| | Als Pädagoge war Fischer so erfolgreich, dass das "Salzburger Volksblatt" am 6. August 1928 die folgende Notiz vom ''VI. Internationalen Kongress für Zeichnen, Kunstunterricht und angewandte Kunst in Prag'' (29. Juli - 5. August 1928) gebracht hat: "Professor Adolf Johannes Fischer wurde eingeladen, die Schülerarbeiten seiner Methode (Bundesgymnasium Salzburg), die gegenwärtig in der Prager Kongreßausstellung gezeigt werden, in Tokio (Japan) auszustellen." | | Als Pädagoge war Fischer so erfolgreich, dass das "Salzburger Volksblatt" am 6. August 1928 die folgende Notiz vom ''VI. Internationalen Kongress für Zeichnen, Kunstunterricht und angewandte Kunst in Prag'' (29. Juli - 5. August 1928) gebracht hat: "Professor Adolf Johannes Fischer wurde eingeladen, die Schülerarbeiten seiner Methode (Bundesgymnasium Salzburg), die gegenwärtig in der Prager Kongreßausstellung gezeigt werden, in Tokio (Japan) auszustellen." |
| − | Fischer, der 1928 43-jährig in Pension ging, widmete sich zeitlebens der Schriftstellerei und dem Kunstsammeln: Seine mit kostbaren gotischen Plastiken, Bildern und wertvollen Kunstgegenständen angefüllte Wohnung nahm die Salzburger Festspielprominenz als Sehenswürdigkeit wahr: „Sein Prunkstück, um dessentwillen Kenner aus aller Welt sich in seinem Atelier, die seine Wohnung auch war, einfanden, ist eine herrliche gotische Madonna, die „Schöne Madonna“ genannt; wenn er die edle Schönheit dieser Statue vollends zeigen wollte, verdunkelte er den Raum und ließ das herrliche Madonnenprofil im sanften Kerzenschein bewundern.“ <ref>Professor i.R. Adolph Fischer gestorben. Salzburger Chronik, 23. November 1936, S.5.</ref> | + | Fischer, der 1928 43-jährig in Pension ging, widmete sich zeitlebens der Schriftstellerei und dem Kunstsammeln: Seine mit kostbaren gotischen Plastiken, Bildern und wertvollen Kunstgegenständen ausgestattete Wohnung, in dem von [[Jakob Ceconi]] geplanten und erbauten Haus [[Haydnstraße]] 5, nahm die Salzburger Festspielprominenz als Sehenswürdigkeit wahr: „Sein Prunkstück, um dessentwillen Kenner aus aller Welt sich in seinem Atelier, die seine Wohnung auch war, einfanden, ist eine herrliche gotische Madonna, die „Schöne Madonna“ genannt; wenn er die edle Schönheit dieser Statue vollends zeigen wollte, verdunkelte er den Raum und ließ das herrliche Madonnenprofil im sanften Kerzenschein bewundern.“ <ref>Professor i.R. Adolph Fischer gestorben. Salzburger Chronik, 23. November 1936, S.5.</ref> |
| | Die bekanntesten Besucher der Wohnung, die laut Zeitungsberichten „einem Museum oder einer Galerie“ glich, waren Marlene Dietrich und der im Sommer 1928 in Salzburg urlaubende irische Schriftsteller [[James Joyce]], den Fischer damals kennenlernte und für das „[[Salzburger Volksblatt]]" porträtiert hat. <ref>Adolph Johannes Fischer: [http://members.aon.at/andreas.weigel/Adolph-Johannes-Fischer.htm James Joyce in Salzburg]. Salzburger Volksblatt. (25. August 1928)</ref> <ref>Andreas Weigel: [http://www.salzburg.com/nwas/archiv_artikel.php?xm=3395634&res=0 James Joyce: Spurensuche in Salzburg]. Salzburger Nachrichten, Bloomsday, 16. Juni 2007)</ref> Das geschriebene Porträt erfreute Joyce so sehr, dass er "Prof. Fischer" eigens die aktuelle Ausgabe der Avantgarde-Zeitschrift "Transition" mit dem jüngsten Kapitel seines "Work in Progress" zusenden ließ. Künstlerische Ergebnisse dieser Begegnung sind eine Joyce-Lithographie, die sich im [[Salzburg Museum]] befindet sowie Fotografien, die Fischer im bayerischen Raitenhaslach von [[Salzach]]-Strandgut angefertigt hat, die über Joyces Vermittlung unter dem Titel "Fluviana" mit dem Urheberrechtsvermerk "Photo Fischer Salzburg" in der Avantgarde-Zeitschrift "Transition" veröffentlicht wurden. | | Die bekanntesten Besucher der Wohnung, die laut Zeitungsberichten „einem Museum oder einer Galerie“ glich, waren Marlene Dietrich und der im Sommer 1928 in Salzburg urlaubende irische Schriftsteller [[James Joyce]], den Fischer damals kennenlernte und für das „[[Salzburger Volksblatt]]" porträtiert hat. <ref>Adolph Johannes Fischer: [http://members.aon.at/andreas.weigel/Adolph-Johannes-Fischer.htm James Joyce in Salzburg]. Salzburger Volksblatt. (25. August 1928)</ref> <ref>Andreas Weigel: [http://www.salzburg.com/nwas/archiv_artikel.php?xm=3395634&res=0 James Joyce: Spurensuche in Salzburg]. Salzburger Nachrichten, Bloomsday, 16. Juni 2007)</ref> Das geschriebene Porträt erfreute Joyce so sehr, dass er "Prof. Fischer" eigens die aktuelle Ausgabe der Avantgarde-Zeitschrift "Transition" mit dem jüngsten Kapitel seines "Work in Progress" zusenden ließ. Künstlerische Ergebnisse dieser Begegnung sind eine Joyce-Lithographie, die sich im [[Salzburg Museum]] befindet sowie Fotografien, die Fischer im bayerischen Raitenhaslach von [[Salzach]]-Strandgut angefertigt hat, die über Joyces Vermittlung unter dem Titel "Fluviana" mit dem Urheberrechtsvermerk "Photo Fischer Salzburg" in der Avantgarde-Zeitschrift "Transition" veröffentlicht wurden. |