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| − | [[1368]] ließ Pilgrim das [[Salzburger Stadtrecht]] neu fassen und engte darin als autokratischer Fürst die Stadtrechte stark ein. Dies war später der Anlass, das sich 1403 Adel und Stadtbürger, ein Schutzbündnis gegen die jeweiligen erzbischöflichen Landesherrn schlossen, den "[[Igelbund]]". | + | [[1368]] ließ Pilgrim das [[Salzburger Stadtrecht]] neu fassen und engte darin als autokratischer Fürst die Stadtrechte stark ein. Dies war später der Anlass, das sich [[1403]] Adel und Stadtbürger, ein Schutzbündnis gegen die jeweiligen erzbischöflichen Landesherrn schlossen, den "[[Igelbund]]". |
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| | In den Kämpfen zwischen Österreich und dem [[Herzogtum Bayern]] um den Besitz von [[Tirol]] blieb er neutral. Er weigerte sich auch, die [[Alpenübergänge]] nach Venedig im Krieg der [[Habsburger]] gegen die [[Venedig|Serenissima]] zu sperren, da diese für den Salzburger [[Handel (historisch)|Handel]] von großer Bedeutung waren. | | In den Kämpfen zwischen Österreich und dem [[Herzogtum Bayern]] um den Besitz von [[Tirol]] blieb er neutral. Er weigerte sich auch, die [[Alpenübergänge]] nach Venedig im Krieg der [[Habsburger]] gegen die [[Venedig|Serenissima]] zu sperren, da diese für den Salzburger [[Handel (historisch)|Handel]] von großer Bedeutung waren. |
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| − | [[1371]] besetzte er in einer militärischen Aktion [[Berchtesgaden]], geriet aber selbst durch einen Hinterhalt am [[27. November]] [[1387]] in [[Raitenhaslach]] in die Gefangenschaft der bayerischen Herzöge. Er wurde durch eine gemeinsame Aktion des [[Domkapitel]]s und der [[Hohe Salzburger Landschaft|Hohen Salzburger Landschaft]] um 30.000 [[Gulden]] und den Verzicht auf die Burgen [[Schloss Itter|Pilgrim]] und [[Burgruine Kropfsberg|Kropfsberg]] im [[Inntal]] (beide im heutigen [[Nordtirol]]) freigekauft. | + | [[1371]] besetzte er in einer militärischen Aktion [[Berchtesgaden]], geriet aber selbst durch einen Hinterhalt am [[27. November]] [[1387]] in [[Raitenhaslach]] in die Gefangenschaft der bayerischen Herzöge. Er wurde durch eine gemeinsame Aktion des [[Domkapitel]]s und der [[Hohe Salzburger Landschaft|Hohen Salzburger Landschaft]] um 30.000 [[Gulden]] und den Verzicht auf die Burgen [[Schloss Itter|Pilgrim]] und [[Burgruine Kropfsberg|Kropfsberg]] im [[Inn]]tal (beide im heutigen [[Nordtirol]]) freigekauft. |
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| | [[1377]] ging das [[Brixental]] durch Verpfändung an [[Friedrich (Chiemsee)|Friedrich]], [[Bischof von Chiemsee]]. Dieser verkaufte den ihm verpfändeten Besitz für 18.000 ungarische Gulden [[1380]] vorbehaltlich eines Rückkaufes an Pilgrim und [[1385]] gegen eine Summe von weiteren 8.000 ungarischen Gulden für immer an den [[Erzbischof von Salzburg]]. | | [[1377]] ging das [[Brixental]] durch Verpfändung an [[Friedrich (Chiemsee)|Friedrich]], [[Bischof von Chiemsee]]. Dieser verkaufte den ihm verpfändeten Besitz für 18.000 ungarische Gulden [[1380]] vorbehaltlich eines Rückkaufes an Pilgrim und [[1385]] gegen eine Summe von weiteren 8.000 ungarischen Gulden für immer an den [[Erzbischof von Salzburg]]. |
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| | Am [[16. Juni]] [[1393]] wurde durch Papst Bonifaz IX. die [[Fürstpropstei Berchtesgaden]] der erzbischöflichen Mensa zur Versorgung der Hofhaltung einverleibt, was allerdings nur bis [[1407]] aufrecht blieb. | | Am [[16. Juni]] [[1393]] wurde durch Papst Bonifaz IX. die [[Fürstpropstei Berchtesgaden]] der erzbischöflichen Mensa zur Versorgung der Hofhaltung einverleibt, was allerdings nur bis [[1407]] aufrecht blieb. |
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| − | Pilgrim war der erste Fürsterzbischof, der in Salzburg einen glänzenden [[Salzburger Fürstenhof|Hofstaat]] gründete und Salzburg mitteleuropaweit zu einem Mittelpunkt höfischer Kunst und Kultur machte. [[1393]] gründete er mit der [[Salzburger Cantorey]] ein Ensemble, das mit der Pflege der mehrstimmigen Kirchenmusik betraut war und aus dem der heute existente [[Salzburger Domchor]] hervorging. Er holte auch den größte Lyriker seiner Zeit, den [[Mönch von Salzburg]] an seinen Hof nach Salzburg. In früheren Jahren war vermutet worden, dass er der sagenumwobene Mönch von Salzburg gewesen sein könnte, was aber kaum glaubhaft ist. Ein Kunstwerk von besonderem Rang ist sein Thronsiegel, dessen Ausstattung bisher einzigartig war und das später Vorbild für zahlreiche Siegel nachfolgender Fürsterzbischöfe wurde. | + | Pilgrim war der erste Fürsterzbischof, der in Salzburg einen glänzenden [[Salzburger Fürstenhof|Hofstaat]] gründete und Salzburg mitteleuropaweit zu einem Mittelpunkt höfischer Kunst und Kultur machte. [[1393]] gründete er mit der [[„Salzburger Hofmusik|Salzburger Cantorey]] ein Ensemble, das mit der Pflege der mehrstimmigen Kirchenmusik betraut war und aus dem der heute existente [[Salzburger Domchor]] hervorging. Er holte auch den größte Lyriker seiner Zeit, den [[Mönch von Salzburg]] an seinen Hof nach Salzburg. In früheren Jahren war vermutet worden, dass er der sagenumwobene Mönch von Salzburg gewesen sein könnte, was aber kaum glaubhaft ist. Ein Kunstwerk von besonderem Rang ist sein Thronsiegel, dessen Ausstattung bisher einzigartig war und das später Vorbild für zahlreiche Siegel nachfolgender Fürsterzbischöfe wurde. |
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| | Pilgrim II. war es auch, der gleichsam die ersten Schritte zur ''Verstaatlichung'' des [[Silbererzbergbau|Silber-]], [[Goldbergbau|Gold-]], [[Salzbergbau]]s und der [[Salzachschifffahrt]] einleitete. Er ließ den ersten [[Gulden|Goldgulden]] Salzburgs in der [[Salzburger Münze]] prägen. | | Pilgrim II. war es auch, der gleichsam die ersten Schritte zur ''Verstaatlichung'' des [[Silbererzbergbau|Silber-]], [[Goldbergbau|Gold-]], [[Salzbergbau]]s und der [[Salzachschifffahrt]] einleitete. Er ließ den ersten [[Gulden|Goldgulden]] Salzburgs in der [[Salzburger Münze]] prägen. |
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| − | ==Quellen und Literatur== | + | ==Quellen == |
| | * [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]: ''Geschichte Salzburgs.'' München, Wien 1998, S. 38. | | * [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]: ''Geschichte Salzburgs.'' München, Wien 1998, S. 38. |
| − | * [[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]]/ [[Robert Hoffmann (Historiker)|Hoffmann, Robert]]: ''Salzburg, die Geschichte einer Stadt''. 2. Aufl. Salzburg-Wien-München 2008, S. 178f.,181f.,183f, 185ff.,191, 245. | + | * [[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]]; [[Robert Hoffmann (Historiker)|Hoffmann, Robert]]: ''[[Salzburg, die Geschichte einer Stadt]]''. 2. Aufl. Salzburg-Wien-München 2008, S. 178f.,181f.,183f, 185ff.,191, 245. |
| | {{Quelle Kulturlexikon}} | | {{Quelle Kulturlexikon}} |
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