| Zeile 2: |
Zeile 2: |
| | | | |
| | == Leben == | | == Leben == |
| − | Der Jurist diente im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] und wurde nach dem Ende der Monarchie Verwaltungsbeamter in Oberösterreich. 1919 nahm er anstelle seines bisherigen Titels "Marquis de Gozani" den Familiennamen "Neustädter-Stürmer" an, nach seiner Mutter, die eine geborene Freiin von Neustädter genannt Stürmer war. | + | Der Jurist diente im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] und wurde nach dem Ende der Monarchie Verwaltungsbeamter in Oberösterreich. 1919 nahm er anstelle seines bisherigen Titels "Marquis de Gozani" den Familiennamen "Neustädter-Stürmer" an, nach seiner Mutter, die eine geborene Freiin von Neustädter, genannt Stürmer, war. |
| | | | |
| − | [[1933]]-[[1934]] war er [[Staatssekretär]] für Arbeitsbeschaffung, 1934-[[1935]] Sozial[[Minister]] und [[1936]]-[[1937]] Innenminister war und der maßgeblichen Einfluss auf die christlich-soziale Politik des Heimatschutzes ausgeübt hatte. | + | [[1933]]-[[1934]] war er [[Staatssekretär]] für Arbeitsbeschaffung, 1934-[[1935]] Sozial[[Minister]] und [[1936]]-[[1937]] Innenminister. Er hat maßgeblichen Einfluss auf die christlich-soziale Politik des Heimatschutzes ausgeübt. |
| | | | |
| − | Nach dem [[Juliputsch]] 1934 trug er durch eine Falschaussage vor dem Militärgerichtshof wesentlich zur Verurteilung der Putschisten Otto Planetta und Franz Holzweber bei. Den Putschisten war zuerst freies Geleit bis an die Grenze Deutschlands zugesagt worden; als aber bekannt geworden war, dass bei dem Putsch der Bundeskanzler [[Engelbert Dollfuß|Dollfuß]] ermordet worden war, wurde die Zusage zurückgezogen. Neustädter-Stürmer hatte aber bereits während der Verhandlungen mit den Putschisten von der Ermordung erfahren, dies aber aus taktischen Gründen nicht weitergegeben. Aus Angst vor einem [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Racheakt verübte Neustädter-Stürmer deshalb nach dem „[[Anschluss]]“ Österreichs 1938 Selbstmord. | + | Nach dem [[Juliputsch]] 1934 trug er durch eine Falschaussage vor dem Militärgerichtshof wesentlich zur Verurteilung der Putschisten Otto Planetta und Franz Holzweber bei. Den Putschisten war zuerst freies Geleit bis an die Grenze Deutschlands zugesagt worden; als aber bekannt geworden war, dass bei dem Putsch der Bundeskanzler [[Engelbert Dollfuß|Dollfuß]] ermordet worden war, wurde die Zusage zurückgezogen. Neustädter-Stürmer hatte aber bereits während der Verhandlungen mit den Putschisten von der Ermordung erfahren, dies aber aus taktischen Gründen nicht weitergegeben. Vermutlich aus Angst vor einem [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Racheakt verübte Neustädter-Stürmer nach dem „[[Anschluss]]“ Österreichs 1938 Selbstmord. |
| | | | |
| | == Salzburgbezug == | | == Salzburgbezug == |