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==Die Zustände im KZ Ebensee==
 
==Die Zustände im KZ Ebensee==
Die Lagerbedingungen im KZ Ebensee waren dramatischer als in den meisten anderen Nebenlagern. Ankommende Häftlinge wurden aus sadistischen Gründen teils zwei Wochen in Quarantäne gegeben, um sie physisch und psychisch zu schwächen. Insbesondere jene Häftlinge, die nach dem Generalstreik im März 1944 in Italien verhaftet worden waren und letztlich im KZ Ebensee interniert wurden, hatten besonders zu leiden, da sie von den kommunistischen Mitgefangenen als Faschisten und von den [[Nationalsozialimus|Nationalsozialisten]] als Verräter betrachtet wurden. Von den insgesamt 955 italienischen Häftlingen überlebten nur 443.
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Die Lagerbedingungen im KZ Ebensee waren dramatischer als in den meisten anderen Nebenlagern. Ankommende Häftlinge wurden aus sadistischen Gründen teils zwei Wochen in Quarantäne gegeben, um sie physisch und psychisch zu schwächen. Insbesondere jene Häftlinge, die nach dem Generalstreik im März 1944 in Italien verhaftet worden waren und letztlich im KZ Ebensee interniert wurden, hatten besonders zu leiden, da sie von den kommunistischen Mitgefangenen als Faschisten und von den [[Nationalsozialisten|Nationalsozialismus]] als Verräter betrachtet wurden. Von den insgesamt 955 italienischen Häftlingen überlebten nur 443.
    
Viele Häftlinge hatten keine Schuhe und mussten den langen Winter  von November 1943 bis Juni 1944, als die letzten Schneereste weggetaut waren, barfuß bleiben. Auch die Kleidung der Häftlinge war unzureichend. Die Arbeitsschichten in den Stollen dauerten zudem täglich 10 bis 12 Stunden und die Zuteilung bestimmter Häftlinge zur Schwerarbeit in den Stollen wurde auch aus Repressionsgründen verordnet. Auch die ohnehin kargen für KZ-Häftlinge zur Verfügung stehenden Nahrungsrationen wurden nicht vollständig verteilt, sodass die durchschnittliche Tagesration für die zu leistende Schwerarbeit nur rund 700 kcal betragen hat.
 
Viele Häftlinge hatten keine Schuhe und mussten den langen Winter  von November 1943 bis Juni 1944, als die letzten Schneereste weggetaut waren, barfuß bleiben. Auch die Kleidung der Häftlinge war unzureichend. Die Arbeitsschichten in den Stollen dauerten zudem täglich 10 bis 12 Stunden und die Zuteilung bestimmter Häftlinge zur Schwerarbeit in den Stollen wurde auch aus Repressionsgründen verordnet. Auch die ohnehin kargen für KZ-Häftlinge zur Verfügung stehenden Nahrungsrationen wurden nicht vollständig verteilt, sodass die durchschnittliche Tagesration für die zu leistende Schwerarbeit nur rund 700 kcal betragen hat.
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