Änderungen

Klausegg ist nicht der östlichste Punkt Salzburgs (der ist südlich des Gstoder), die Burg steht nur am östlichsten Grenzübergang
Zeile 6: Zeile 6:     
==Lage==
 
==Lage==
Die Ruine der Höhenburg befindet sich unweit der Grenze der Bundesländer Salzburg und Steiermark in Seetal am steilen Nordabhang des Gstoder in ca. 1 280 [[M ü. A.|m Seehöhe]] etwa 70 Höhenmeter über der Talsohle des Seetals. Die Grenzbefestigung ist der östlichste Punkt des Bundeslandes Salzburg dar.
+
Die Ruine der Höhenburg befindet sich unweit der Grenze der Bundesländer Salzburg und Steiermark in Seetal am steilen Nordabhang des [[Gstoder]] in ca. 1 280 [[M ü. A.|m Seehöhe]] etwa 70 Höhenmeter über der Talsohle des Seetals. Klausegg befestigte den östlichsten Grenzübergang des Bundeslandes Salzburg.
    
==Geschichte==
 
==Geschichte==
Über den Bau der Burg ist nichts bekannt, die Entstehung ist im Zeitraum [[1000]] bis [[1200]] anzunehmen. Der Bau der Burg selbst dürfte im [[13. Jahrhundert]] stattgefunden haben. Das Seetal, wie auch in [[Ramingstein]] und am [[Mandlingpass]], wurden mit einer Talsperre befestigt. Die über vier Meter hohe Mauer mit Wehrgängen sperrte das gesamte Tal über ca. 400 m Länge an der Klause ab und verband die Burg mit dem Klausentor, wo die Durchreise kontrolliert wurde und Zölle zu entrichten waren. Daneben steht das „Passhaus“ , das als Maut- und Wachhaus diente. Auf der Salzburger Seite des Tors konnten sich die Reisenden in einer Taverne stärken. Noch heute besteht diese Taverne als [[Gasthaus zur Klause]]. Das Gebäude ist das Heimathaus des Salzburger Erzbischofs [[Eduard Macheiner]].
+
Über den Bau der Burg ist nichts bekannt, die Entstehung ist im Zeitraum [[1000]] bis [[1200]] anzunehmen. Der Bau der Burg selbst dürfte im [[13. Jahrhundert]] stattgefunden haben. Das Seetal, wie auch in [[Ramingstein]] und am [[Mandlingpass]], wurden mit einer Talsperre befestigt. Die über vier Meter hohe Mauer mit Wehrgängen sperrte das gesamte Tal über ca. 400 m Länge an der Klause ab und verband die Burg mit dem Klausentor, wo die Durchreise kontrolliert wurde und Zölle zu entrichten waren. Daneben steht das „Passhaus“, das als Maut- und Wachhaus diente. Auf der Salzburger Seite des Tors konnten sich die Reisenden in einer Taverne stärken. Noch heute besteht diese Taverne als [[Gasthaus zur Klause]]. Das Gebäude ist das Heimathaus des Salzburger Erzbischofs [[Eduard Macheiner]].
    
Die zu Klausegg eingerichtete Pflege war mit militärischen Aufgaben betraut. Die [[Pfleger]] stammten aus bedeutenden Lungauer Adelsfamilien (z. B. Mooshaimer und Thannhauser). [[1354]] hatte etwa Wulfing der Mooshaimer dieses Amt inne. Besonders in den Ungarnkriegen Ende des [[15. Jahrhundert]]s kam es wiederholt zu militärischen Auseinandersetzungen an der Befestigungsanlage. Mit Ende des [[17. Jahrhundert]]s ist das Ende des Pflegeamts anzusetzen, es wurde mit der Hauptpflege in [[Moosham (Unternberg)|Moosham]] vereinigt. Mit Auflassung der Pflege verfielen die Burg und die Verteidigungsanlage. [[1999]] wurde die Ruine samt Grenzmauer restauriert. Die erhaltungswürdigen Mauerteile wurden versiegelt und mit einem Schutzdach versehen.  
 
Die zu Klausegg eingerichtete Pflege war mit militärischen Aufgaben betraut. Die [[Pfleger]] stammten aus bedeutenden Lungauer Adelsfamilien (z. B. Mooshaimer und Thannhauser). [[1354]] hatte etwa Wulfing der Mooshaimer dieses Amt inne. Besonders in den Ungarnkriegen Ende des [[15. Jahrhundert]]s kam es wiederholt zu militärischen Auseinandersetzungen an der Befestigungsanlage. Mit Ende des [[17. Jahrhundert]]s ist das Ende des Pflegeamts anzusetzen, es wurde mit der Hauptpflege in [[Moosham (Unternberg)|Moosham]] vereinigt. Mit Auflassung der Pflege verfielen die Burg und die Verteidigungsanlage. [[1999]] wurde die Ruine samt Grenzmauer restauriert. Die erhaltungswürdigen Mauerteile wurden versiegelt und mit einem Schutzdach versehen.