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| | {{Dieser Artikel|informiert über die Entwicklung des Corona-Virus im Bundesland Salzburg. Über die weltweite Ausbreitung und die Auswirkungen in Österreich informiert der Artikel [[Infektionskrankheit Covid-19]].}} | | {{Dieser Artikel|informiert über die Entwicklung des Corona-Virus im Bundesland Salzburg. Über die weltweite Ausbreitung und die Auswirkungen in Österreich informiert der Artikel [[Infektionskrankheit Covid-19]].}} |
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| − | |AMT= Chronologie des [[Infektionskrankheit Covid-19]]<br />im [[Bundesland Salzburg]] | + | |AMT= Chronologie der [[Infektionskrankheit Covid-19]]<br />im [[Bundesland Salzburg]] |
| | |ZEIT= März bis August 2020 | | |ZEIT= März bis August 2020 |
| − | |VORGÄNGER= [[Infektionskrankheit Covid-19|Übersicht Infektionskrankheit Covid-19]] | + | |VORGÄNGER= [[Infektionskrankheit Covid-19|Übersicht Infektionskrankheit Covid‑19]] |
| | |NACHFOLGER= [[Corona-Virus und das Bundesland Salzburg Chronologie 2. Teil 2020|September 2020 bis Dezember 2020]] | | |NACHFOLGER= [[Corona-Virus und das Bundesland Salzburg Chronologie 2. Teil 2020|September 2020 bis Dezember 2020]] |
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| | * [[20. Mai]]: Alle 75 Seniorenwohnhäuser wurden durchgetestet. In Summe waren elf Häuser im Bundesland Salzburg mit 51 positiv getesteten Bewohnern und 31 Mitarbeitern betroffen. Dabei wurden Abstriche von insgesamt 4 685 Mitarbeitern sowie rund 4 583 Bewohnern genommen. | | * [[20. Mai]]: Alle 75 Seniorenwohnhäuser wurden durchgetestet. In Summe waren elf Häuser im Bundesland Salzburg mit 51 positiv getesteten Bewohnern und 31 Mitarbeitern betroffen. Dabei wurden Abstriche von insgesamt 4 685 Mitarbeitern sowie rund 4 583 Bewohnern genommen. |
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| − | * [[22. Mai]]: Ab heute konnte man das große und das [[Kleines Deutsches Eck|Kleine Deutsche Eck]] für die Durchreise für touristische Zwecke sowie für Familienbesuche ohne Halt in Deutschland wieder benutzen. Für die Durchreise für touristische Aufenthalte innerhalb Österreichs gelte eine Nachweispflicht - beispielsweise durch eine Buchungsbestätigung, Rechnung oder bei Ferienwohnungen eine Meldebes Das "Kleine Deutsche Eck" konnte bisher nur von Personen, die in der kritischen Infrastruktur und in der Daseinsvorsorge tätig sind sowie von medizinischem Personal, Mitgliedern von Blaulichtorganisationen oder Berufspendlern passiert werden. Auch wer eine medizinische Leistung unbedingt in Anspruch nehmen musste, durfte die Grenze passieren. Aus "besonders berücksichtigungswürdigen Gründen" waren zuletzt auch Besuche von nahen Verwandten gestattet. Nach wie vor nicht erlaubt ist es laut Land jedoch, die Grenzen für Einkaufsfahrten nach Deutschland oder für Ausflüge in Deutschland zu passieren. | + | * [[22. Mai]]: Ab heute konnte man das große und das [[Kleines Deutsches Eck|Kleine Deutsche Eck]] für die Durchreise für touristische Zwecke sowie für Familienbesuche ohne Halt in Deutschland wieder benutzen. Für die Durchreise für touristische Aufenthalte innerhalb Österreichs gelte eine Nachweispflicht - beispielsweise durch eine Buchungsbestätigung, Rechnung oder bei Ferienwohnungen eine Meldebestätigung. Das "Kleine Deutsche Eck" konnte bisher nur von Personen, die in der kritischen Infrastruktur und in der Daseinsvorsorge tätig sind sowie von medizinischem Personal, Mitgliedern von Blaulichtorganisationen oder Berufspendlern passiert werden. Auch wer eine medizinische Leistung unbedingt in Anspruch nehmen musste, durfte die Grenze passieren. Aus "besonders berücksichtigungswürdigen Gründen" waren zuletzt auch Besuche von nahen Verwandten gestattet. Nach wie vor nicht erlaubt ist es laut Land jedoch, die Grenzen für Einkaufsfahrten nach Deutschland oder für Ausflüge in Deutschland zu passieren. |
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| | * [[26. Mai]]: Die Zahl der bisher im Land Salzburg positiv auf Covid-19 getesteten Personen beträgt 1 239, 38 Personen waren verstorben, neun Infizierte hielten sich im Bundesland auf. | | * [[26. Mai]]: Die Zahl der bisher im Land Salzburg positiv auf Covid-19 getesteten Personen beträgt 1 239, 38 Personen waren verstorben, neun Infizierte hielten sich im Bundesland auf. |
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| | * [[19. Juni]], Freitag: ''Möglicherweise ist die Salzburger Landesregierung von Corona betroffen'' meldeten die [[Salzburger Nachrichten]] am Nachmittag. Ein Büromitarbeiter von [[ÖVP]]-[[Landesrätin]] [[Maria Hutter]] wurde am Donnerstag positiv auf das Virus getestet. Der Mann war nach einem neu aufgetretenen Fall in der Stadt Salzburg Anfang der Woche von der Gesundheitsbehörde kontaktiert und vorsorglich abgesondert worden. Wenig später, am Mittwoch, hatte er bereits typische Symptome einer Corona-Erkrankung gezeigt. Das Cluster war daraufhin schnell identifiziert. Der Büromitarbeiter war am Montagabend bei einem Rotary Club-Treffen in der Salzburger Innenstadt als Redner zum Thema Bildungspolitik eingeladen und wurde offenbar dort von einer anderen Person infiziert. Es handelte sich um das erste reguläre Treffen des Rotary-Clubs nach der Corona-Pause, wie Clubmitglieder schildern. Im Publikum anwesend waren namhafte Mitglieder - darunter Ärzte, Architekten, ein Polizeikommandant, und einer der ranghöchsten Beamten des Landes. Auch dieser [[Hofrat]] entwickelte wenig später typische Symptome einer Corona-Erkrankung. | | * [[19. Juni]], Freitag: ''Möglicherweise ist die Salzburger Landesregierung von Corona betroffen'' meldeten die [[Salzburger Nachrichten]] am Nachmittag. Ein Büromitarbeiter von [[ÖVP]]-[[Landesrätin]] [[Maria Hutter]] wurde am Donnerstag positiv auf das Virus getestet. Der Mann war nach einem neu aufgetretenen Fall in der Stadt Salzburg Anfang der Woche von der Gesundheitsbehörde kontaktiert und vorsorglich abgesondert worden. Wenig später, am Mittwoch, hatte er bereits typische Symptome einer Corona-Erkrankung gezeigt. Das Cluster war daraufhin schnell identifiziert. Der Büromitarbeiter war am Montagabend bei einem Rotary Club-Treffen in der Salzburger Innenstadt als Redner zum Thema Bildungspolitik eingeladen und wurde offenbar dort von einer anderen Person infiziert. Es handelte sich um das erste reguläre Treffen des Rotary-Clubs nach der Corona-Pause, wie Clubmitglieder schildern. Im Publikum anwesend waren namhafte Mitglieder - darunter Ärzte, Architekten, ein Polizeikommandant, und einer der ranghöchsten Beamten des Landes. Auch dieser [[Hofrat]] entwickelte wenig später typische Symptome einer Corona-Erkrankung. |
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| − | :Damit war der Virus nun in das direkte Umfeld der Landesregierung vorgedrungen. Noch am Freitag wurden sämtliche Kontaktpersonen der Stufe 1 - also jene, die in irgendeiner Weise direkten Kontakt mit den beiden Beamten hatten - zum Coronatest in den Drive-In Salzburg-Süd geschickt. Den von der Sanitätsbehörde angeordneten Screeningtest betraf am Freitag etliche Abteilungsleiter. Etliche Mitarbeiter wurden bereits am Donnerstag vorsorglich in Quarantäne geschickt und isoliert - angefangen von Chauffeuren bis hin zum Büroleiter des Landeshauptmannes. | + | :Damit war das Virus nun in das direkte Umfeld der Landesregierung vorgedrungen. Noch am Freitag wurden sämtliche Kontaktpersonen der Stufe 1 - also jene, die in irgendeiner Weise direkten Kontakt mit den beiden Beamten hatten - zum Coronatest in den Drive-In Salzburg-Süd geschickt. Den von der Sanitätsbehörde angeordneten Screeningtest betraf am Freitag etliche Abteilungsleiter. Etliche Mitarbeiter wurden bereits am Donnerstag vorsorglich in Quarantäne geschickt und isoliert - angefangen von Chauffeuren bis hin zum Büroleiter des Landeshauptmannes. |
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| − | :Doch auch die sieben Mitglieder der Landesregierung sowie sämtliches Personal des Regierungsbüros mussten nun getestet werden. Sollte eine Infektion bei einen der Landesregierungmitglieder vorliegen, wäre das sehr problematisch. Nicht nur, dass der Betrieb im [[Chiemseehof]] praktisch mit einem Schlag lahmgelegt wäre. Sondern auch weil eine weitere Ausbreitung ungeahnte Folgen hätte. Landeshauptmann Haslauer traf allein am Freitag den neuen Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, [[Franz Ruf]], sowie den Generalsekretär im Innenministerium, Helmut Tomac, ebenso wie Integrations- und Frauenministerin Susanne Raab.<ref>Salzburger Nachrichten vom [https://www.sn.at/salzburg/politik/machtzentrum-infiziert-salzburger-landesregierung-muss-zum-coronatest-89104084 19. Juni 2020]</ref> | + | :Doch auch die sieben Mitglieder der Landesregierung sowie sämtliches Personal des Regierungsbüros mussten nun getestet werden. Sollte eine Infektion bei einem der Landesregierungsmitglieder vorliegen, wäre das sehr problematisch. Nicht nur, dass der Betrieb im [[Chiemseehof]] praktisch mit einem Schlag lahmgelegt wäre. Sondern auch weil eine weitere Ausbreitung ungeahnte Folgen hätte. Landeshauptmann Haslauer traf allein am Freitag den neuen Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, [[Franz Ruf]], sowie den Generalsekretär im Innenministerium, Helmut Tomac, ebenso wie Integrations- und Frauenministerin Susanne Raab.<ref>Salzburger Nachrichten vom [https://www.sn.at/salzburg/politik/machtzentrum-infiziert-salzburger-landesregierung-muss-zum-coronatest-89104084 19. Juni 2020]</ref> |
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| | : Ein weiterer Corona-Fall wurde von der [[Red Bull Akademie]] gemeldet. Ein ranghoher Mitarbeiter soll sich infiziert haben. Allen dort wohnhaften Athleten wurde empfohlen, das Gelände über das Wochenende nicht zu verlassen. Acht Kontaktpersonen des Erkrankten wurden unter Isolation gestellt. Von diesen acht Personen waren mittlerweile vier weitere erkrankt. | | : Ein weiterer Corona-Fall wurde von der [[Red Bull Akademie]] gemeldet. Ein ranghoher Mitarbeiter soll sich infiziert haben. Allen dort wohnhaften Athleten wurde empfohlen, das Gelände über das Wochenende nicht zu verlassen. Acht Kontaktpersonen des Erkrankten wurden unter Isolation gestellt. Von diesen acht Personen waren mittlerweile vier weitere erkrankt. |
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| | :'''Museum eröffnet wieder | | :'''Museum eröffnet wieder |
| − | :Da es in den beiden Gebäuden des [[Museum der Moderne]] noch dringend notwendige Renovierungen und Instandhaltungen gab, öffneten das [[Museum der Moderne auf dem Mönchsberg|Haus]] auf dem [[Mönchsberg]] und das [[Museum der Moderne|Rupertinum]] erst heute wieder ihre Ausstellungen mit zeitgenössischen und modernen Exponaten internationalen Formats. | + | :Da es in den beiden Gebäuden des [[Museum der Moderne|Museums der Moderne]] noch dringend notwendige Renovierungen und Instandhaltungen gab, öffneten das [[Museum der Moderne auf dem Mönchsberg|Haus]] auf dem [[Mönchsberg]] und das [[Museum der Moderne|Rupertinum]] erst heute wieder ihre Ausstellungen mit zeitgenössischen und modernen Exponaten internationalen Formats. |
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| | * [[21. Juni]], Sonntag: Die Auswirkungen des Rotary Clubabends von Montag hatten im Laufe des Samstag nun auch die Gemeindevertreter der Marktgemeinde [[Schwarzach im Pongau]] erreicht. Ein Gemeindevertreter, der am Rotary Clubabend teilgenommen hatte, war auch bei der Gemeindevertretungssitzung in Schwarzach am Mittwoch dabei. Die Behörden hatten diejenigen in Quarantäne geschickt, die in der Nähe des Betroffenen gesessen seien, insgesamt acht, darunter auch [[Bürgermeister der Marktgemeinde Schwarzach im Pongau|Bürgermeister]] [[Andreas Haitzer]] ([[SPÖ]]), der seinen geplanten Urlaub absagen musste. | | * [[21. Juni]], Sonntag: Die Auswirkungen des Rotary Clubabends von Montag hatten im Laufe des Samstag nun auch die Gemeindevertreter der Marktgemeinde [[Schwarzach im Pongau]] erreicht. Ein Gemeindevertreter, der am Rotary Clubabend teilgenommen hatte, war auch bei der Gemeindevertretungssitzung in Schwarzach am Mittwoch dabei. Die Behörden hatten diejenigen in Quarantäne geschickt, die in der Nähe des Betroffenen gesessen seien, insgesamt acht, darunter auch [[Bürgermeister der Marktgemeinde Schwarzach im Pongau|Bürgermeister]] [[Andreas Haitzer]] ([[SPÖ]]), der seinen geplanten Urlaub absagen musste. |
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| | ==== 22. bis 30. Juni 2020 ==== | | ==== 22. bis 30. Juni 2020 ==== |
| − | * [[22. Juni]], Montag: Landessanitätsdirektorin [[Petra Juhasz]] bestätigte, dass 16 der 26 Teilnehmer des Rotary Clubabends danach noch in ein weiteres Lokal in der Altstadt gegangen waren. Ob die auslösende Person auch dabei war, wollte die Landessanitätsdirektorin nicht sagen. Mit heutigem Tag gab es im Bundesland 20 Neuinfizierte inklusive eines Altfalles. Von diesen 20 lassen sich bisher 15 Patienten auf den Rotary-Clubabend am Montag letzter Woche zurückführen.<ref name="InfoMediaWorx"></ref>> | + | * [[22. Juni]], Montag: [[Landessanitätsdirektor]]in [[Petra Juhasz]] bestätigte, dass 16 der 26 Teilnehmer des Rotary Clubabends danach noch in ein weiteres Lokal in der Altstadt gegangen waren. Ob die auslösende Person auch dabei war, wollte die Landessanitätsdirektorin nicht sagen. Mit heutigem Tag gab es im Bundesland 20 Neuinfizierte inklusive eines Altfalles. Von diesen 20 lassen sich bisher 15 Patienten auf den Rotary-Clubabend am Montag letzter Woche zurückführen.<ref name="InfoMediaWorx"></ref>> |
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| | * [[24. Juni]]: Mit heutigem Tag gab es wieder 24 infizierte Personen. Die Behörden hatten mittlerweile 158 Personen isoliert, die mit Personen in Kontakt waren, die am Vortrag des Rotary-Clubabends teilgenommen hatten. | | * [[24. Juni]]: Mit heutigem Tag gab es wieder 24 infizierte Personen. Die Behörden hatten mittlerweile 158 Personen isoliert, die mit Personen in Kontakt waren, die am Vortrag des Rotary-Clubabends teilgenommen hatten. |
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| | * [[12. Juli]], Sonntag: Eine Studentin der [[Fachhochschule Salzburg|Fachhochschule]] in [[Puch bei Hallein|Puch]]-[[Urstein]] wurde am [[10. Juli]] positiv auf den Corona-Virus getestet. Am Mittwoch war sie in einem Hörsaal, um eine Prüfung zu absolvieren. Die Studentin hatte insgesamt 26 Kontaktpersonen, verteilt auf mehrere Bezirke auch außerhalb Salzburgs. Bei einer Kontrolle des Salzburger Ordnungsamts wurden Samstagabend in einem kleinen Salzburger Innenstadtlokal 50 Personen auf engstem Raum angetroffen. Der Kellner sagte den Kontrolloren, dass es keinen Türsteher gebe und er die Kontrolle über das Geschehen verloren habe. Den Betreiber erwartet eine Anzeige. Sorge bereiteten den Ordnungshütern allerdings die Zustände am [[Rudolfskai]] und auf dem [[Anton-Neumayr-Platz (Stadt Salzburg)|Anton-Neumayr-Platz]]: Hier hätten sich große Menschenansammlungen gebildet. Am Rudolfskai würde die Situation zusätzlich durch eine Baustelle verschärft. Ein Auflösen der Ansammlung erschien den Kontrolloren des Ordnungsamts angesichts der derzeitigen Rechtslage als nicht verhältnismäßig. | | * [[12. Juli]], Sonntag: Eine Studentin der [[Fachhochschule Salzburg|Fachhochschule]] in [[Puch bei Hallein|Puch]]-[[Urstein]] wurde am [[10. Juli]] positiv auf den Corona-Virus getestet. Am Mittwoch war sie in einem Hörsaal, um eine Prüfung zu absolvieren. Die Studentin hatte insgesamt 26 Kontaktpersonen, verteilt auf mehrere Bezirke auch außerhalb Salzburgs. Bei einer Kontrolle des Salzburger Ordnungsamts wurden Samstagabend in einem kleinen Salzburger Innenstadtlokal 50 Personen auf engstem Raum angetroffen. Der Kellner sagte den Kontrolloren, dass es keinen Türsteher gebe und er die Kontrolle über das Geschehen verloren habe. Den Betreiber erwartet eine Anzeige. Sorge bereiteten den Ordnungshütern allerdings die Zustände am [[Rudolfskai]] und auf dem [[Anton-Neumayr-Platz (Stadt Salzburg)|Anton-Neumayr-Platz]]: Hier hätten sich große Menschenansammlungen gebildet. Am Rudolfskai würde die Situation zusätzlich durch eine Baustelle verschärft. Ein Auflösen der Ansammlung erschien den Kontrolloren des Ordnungsamts angesichts der derzeitigen Rechtslage als nicht verhältnismäßig. |
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| − | * [[13. Juli]], Montag: Während in [[Oberösterreich]] aufgrund von steigenden Infektionszahlen seit einigen Tagen wieder Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen, Geschäften und Gebäuden galt, wurde in Salzburg lediglich Maskenpflicht in Amtsgebäuden angeorndet. In der heutigen Montagausgabe der [[Salzburger Nachrichten]] berichteten zwei Personen von Erfahrungen in Salzburg am Samstag, den 12. Juli. Der emeritierte Umwelt- und Sozialpsychologe der [[Universität Salzburg]] Alexander Keul besuchte einen Elektronikmarkt, aus dem er bereits nach wenigen Minuten wieder ''floh'': "''Nach einer Viertelstunde bin ich geflüchtet, so viele Leute waren da schon wieder. Und bei der Kasse, da sind sie mir so nahe hinzugekrochen, ich habe gleich wieder die Maske aufgesetzt. Da war ich aber so ziemlich der Einzige.''" Die Psychotherapeutin und Verkehrspsychologin Maria Ruby berichtete von einem beliebten Gastgarten in der Salzburger Altstadt, in dem Volksfeststimmung herrschte. "''Es wurde getanzt und sogar geschuhplattelt, die Musik hat gespielt. Die Leute auf engstem Raum, keine Spur von Vorsicht. Aber, andererseits, auch ein Gefühl von Befreiung, als ob die Menschen aufblühen.''" | + | * [[13. Juli]], Montag: Während in [[Oberösterreich]] aufgrund von steigenden Infektionszahlen seit einigen Tagen wieder Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen, Geschäften und Gebäuden galt, wurde in Salzburg lediglich Maskenpflicht in Amtsgebäuden angeordnet. In der heutigen Montagausgabe der [[Salzburger Nachrichten]] berichteten zwei Personen von Erfahrungen in Salzburg am Samstag, den 12. Juli. Der emeritierte Umwelt- und Sozialpsychologe der [[Universität Salzburg]] Alexander Keul besuchte einen Elektronikmarkt, aus dem er bereits nach wenigen Minuten wieder ''floh'': "''Nach einer Viertelstunde bin ich geflüchtet, so viele Leute waren da schon wieder. Und bei der Kasse, da sind sie mir so nahe hinzugekrochen, ich habe gleich wieder die Maske aufgesetzt. Da war ich aber so ziemlich der Einzige.''" Die Psychotherapeutin und Verkehrspsychologin Maria Ruby berichtete von einem beliebten Gastgarten in der Salzburger Altstadt, in dem Volksfeststimmung herrschte. "''Es wurde getanzt und sogar geschuhplattelt, die Musik hat gespielt. Die Leute auf engstem Raum, keine Spur von Vorsicht. Aber, andererseits, auch ein Gefühl von Befreiung, als ob die Menschen aufblühen.''" |
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| | * [[14. Juli]], Dienstag: Die Polizeiinspektion Hauptbahnhof und die Polizeiinspektion Itzling wurden wegen bestätigter Coronafälle gesperrt. Die Stadt Salzburg spricht von neuem "''Cluster C''". Hundert Polizisten mussten getestet werden. Die Räumlichkeiten der zwei Dienststellen wurden umgehend desinfiziert, genauso wie die Autos. Wie sich nach Testung aller Beamten hergestellt hatten, waren sieben Personen infiziert (Stand 22. Juli 2020). | | * [[14. Juli]], Dienstag: Die Polizeiinspektion Hauptbahnhof und die Polizeiinspektion Itzling wurden wegen bestätigter Coronafälle gesperrt. Die Stadt Salzburg spricht von neuem "''Cluster C''". Hundert Polizisten mussten getestet werden. Die Räumlichkeiten der zwei Dienststellen wurden umgehend desinfiziert, genauso wie die Autos. Wie sich nach Testung aller Beamten hergestellt hatten, waren sieben Personen infiziert (Stand 22. Juli 2020). |
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| | * [[18. Juli]], Samstag: Nachdem eine Patientin des Salzburger Landeskrankenhauses am Freitagabend positiv auf Covid-19 getestet worden war, wurden vier Ärzte und acht Pflegekräfte in Quarantäne geschickt. Weitere 25 Ärzte und Pflegekräfte können laut einem Krankenhaussprecher mit einer FFP2-Schutzmaske ihren Dienst weiterhin versehen, müssen sich aber täglich einem Schnelltest unterziehen. Die 71-jährige Patientin mit bosnischen Wurzeln sei gestern wegen einer Grunderkrankung ins Spital gekommen. | | * [[18. Juli]], Samstag: Nachdem eine Patientin des Salzburger Landeskrankenhauses am Freitagabend positiv auf Covid-19 getestet worden war, wurden vier Ärzte und acht Pflegekräfte in Quarantäne geschickt. Weitere 25 Ärzte und Pflegekräfte können laut einem Krankenhaussprecher mit einer FFP2-Schutzmaske ihren Dienst weiterhin versehen, müssen sich aber täglich einem Schnelltest unterziehen. Die 71-jährige Patientin mit bosnischen Wurzeln sei gestern wegen einer Grunderkrankung ins Spital gekommen. |
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| − | :Etwas verärgert zeigte sich der Sprecher der SALK darüber, dass ein Rückkehrer aus Serbien nicht an der Grenze auf das Virus getestet worden sei. Der Mann habe gestern mit schweren Corona-Symptomen die Ambulanz des LKH aufgesucht, anstatt von zu Hause aus die Gesundheitshotline 1450 anzurufen. Der Patient werde jetzt in der Intensivstation behandelt. Man rate von Reisen nach Südosteuropa ab und solle auch keine Besuche von dort empfangen. | + | :Etwas verärgert zeigte sich der Sprecher der [[SALK]] darüber, dass ein Rückkehrer aus Serbien nicht an der Grenze auf das Virus getestet worden sei. Der Mann habe gestern mit schweren Corona-Symptomen die Ambulanz des LKH aufgesucht, anstatt von zu Hause aus die Gesundheitshotline 1450 anzurufen. Der Patient werde jetzt in der Intensivstation behandelt. Man rate von Reisen nach Südosteuropa ab und solle auch keine Besuche von dort empfangen. |
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| | * [[20. Juli]], Montag: Ab heute galt in allen Amtsgebäuden der Stadt Salzburg wieder Maskenpflicht. Beim Besuch des Recyclinghofs der Stadt Salzburg war ab heute auch im Freien wieder verpflichtend ein Mund- und Nasenschutz zu tragen. Die Maske war hier wie überall selbst mitzubringen. Des Weiteren war der Mindestabstand von einem Meter zu den Mitarbeitern des Recyclinghofs einzuhalten. Es wurde zudem gebeten, das Fahrzeug während einer allfälligen Wartezeit nicht zu verlassen. | | * [[20. Juli]], Montag: Ab heute galt in allen Amtsgebäuden der Stadt Salzburg wieder Maskenpflicht. Beim Besuch des Recyclinghofs der Stadt Salzburg war ab heute auch im Freien wieder verpflichtend ein Mund- und Nasenschutz zu tragen. Die Maske war hier wie überall selbst mitzubringen. Des Weiteren war der Mindestabstand von einem Meter zu den Mitarbeitern des Recyclinghofs einzuhalten. Es wurde zudem gebeten, das Fahrzeug während einer allfälligen Wartezeit nicht zu verlassen. |