Im Jahr [[1972]] wurde ein markantes, alle Fahrbahnen überspannendes Brückengebäude errichtet. Darin nahmen die Beamten beider Staaten eine gemeinsame Personenabfertigung auf. Im Jahre [[1975]] fuhren knapp 23 Millionen Reisende in über sechs Millionen Fahrzeugen auf der Autobahn über den Walserberg. Das deutsche Zollamt an der Bundesstraße wurde [[1977]] als „Abfertigungsstelle Bundesstraße“ dem Autobahnzollamt angegliedert. Ab Mitte der [[1970er]]-Jahre gehörten auf Grund des sprunghaft angestiegenen Südost-Verkehrs kilometerlange Lkw-Staus auf der Autobahn zum alltäglichen Bild. Mit der Einführung der so genannten „E-Spur“ sollte [[1984]] für deutsche und österreichische Reisende ein erleichtertes Kontrollsystem geschaffen und damit die Wartezeiten an den Grenzen verkürzt werden. Durch das Mitführen einer grünen „E-Plakette“ hinter der Windschutzscheibe versicherten die Autoinsassen, dass sie die grenzpolizeilichen Vorschriften einhielten und nur Waren unter der Freigrenze mit sich führten. Der Missbrauch dieser Regelung durch viele Reisende führte dazu, dass auf der „E-Spur“ ebenso genau kontrolliert wurde, wie auf den anderen Spuren. Obwohl die „E-Spur“-Regelung offiziell bis 1995 galt, wurde sie schon bald nach ihrer Einführung nicht mehr angewandt. In den [[1990er]]-Jahren wurde der Walserberg von etlichen Organisationen als idealer Platz für Demonstrationen entdeckt. Tiertransporte, Lkw-Transit und Asylpolitik waren die häufigsten Themen dieser Aktionen, die oft zu kilometerlangen Staus führten.
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[[1971]] waren über den Walserberg nach Deutschland eingereist: 6,2 Millionen Menschen (unter ihnen viele Gastarbeiter oder Personen mit Wurzeln in südosteuropäischen Ländern), über zwei Millionen Pkw, 180 000 Lkw und 27 000 Reisebusse.
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Im Jahr [[1972]] wurde ein markantes, alle Fahrbahnen überspannendes Brückengebäude errichtet, das am [[16. August]] 1972 seiner Bestimmung übergeben wurde. Darin nahmen die Beamten beider Staaten eine gemeinsame Personenabfertigung auf. Mit einer Länge von fast 70 Metern spannte es sich über 14 Fahrspuren. Das Bauwerk kostete 30 Millionen [[Schilling]] (rund 2,18 Millionen Euro).<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=2tkHlIZ2yj3sLOX5zLTeGO5XkwdMw2S2xxruxQoe1Amdrvd13VpLTbuyjvXqfEzRpFEkE6kTdYmngeLlYvKXfapI20N87Jk21Xwk3I8xgZB4DJMJoZy%2Fv65npSgiQZ5U&id1=19720817_06&q=%2522Herta%2520Lonski%2522#slide6 www.sn.at], Archiv der [[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 17. August 1972, Seite 6</ref>
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Im Jahre [[1975]] fuhren knapp 23 Millionen Reisende in über sechs Millionen Fahrzeugen auf der Autobahn über den Walserberg. Das deutsche Zollamt an der Bundesstraße wurde [[1977]] als „Abfertigungsstelle Bundesstraße“ dem Autobahnzollamt angegliedert. Ab Mitte der [[1970er]]-Jahre gehörten auf Grund des sprunghaft angestiegenen Südost-Verkehrs kilometerlange Lkw-Staus auf der Autobahn zum alltäglichen Bild. Mit der Einführung der so genannten „E-Spur“ sollte [[1984]] für deutsche und österreichische Reisende ein erleichtertes Kontrollsystem geschaffen und damit die Wartezeiten an den Grenzen verkürzt werden. Durch das Mitführen einer grünen „E-Plakette“ hinter der Windschutzscheibe versicherten die Autoinsassen, dass sie die grenzpolizeilichen Vorschriften einhielten und nur Waren unter der Freigrenze mit sich führten. Der Missbrauch dieser Regelung durch viele Reisende führte dazu, dass auf der „E-Spur“ ebenso genau kontrolliert wurde, wie auf den anderen Spuren. Obwohl die „E-Spur“-Regelung offiziell bis 1995 galt, wurde sie schon bald nach ihrer Einführung nicht mehr angewandt. In den [[1990er]]-Jahren wurde der Walserberg von etlichen Organisationen als idealer Platz für Demonstrationen entdeckt. Tiertransporte, Lkw-Transit und Asylpolitik waren die häufigsten Themen dieser Aktionen, die oft zu kilometerlangen Staus führten.