| − | Das [[fürsterzbischöfliche]] / [[k.k.]] '''Ebenauer Eisen-, Kupfer- und Messinghammerwerk''' (auch: Hammerwerke Ebenau oder kurz Messingwerk Ebenau) bildeten über Jahrhunderte hindurch die wirtschaftliche Grundlage von [[Ebenau]] und den umliegenden Gemeinden. | + | Das [[fürsterzbischöfliche]] / [[k.k.]] '''Ebenauer Eisen-, Kupfer- und Messinghammerwerk''' (auch: Hammerwerke Ebenau oder kurz Messingwerk Ebenau) bildete über Jahrhunderte hindurch die wirtschaftliche Grundlage von [[Ebenau]] und den umliegenden Gemeinden. |
| | Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges ließ der kaiserliche Kroatengeneral Graf Ludwig von Isola die Stadt Suhl in Thüringen, Deutschland, anzünden, infolge dessen zwei Kirchen und 791 Häuser abbrannten. Viele Bewohner, darunter auch Gewehrfabrikanten, wurden obdachlos und wanderten aus. Zu diesen dürften auch die Klett`s gehört haben. Sie kamen um [[1636]] nach Ebenau bei Salzburg. Die Klett`s waren den Erzbischöfen nicht unbekannt, denn seit einem halben Jahrhundert lieferten sie dem hoffürstlichen Zeugamt auf [[Festung Hohensalzburg|Hohensalzburg]] Waffen. Dem Fürsterzbischof Paris Lodron dürfte es sehr willkommen gewesen sein, die Rohrschmiede im eigenen Lande ansiedeln zu können, denn man benötigte im Dreißigjährigen Kriege stets Waffen. Infolge der Invasion der Schweden im deutschen Lande war die Verbindung mit Suhl oft gefährdet, wenn nicht unterbrochen. Er nahm sie daher ohne Rücksicht, dass sie [[Protestanten|Lutheraner]] waren, auf. Mit ihrem Eintreffen in Ebenau hörten die bisher fast jährlichen Waffenlieferungen aus Suhl auf. | | Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges ließ der kaiserliche Kroatengeneral Graf Ludwig von Isola die Stadt Suhl in Thüringen, Deutschland, anzünden, infolge dessen zwei Kirchen und 791 Häuser abbrannten. Viele Bewohner, darunter auch Gewehrfabrikanten, wurden obdachlos und wanderten aus. Zu diesen dürften auch die Klett`s gehört haben. Sie kamen um [[1636]] nach Ebenau bei Salzburg. Die Klett`s waren den Erzbischöfen nicht unbekannt, denn seit einem halben Jahrhundert lieferten sie dem hoffürstlichen Zeugamt auf [[Festung Hohensalzburg|Hohensalzburg]] Waffen. Dem Fürsterzbischof Paris Lodron dürfte es sehr willkommen gewesen sein, die Rohrschmiede im eigenen Lande ansiedeln zu können, denn man benötigte im Dreißigjährigen Kriege stets Waffen. Infolge der Invasion der Schweden im deutschen Lande war die Verbindung mit Suhl oft gefährdet, wenn nicht unterbrochen. Er nahm sie daher ohne Rücksicht, dass sie [[Protestanten|Lutheraner]] waren, auf. Mit ihrem Eintreffen in Ebenau hörten die bisher fast jährlichen Waffenlieferungen aus Suhl auf. |