die Todesnachrichten von den Schauplätzen des Krieges hauptsächlich durch die drastische Verknappung und die dadurch notwendige Rationierung der Lebensmittel bemerkbar. Erschwerend für die Ernährungssituation war auch, dass schon bald nach Kriegsbeginn die [[Reich#k._k.|k. k.]] Militärbehörde die Unterbringung Verwundeter in Zell am See angeordnet hatte. Auch die Schaffung eines TBC-Heimes − bei gleichzeitiger Beibehaltung des Rufes als Kurort − erforderten vom damaligen Bürgermeister Mag. pharm. [[Josef Wisgrill]] einen hohen persönlichen Einsatz. So war es nicht verwunderlich, dass Wisgrill unmittelbar nach Kriegsende das Bürgermeisteramt an den bei Bürgermusik und Feuerwehr verdienten „ersten Gemeinderat“, [[Anton Gaßner]] ([[DNSAP|Deutsche Arbeiterpartei > DAP]]),  abgab.
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==Die Zwischenkriegszeit==
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== Die Zwischenkriegszeit ==
 
Ihm folgte von [[1919]] bis [[1922]] [[Anton Werber]] von den Sozialdemokraten, er wurde krankheitsbedingt von August [[1920]] bis September [[1921]] von dem bürgerlichen [[Vizebürgermeister]] [[Leo Gastgeber]] vertreten. Nach dem Wahlgang des Jahres [[1922]], der wiederum den Sozialdemokraten die Stimmenmehrheit gebracht hatte,  einigte man sich im bürgerlichen und nationalen Lager auf einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten, den Nationalen [[Josef Ernst]]. Sicher auch beeinflusst durch die deutschen und deutschösterreichischen Pioniere des Fremdenverkehrs war in politischer Hinsicht in Zell am See eine „deutsch“-nationale Einstellung weit verbreitet. So hatte sich nach dem Ersten Weltkrieg eine starke Gruppe der sog. [[NSDAP|Hitlerbewegung]] (DAP, später in Österreich [[DNSAP]]) etabliert, der auch der Zeller Bürgermeister [[Josef Ernst]] angehörte. 1925 kandidierte in Zell eine „Einheitsliste der wirtschaftlich vereinigten [[CS|christlichsozialen]], [[GDVP|großdeutschen]] und nationalsozialistischen Parteien in Zell am See“.<ref>Wahlliste; Bezirksarchiv Pinzgau, Zell am See</ref> Listenführer war Dr. [[Ludwig Margreiter]], ihm folgte an zweiter Stelle und als Bürgermeisterkandidat [[Josef Ernst]].
 
Ihm folgte von [[1919]] bis [[1922]] [[Anton Werber]] von den Sozialdemokraten, er wurde krankheitsbedingt von August [[1920]] bis September [[1921]] von dem bürgerlichen [[Vizebürgermeister]] [[Leo Gastgeber]] vertreten. Nach dem Wahlgang des Jahres [[1922]], der wiederum den Sozialdemokraten die Stimmenmehrheit gebracht hatte,  einigte man sich im bürgerlichen und nationalen Lager auf einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten, den Nationalen [[Josef Ernst]]. Sicher auch beeinflusst durch die deutschen und deutschösterreichischen Pioniere des Fremdenverkehrs war in politischer Hinsicht in Zell am See eine „deutsch“-nationale Einstellung weit verbreitet. So hatte sich nach dem Ersten Weltkrieg eine starke Gruppe der sog. [[NSDAP|Hitlerbewegung]] (DAP, später in Österreich [[DNSAP]]) etabliert, der auch der Zeller Bürgermeister [[Josef Ernst]] angehörte. 1925 kandidierte in Zell eine „Einheitsliste der wirtschaftlich vereinigten [[CS|christlichsozialen]], [[GDVP|großdeutschen]] und nationalsozialistischen Parteien in Zell am See“.<ref>Wahlliste; Bezirksarchiv Pinzgau, Zell am See</ref> Listenführer war Dr. [[Ludwig Margreiter]], ihm folgte an zweiter Stelle und als Bürgermeisterkandidat [[Josef Ernst]].
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In der nun zweiten Amtsperiode von Anton Werber (April [[1931]] bis Mai [[1933]]) eskalierte indes die seit Jahren angespannte Situation. Die Zeller Gemeindevertretung schaltete sich – vergleichbar mit den Vorgängen im Parlament in Wien – ebenso gleichsam selbst aus. Nach einem Misstrauensvotum gegen Werber entstand ein Zustand „ex lege“, mit [[Bezirkshauptmann]] Dr. [[Rudolf Hanifle]] musste von der [[Landesregierung]] ein Regierungskommissär anstelle eines gewählten Bürgermeisters mit der Führung der Amtsgeschäfte beauftragt werden. Hanifle übergab im Dezember 1933 diese Aufgabe an Regierungsrat [[Leo Weißengruber]], der diese Funktion bis Juni [[1934]] ausübte. Noch zwei weitere Jahre blieb Zell unter Aufsicht des Landes, Kommissär war Dr. [[Adalbert Mueller]]. Zell war in den beginnenden [[1930er]] Jahren zur notleidendsten Gemeinde des ganzen Landes geworden, zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung mussten 1933 sogar Militäreinheiten angefordert und stationiert werden. Erst im Mai [[1936]] konstituierte sich wieder eine Gemeindevertretung, der über den einzelnen Lagern stehende Gastwirt [[Sebastian Hörl]] nahm 1936 nach langem Zögern das Amt an. Mit ihm stand nun – für zwei Jahre - wieder ein (von der [[Gemeindevertretung]]) gewählter Bürgermeister an der Spitze der Stadt.
 
In der nun zweiten Amtsperiode von Anton Werber (April [[1931]] bis Mai [[1933]]) eskalierte indes die seit Jahren angespannte Situation. Die Zeller Gemeindevertretung schaltete sich – vergleichbar mit den Vorgängen im Parlament in Wien – ebenso gleichsam selbst aus. Nach einem Misstrauensvotum gegen Werber entstand ein Zustand „ex lege“, mit [[Bezirkshauptmann]] Dr. [[Rudolf Hanifle]] musste von der [[Landesregierung]] ein Regierungskommissär anstelle eines gewählten Bürgermeisters mit der Führung der Amtsgeschäfte beauftragt werden. Hanifle übergab im Dezember 1933 diese Aufgabe an Regierungsrat [[Leo Weißengruber]], der diese Funktion bis Juni [[1934]] ausübte. Noch zwei weitere Jahre blieb Zell unter Aufsicht des Landes, Kommissär war Dr. [[Adalbert Mueller]]. Zell war in den beginnenden [[1930er]] Jahren zur notleidendsten Gemeinde des ganzen Landes geworden, zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung mussten 1933 sogar Militäreinheiten angefordert und stationiert werden. Erst im Mai [[1936]] konstituierte sich wieder eine Gemeindevertretung, der über den einzelnen Lagern stehende Gastwirt [[Sebastian Hörl]] nahm 1936 nach langem Zögern das Amt an. Mit ihm stand nun – für zwei Jahre - wieder ein (von der [[Gemeindevertretung]]) gewählter Bürgermeister an der Spitze der Stadt.
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==1938 bis 1945==  
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== 1938 bis 1945 ==  
 
Sebastian Hörl wurde beim [[Anschluss]] Österreichs an das Deutsche Reich im März [[1938]] abgesetzt, interimistisch übernahm Dr. [[Georg Lippert]] ([[NSDAP]]) die Amtsgeschäfte. Von [[1939]] bis [[1945]] führte der zum Amtsbürgermeister bestellte Nationalsozialist Ing. [[Erich Janik]] die Geschäfte der Bergstadt, seine Amtsführung und seine Persönlichkeit werden von Zeitzeugen bis heute sehr unterschiedlich bewertet. Nach Aussagen von Zeitzeugen soll er korrekt gewesen sein und auch Zellern bei Vorwürfen oder Verfolgungen geholfen haben, dennoch war er Mitwisser hinsichtlich aller Verbrechen (unter vielen anderen das Todesurteil gegen [[Andreas Kronewitter]]<ref>Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) E 18.574</ref> wegen Wehrkraftzersetzung) und somit auch Mittäter wie alle anderen überzeugten Nationalsozialisten in Parteiämtern auch.
 
Sebastian Hörl wurde beim [[Anschluss]] Österreichs an das Deutsche Reich im März [[1938]] abgesetzt, interimistisch übernahm Dr. [[Georg Lippert]] ([[NSDAP]]) die Amtsgeschäfte. Von [[1939]] bis [[1945]] führte der zum Amtsbürgermeister bestellte Nationalsozialist Ing. [[Erich Janik]] die Geschäfte der Bergstadt, seine Amtsführung und seine Persönlichkeit werden von Zeitzeugen bis heute sehr unterschiedlich bewertet. Nach Aussagen von Zeitzeugen soll er korrekt gewesen sein und auch Zellern bei Vorwürfen oder Verfolgungen geholfen haben, dennoch war er Mitwisser hinsichtlich aller Verbrechen (unter vielen anderen das Todesurteil gegen [[Andreas Kronewitter]]<ref>Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) E 18.574</ref> wegen Wehrkraftzersetzung) und somit auch Mittäter wie alle anderen überzeugten Nationalsozialisten in Parteiämtern auch.
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Die von führenden Nationalsozialisten propagierte Alpenfestung war zwar ein Trugbild, dennoch befanden sich gegen Ende des Krieges Führungsstäbe der Wehrmacht und das Oberkommando der Luftwaffe (OKL) in Zell am See und Thumersbach. Ganz allgemein erlebte die Stadt in der Kriegszeit und in den ersten Monaten danach die größte Invasion ihrer Geschichte. Waren schon seit [[1942]] [[Südtiroler]] (Optanten) und Reichsdeutsche in der „Neuen Heimat“ angesiedelt worden, so kamen in  den letzten Kriegsmonaten tausende Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten in  Deutschland und Ostösterreich hinzu. In den Hotels und Gasthöfen mussten vielfach Lazarette eingerichtet werden, die Zahl der zivilen Bewohner stieg auf über 11&nbsp;000 an.
 
Die von führenden Nationalsozialisten propagierte Alpenfestung war zwar ein Trugbild, dennoch befanden sich gegen Ende des Krieges Führungsstäbe der Wehrmacht und das Oberkommando der Luftwaffe (OKL) in Zell am See und Thumersbach. Ganz allgemein erlebte die Stadt in der Kriegszeit und in den ersten Monaten danach die größte Invasion ihrer Geschichte. Waren schon seit [[1942]] [[Südtiroler]] (Optanten) und Reichsdeutsche in der „Neuen Heimat“ angesiedelt worden, so kamen in  den letzten Kriegsmonaten tausende Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten in  Deutschland und Ostösterreich hinzu. In den Hotels und Gasthöfen mussten vielfach Lazarette eingerichtet werden, die Zahl der zivilen Bewohner stieg auf über 11&nbsp;000 an.
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==Kriegsende und  Nachkriegszeit==
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== Kriegsende und  Nachkriegszeit ==
 
Die ersten [[USA|amerikanischen]] Soldaten in Zell am See waren die Fallschirmjäger der 101. US-Luftlandedivision ([[101st Airborne Division]]), die der 7. Armee unterstellt waren, sie rückten am [[8. Mai]] [[1945]] in Zell am See ein. Wenig später übernahm die „[[Rainbow Division]]“ (42nd Infantry) die Verwaltung, Entnazifizierung und Demokratisierung der befreiten Gebiete im Pinzgau. Bald gelang es den amerikanischen Befehlshabern in Zusammenarbeit mit den Vertretern der Stadtgemeinde (Dr. [[Erich Schandlbauer]], Dr. [[Roland Weinlich]], [[Erwin Prodinger I.|Erwin Prodinger]], [[Josef Grani (senior)]]), den weit verbreiteten Mangel an Nahrungsmitteln und anderen Gütern des alltäglichen Bedarfs zu lindern. Bemerkenswert ist auch, dass es damals im Grand Hotel (mit Außenstellen auch beim Metzgerwirt) in Zell am See eine amerikanische Universität (die [[Rainbow University]]) gab.
 
Die ersten [[USA|amerikanischen]] Soldaten in Zell am See waren die Fallschirmjäger der 101. US-Luftlandedivision ([[101st Airborne Division]]), die der 7. Armee unterstellt waren, sie rückten am [[8. Mai]] [[1945]] in Zell am See ein. Wenig später übernahm die „[[Rainbow Division]]“ (42nd Infantry) die Verwaltung, Entnazifizierung und Demokratisierung der befreiten Gebiete im Pinzgau. Bald gelang es den amerikanischen Befehlshabern in Zusammenarbeit mit den Vertretern der Stadtgemeinde (Dr. [[Erich Schandlbauer]], Dr. [[Roland Weinlich]], [[Erwin Prodinger I.|Erwin Prodinger]], [[Josef Grani (senior)]]), den weit verbreiteten Mangel an Nahrungsmitteln und anderen Gütern des alltäglichen Bedarfs zu lindern. Bemerkenswert ist auch, dass es damals im Grand Hotel (mit Außenstellen auch beim Metzgerwirt) in Zell am See eine amerikanische Universität (die [[Rainbow University]]) gab.
    
Die Amtszeit von Bürgermeister [[Erwin Prodinger I.|Erwin Prodinger]] und Vizebürgermeister [[Josef Grani (senior)]] erwies sich Anfang [[1946]] mehr als schwierig, denn umfangreiche Aufräum- und Restaurierungsarbeiten standen an. Bald wurde aber alles wiederhergestellt, die Infrastruktur auf der Schmittenhöhe durch neue Lifte und großzügigere Skiabfahrten kontinuierlich verbessert, auch die Schifffahrt konnte durch den Ankauf des Bootes „Libelle“ gefördert werden. Daran schlossen sich kommunale Werke, der Aufbau der Volksschule, die Adaptierung und Einrichtung des [[Krankenhaus Zell am See|Krankenhauses]] und anderes mehr an. Durch die steigende Konjunktur und den stetig wachsenden Fremdenverkehr rückte Zell am See in kurzer Zeit wieder in die erste Reihe der Salzburger Fremdenorte auf. Auffallend ist, dass dem [[Winterfremdenverkehr]] in den „[[1950er|Fünfziger]]n“ und „[[1960er|Sechziger]]n“ des [[20. Jahrhundert]]s nun immer mehr Bedeutung zukam, der [[Ski alpin|Skilauf]] fand zunehmend Anhänger.
 
Die Amtszeit von Bürgermeister [[Erwin Prodinger I.|Erwin Prodinger]] und Vizebürgermeister [[Josef Grani (senior)]] erwies sich Anfang [[1946]] mehr als schwierig, denn umfangreiche Aufräum- und Restaurierungsarbeiten standen an. Bald wurde aber alles wiederhergestellt, die Infrastruktur auf der Schmittenhöhe durch neue Lifte und großzügigere Skiabfahrten kontinuierlich verbessert, auch die Schifffahrt konnte durch den Ankauf des Bootes „Libelle“ gefördert werden. Daran schlossen sich kommunale Werke, der Aufbau der Volksschule, die Adaptierung und Einrichtung des [[Krankenhaus Zell am See|Krankenhauses]] und anderes mehr an. Durch die steigende Konjunktur und den stetig wachsenden Fremdenverkehr rückte Zell am See in kurzer Zeit wieder in die erste Reihe der Salzburger Fremdenorte auf. Auffallend ist, dass dem [[Winterfremdenverkehr]] in den „[[1950er|Fünfziger]]n“ und „[[1960er|Sechziger]]n“ des [[20. Jahrhundert]]s nun immer mehr Bedeutung zukam, der [[Ski alpin|Skilauf]] fand zunehmend Anhänger.
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==Aufschwung bis zur Gegenwart==
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== Aufschwung bis zur Gegenwart ==
 
[[1955]] wurde [[Richard Glantschnigg]] zum Bürgermeister gewählt, auf ihn folgte von [[1959]] bis [[1969]] Dr.[[Ernst Höfer]]. In seiner Amtszeit konnten zahlreiche kommunale (Groß-)Projekte verwirklicht werden. Besonders wertvoll für die Stadtverwaltung erwies sich der Ankauf von [[Schloss Rosenberg]], der Gewerkenbau wurde generalsaniert und in der Folge als Rathaus adaptiert.
 
[[1955]] wurde [[Richard Glantschnigg]] zum Bürgermeister gewählt, auf ihn folgte von [[1959]] bis [[1969]] Dr.[[Ernst Höfer]]. In seiner Amtszeit konnten zahlreiche kommunale (Groß-)Projekte verwirklicht werden. Besonders wertvoll für die Stadtverwaltung erwies sich der Ankauf von [[Schloss Rosenberg]], der Gewerkenbau wurde generalsaniert und in der Folge als Rathaus adaptiert.
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Im [[21. Jahrhundert]] ist das „Vorwärts ohne Murren“, mit dem der Fremdenverkehrspionier [[Rudolf Riemann]] seine Zeitgenossen noch vor 150 Jahren wachrütteln musste, einem zuversichtlichen „Vorwärts in die Zukunft“ gewichen.
 
Im [[21. Jahrhundert]] ist das „Vorwärts ohne Murren“, mit dem der Fremdenverkehrspionier [[Rudolf Riemann]] seine Zeitgenossen noch vor 150 Jahren wachrütteln musste, einem zuversichtlichen „Vorwärts in die Zukunft“ gewichen.
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==Quelle==
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== Quelle ==
 
* [[Rainer Hochhold|Hochhold, Rainer]]: '' Cella in Bisontio – Zell im Pinzgau – Zell am See. Eine historische Zeitreise'', Zell am See  2013, 448 Seiten. ISBN: 978-3-200-03385-6
 
* [[Rainer Hochhold|Hochhold, Rainer]]: '' Cella in Bisontio – Zell im Pinzgau – Zell am See. Eine historische Zeitreise'', Zell am See  2013, 448 Seiten. ISBN: 978-3-200-03385-6
 
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==== Einzelnachweise ====
====Einzelnachweise====
   
<references/>
 
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