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| | Hella Dick, die in [[Saalfelden am Steinernen Meer]] lebte, war am [[1. August]] [[2010]] als Ehrengast zur 75-Jahre-Feier der Glocknerstraße auf der [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] eingeladen. Auf der Einladung steht: „''Für die erste Mautnerin.''“ Die Pensionistin arbeitete ab der Eröffnung der Straße im August 1935 mehrere Sommer als Mautnerin. Eigentlich war sie Lehrerin, aber als solche war das Gehalt damals so schlecht, dass sie über den zusätzlichen Verdienst im Sommer froh war. Auch ihre beiden Schwestern, ebenfalls Lehrerinnen, arbeiteten nebenbei als Mautnerinnen. | | Hella Dick, die in [[Saalfelden am Steinernen Meer]] lebte, war am [[1. August]] [[2010]] als Ehrengast zur 75-Jahre-Feier der Glocknerstraße auf der [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] eingeladen. Auf der Einladung steht: „''Für die erste Mautnerin.''“ Die Pensionistin arbeitete ab der Eröffnung der Straße im August 1935 mehrere Sommer als Mautnerin. Eigentlich war sie Lehrerin, aber als solche war das Gehalt damals so schlecht, dass sie über den zusätzlichen Verdienst im Sommer froh war. Auch ihre beiden Schwestern, ebenfalls Lehrerinnen, arbeiteten nebenbei als Mautnerinnen. |
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| − | Den Job bekamen die jungen Frauen über ihren Vater. „''Er war bei der Steiermärkischen Escomptebank in Salzburg und später Finanzberater von [[Franz Wallack]]''“, sagt Hella Dick. Den Straßenerbauer Wallack habe das Geld nicht interessiert, nur der Bau und die Trasse. „''Aber natürlich hat er das Geld gebraucht.''“ und weiter „''Ich war der Liebling meines Vaters''“, sagt die Saalfeldenerin. „''Als einzige Dame durfte ich schon während des Baus mit meinem Vater, Wallack und den Ingenieuren auf der Trasse mitgehen. Es war anstrengend. Wallack hat nur um 6 Uhr ein Frühstück beim [[Gasthof Lukashansl|Lukashansl]] in [[Ferleiten]] genommen. Danach gab es nur noch Schnapserl.''“ | + | Den Job bekamen die jungen Frauen über ihren Vater. „''Er war bei der Steiermärkischen Escomptebank in Salzburg und später Finanzberater von [[Franz Wallack]]''“, sagt Hella Dick. Den Straßenerbauer Wallack habe das Geld nicht interessiert, nur der Bau und die Trasse. „''Aber natürlich hat er das Geld gebraucht.''“ und weiter „''Ich war der Liebling meines Vaters''“, sagt die Saalfeldenerin. „''Als einzige Dame durfte ich schon während des Baus mit meinem Vater, Wallack und den Ingenieuren auf der Trasse mitgehen. Es war anstrengend. Wallack hat nur um 6 Uhr ein Frühstück beim [[Gasthof Lukashansl (Ferleiten)|Lukashansl]] in [[Ferleiten]] genommen. Danach gab es nur noch Schnapserl.''“ |
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| | Nach der feierlichen Eröffnung am [[3. August]] [[1935]], bei der sie einem Minister sogar einen Blumenstrauß überreichen durfte, kassierte Hella Dick die Mautgebühren. „''Es sind zuerst nur wenige Autos gekommen, aber es wurden immer mehr. Als der erste Radfahrer gekommen ist, wusste ich nicht, was ich tun sollte. Also habe ich ihn zum Wallack rübergeschickt, der beim Lukashansl gesessen ist. Er hat ihm einen [[Schilling]] für die Maut gegeben.''“ Auch viele Fußgänger hätten die Straße damals noch benützt. | | Nach der feierlichen Eröffnung am [[3. August]] [[1935]], bei der sie einem Minister sogar einen Blumenstrauß überreichen durfte, kassierte Hella Dick die Mautgebühren. „''Es sind zuerst nur wenige Autos gekommen, aber es wurden immer mehr. Als der erste Radfahrer gekommen ist, wusste ich nicht, was ich tun sollte. Also habe ich ihn zum Wallack rübergeschickt, der beim Lukashansl gesessen ist. Er hat ihm einen [[Schilling]] für die Maut gegeben.''“ Auch viele Fußgänger hätten die Straße damals noch benützt. |
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| | [[Kategorie:Person (Geschichte)]] | | [[Kategorie:Person (Geschichte)]] |
| | [[Kategorie:Salzburger des Tages]] | | [[Kategorie:Salzburger des Tages]] |
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| − | [[Kategorie:Lehrer]]
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| | [[Kategorie:Kultur und Bildung]] | | [[Kategorie:Kultur und Bildung]] |
| | [[Kategorie:Bildung]] | | [[Kategorie:Bildung]] |