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Aus touristischen Gründen wurden Bauerngüter auf dem Gaisberg im 19. Jahrhundert zunehmend als "Almen" bezeichnet, auch wenn sich dort nie Almen befanden. Der Name Judenberg selbst ist sehr alt und geht zumindest ins 17. Jahrhundert zurück. Er scheint bekanntermaßen auch etwa in den Jahren zwischen [[1807]] und [[1821]] auf<ref>Allerdings erscheint in der ''[https://mapire.eu/de/map/schmittsche-karte/?bbox=1455093.3900228115%2C6072346.942043651%2C1462655.878508776%2C6074735.599177564&layers=35 Schmitt’sche Karte von Südwestdeutschland (1797)]'' ebenfalls der Name "Judenberg"</ref>.  
 
Aus touristischen Gründen wurden Bauerngüter auf dem Gaisberg im 19. Jahrhundert zunehmend als "Almen" bezeichnet, auch wenn sich dort nie Almen befanden. Der Name Judenberg selbst ist sehr alt und geht zumindest ins 17. Jahrhundert zurück. Er scheint bekanntermaßen auch etwa in den Jahren zwischen [[1807]] und [[1821]] auf<ref>Allerdings erscheint in der ''[https://mapire.eu/de/map/schmittsche-karte/?bbox=1455093.3900228115%2C6072346.942043651%2C1462655.878508776%2C6074735.599177564&layers=35 Schmitt’sche Karte von Südwestdeutschland (1797)]'' ebenfalls der Name "Judenberg"</ref>.  
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Zur Herkunft des Namens stellten und stellen Experten mehrfach fest, dass der Name Judenberg in seiner Herkunft völlig unbekannt sei. Dies bestätigt auch der Salzburger Rabbiner [[Adolf Altmann]] in einem Vortrag am [[14. Dezember]] [[1911]], über den das [[Salzburger Volksblatt]]<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19111215&seite=5&zoom=33 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 15. Dezember 1911, Seite 5</ref> berichtete, dass diese unbekannt sei.
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Zur Herkunft des Namens stellten und stellen Experten mehrfach fest, dass der Name Judenberg in seiner Herkunft völlig unbekannt sei. Dies bestätigt auch der Salzburger Rabbiner [[Adolf Altmann]] in einem Vortrag am [[14. Dezember]] [[1911]], der über das [[Salzburger Volksblatt]]<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19111215&seite=5&zoom=33 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 15. Dezember 1911, Seite 5</ref> erneut berichtete, dass diese Bedeutung unbekannt sei.
    
Der Priester und Schriftsteller Dr. [[Hans Kirchsteiger]] schrieb daraufhin dem ''Salzburger Volksblatt'', dass der Ursprung des Wortes ''Judenberg'' das lateinische Wort ''Iugum'' sei, was Gebirgszug, Gebirge, Bergrücken, Anhöhe oder Joch bedeutet. Die [[Römer]] bezeichneten so den Übergang auf einem Berg oder die Passage über einen Bergrücken. Im Volksmund herrscht oft die Meinung vor, dass diese Namensgebungen ihren Ursprung von ehemals ansässigen Juden haben könnte oder es einen Ort bezeichne, wo ein Jude erschlagen oder begraben worden wäre. Doch die örtlichen Bezeichnungen sind älter und waren gebräuchlich, lange bevor im [[Mittelalter]] sich die Juden im Lande ansiedelten, so Dr. Kirchsteiger (Anm. was aber bei der Judenbergalm am Gaisberg ''nicht'' der Fall war). Dr. Kirchsteiger meinte in seinem Schreiben an das ''Salzburger Volksblatt'' die Erklärung für die Bezeichnung am Gaisberg gefunden zu haben und schrieb (Zitat):<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19111220&query=text:%22judenbergalpe%22&seite=7 ANNO], Salzburger Volksblatt, 20. Dezember 1911, Seite 7</ref><blockquote>"''Und wenn auf einer solchen hohen Einsattelung ein Judenkreuz samt einer Bank zum Ausrasten steht, so liegt dort gewiß kein Jude begraben, das Kreuz ist einfach ein '''Jugen'''kreuz, wie es schon vor vielleicht 1&nbsp;400 Jahren genannt wurde. Jetzt liegt die Erklärung für unsere Judenbergalpe auf der Hand. Es ist eine Alm am '''Jugen'''berg, eine Alm an dem Wege, der über das Bergjoch der [[Zistelalpe]] -in das jenseitige Tal hinüberführt. [...] Diese wenigen Zeilen dürften genügen, nun auch den Namen unserer „Judenbergalpe" zu erklären.''"</blockquote>
 
Der Priester und Schriftsteller Dr. [[Hans Kirchsteiger]] schrieb daraufhin dem ''Salzburger Volksblatt'', dass der Ursprung des Wortes ''Judenberg'' das lateinische Wort ''Iugum'' sei, was Gebirgszug, Gebirge, Bergrücken, Anhöhe oder Joch bedeutet. Die [[Römer]] bezeichneten so den Übergang auf einem Berg oder die Passage über einen Bergrücken. Im Volksmund herrscht oft die Meinung vor, dass diese Namensgebungen ihren Ursprung von ehemals ansässigen Juden haben könnte oder es einen Ort bezeichne, wo ein Jude erschlagen oder begraben worden wäre. Doch die örtlichen Bezeichnungen sind älter und waren gebräuchlich, lange bevor im [[Mittelalter]] sich die Juden im Lande ansiedelten, so Dr. Kirchsteiger (Anm. was aber bei der Judenbergalm am Gaisberg ''nicht'' der Fall war). Dr. Kirchsteiger meinte in seinem Schreiben an das ''Salzburger Volksblatt'' die Erklärung für die Bezeichnung am Gaisberg gefunden zu haben und schrieb (Zitat):<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19111220&query=text:%22judenbergalpe%22&seite=7 ANNO], Salzburger Volksblatt, 20. Dezember 1911, Seite 7</ref><blockquote>"''Und wenn auf einer solchen hohen Einsattelung ein Judenkreuz samt einer Bank zum Ausrasten steht, so liegt dort gewiß kein Jude begraben, das Kreuz ist einfach ein '''Jugen'''kreuz, wie es schon vor vielleicht 1&nbsp;400 Jahren genannt wurde. Jetzt liegt die Erklärung für unsere Judenbergalpe auf der Hand. Es ist eine Alm am '''Jugen'''berg, eine Alm an dem Wege, der über das Bergjoch der [[Zistelalpe]] -in das jenseitige Tal hinüberführt. [...] Diese wenigen Zeilen dürften genügen, nun auch den Namen unserer „Judenbergalpe" zu erklären.''"</blockquote>
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