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'''Karl von Frisch''' (* [[20. November]] [[1886]] in Wien; † [[12. Juni]] [[1982]] in München, [[Bayern]]) war der Entschlüssler des ''Bienen-Tanzes'' und verbrachte zahlreiche Sommer auf [[Sommerfrische]] am [[Wolfgangsee]] in [[Sankt Gilgen]]-[[Brunnwinkl]].
==Leben==
Nach dem Studium Zoologie in München und Wien promovierte er 1910 in Wien und kam ans Zoologische Institut der Universität München. Kurze Tätigkeiten an den Universitäten in Rostock und Breslau folgte 1925 eine Professur in München. Nach Zerstörung des dortigen Zoologischen Instituts im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] ging er 1946 an die Karl-Franzens-Universität Graz. Nach der Wiedereröffnung des Münchner Instituts 1950 kehrte er dorthin zurück. 1958 wurde er emeritiert, setzte aber auch in der Folgezeit seine wissenschaftlichen Forschungen fort.
1973 erhielt {{PAGENAME}} den Nobelpreis für die Erforschung der "Sprache der Bienen".
==Forschungsergebnisse==
Karl von Frisch untersuchte den Geruchs- und Geschmackssinn der Bienen. Er fand heraus, dass Bienen verschiedene blühende Pflanzen am Geruch unterscheiden können. Das Orientierungsvermögen der Bienen war eines seiner Kernforschungsgebiete und von fundamentaler Bedeutung. Karl von Frisch fand heraus, dass Bienen genaue Himmelsrichtungen einhalten können. Die Sonne dient ihnen dabei als Kompass, selbst wenn sie nicht sichtbar ist, da sie ''polarisiertes Licht'' wahrnehmen können. Bienen können die Lage und den Ertrag von gefundene Futterplätze an andere Bienen weitergegeben. Als Verständigungsmittel verwenden Bienen dazu einen besonderer Tanz der in zwei Formen auftritt.
==Karl von Frisch und Salzburg==
Die Mutter von Karl von Frisch, Marie Frisch, war eine geborene Exner. Franz von Exner war Universitätsprofessor und seit 1842 begeisterter [[Sommmerfrische|Sommerfrischler]]. Zunächst verbrachte die Familie Exner ihre Sommerfrische zunächst in [[St. Wolfgang]] am Wolfgangsee, dann am [[Mondsee (See)|Mondsee]], später in Unterach am [[Attersee]] und schließlich ab 1882 wieder am Wolfgangsee, wo sich die Familie in der alten Kornmühle in St. Gilgen-Brunnwinkl einmietete. Noch im selben Jahr kauften Prof. Exner das benachbarte Mühlhaus, weitere Häuserkäufe in Brunnwinkl folgten. So entstanden die mit St. Gilgen und seiner Geschichte untrennbar verbundenen ''fünf Häuser am See'' in Brunnwinkl, durch deren Areal heute noch der [[Victor von Scheffel Steig]] nach [[Fürberg]] führt.
Karl von Frisch führte bereits in den Jahren 1912 und 1913 in Brunnwinkl Versuche mit Bienen durch, da die Bedingungen (Ruhe) dort besonders günstig für Forschungen war. Die farblich mit einem Tupfer gekennzeichneten Bienen mussten dabei auch gezählt werden, wofür zahlreiche Brunnwinkler Bewohner herangezogen wurde. [[Marie-Theres Arnbom|Dr. Marie-Theres Arnbom]] meint dazu in ihrem Buch [[Wolfgangsee (Buch)|Wolfgangsee]]: ''...und so würde der Nobelpreis eigentlich allen Brunnwinklern gebühren...''.
==Quellen==
* [http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Karl_von_Frisch.html www.uni-protokolle.de Karl von Frisch]
* Buch [[Wolfgangsee (Buch)|Wolfgangsee]]
[[Kategorie:Person|Frisch, Karl von]]
[[Kategorie:Wissenschafter|Frisch, Karl von]]
[[Kategorie:prominente Ausländer in Salzburg|Frisch, Karl von]]
[[Kategorie:St. Gilgen|Frisch, Karl von]]
[[Kategorie:Salzkammergut|Frisch, Karl von]]