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Die '''Bayerische Kirchenprovinz''' fasste bis 1817/1821 jene altbayrischen Kirchenprovinzen zusammen, die unter dem Vorsitz des Salzburger Metropoliten, also des Salzburger Erzbischofes standen. Ihr folgte danach die [[Salzburger Kirchenprovinz]].
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Die '''Bayerische Kirchenprovinz''' fasste bis [[1817]]/[[1821]] jene altbayrischen Kirchenprovinzen zusammen, die unter dem Vorsitz des Salzburger Metropoliten, also des [[Salzburger Erzbischof]]s standen. Ihr folgte danach die [[Salzburger Kirchenprovinz]].
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Der erste [[Bayerische Herzöge in Salzburg|bayerische Herzog]], der sich der Aufgabe der kirchlichen Ordnung Bayern widmete, war Herzog [[Theodo]] (* ca. 680; † 717). [[715]]/[[716]] war bei Papst Gregor II. in Rom, um die Genehmigung zur Errichtung rbayerische Kirchenprovinz zu erhalten. Sie sollte unmittelbar von Rom abhängig sein. Er kam mit einem strukturierten Organisationsplan vom [[15. Mai]] [[716]] zurück  In diesem waren die Bischofssitze an die vier Teilherzogtümer (vermutlich [[Regensburg]], [[Salzburg]], [[Passau]] und [[Freising]]) anzupassen.  
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Der erste [[Bayerische Herzöge in Salzburg|bayerische Herzog]], der sich der Aufgabe der kirchlichen Ordnung Bayern widmete, war Herzog [[Theodo]] (* ca. 680; † 717). [[715]]/[[716]] war bei Papst Gregor II. in Rom, um die Genehmigung zur Errichtung rbayerische Kirchenprovinz zu erhalten. Sie sollte unmittelbar von Rom abhängig sein. Er kam mit einem strukturierten Organisationsplan vom [[15. Mai]] [[716]] zurück  In diesem waren die Bischofssitze an die vier Teilherzogtümer (vermutlich [[Regensburg]], [[Stadt Salzburg]], [[Passau]] und [[Freising]]) anzupassen.  
    
Hintergrund dieser Bistumsorganisation sollte wohl die kirchliche und politische Unabhängigkeit vom Frankenreich stärken. Damit hätte es auch das Machtstreben der Karolinger eingedämmt. Dieser Plan bildete die Grundlage der Beziehung Bayerns mit Rom, die später die kirchliche Organisation Bayerns stark prägte.
 
Hintergrund dieser Bistumsorganisation sollte wohl die kirchliche und politische Unabhängigkeit vom Frankenreich stärken. Damit hätte es auch das Machtstreben der Karolinger eingedämmt. Dieser Plan bildete die Grundlage der Beziehung Bayerns mit Rom, die später die kirchliche Organisation Bayerns stark prägte.
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Die Umsetzung erfolgte jedoch erst unter [[Bonifatius]] 23 Jahre später. Ein Grund dafür könnte der unerwartete Tod Theodos ein Jahr nach seinem Besuch beim Papst gewesen sein.  
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Die Umsetzung erfolgte jedoch erst unter [[Bonifatius]] 23 Jahre später. Ein Grund dafür könnte der unerwartete Tod [[Theodo]]s ein Jahr nach seinem Besuch beim Papst gewesen sein.  
 
   
 
   
 
[[739]] kam es dann zur endgültigen kanonische Einrichtung der bayerischen Kirchenprovinz. Zu ihr gehörten die Bistümern [[Bistum Regensburg|Regensburg]], [[Bistum Salzburg|Salzburg]], [[Bistum Passau|Passau]] und [[Bistum Freising|Freising]]. Die Einrichtung nahm der angelsächsische Missionar und päpstlichen Legat Bonifatius, in Zusammenarbeit mit dem bayerischen Herzog [[Odilo]] vor. Am [[29. Oktober]] 739 bestätigte das Schreiben Papst Gregors III. die bonifatianische Neuordnung.
 
[[739]] kam es dann zur endgültigen kanonische Einrichtung der bayerischen Kirchenprovinz. Zu ihr gehörten die Bistümern [[Bistum Regensburg|Regensburg]], [[Bistum Salzburg|Salzburg]], [[Bistum Passau|Passau]] und [[Bistum Freising|Freising]]. Die Einrichtung nahm der angelsächsische Missionar und päpstlichen Legat Bonifatius, in Zusammenarbeit mit dem bayerischen Herzog [[Odilo]] vor. Am [[29. Oktober]] 739 bestätigte das Schreiben Papst Gregors III. die bonifatianische Neuordnung.