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| | : die heutige Republik Moldau. | | : die heutige Republik Moldau. |
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| − | Der Name „Moldau“ soll aus dem dakischen „molta“ (viele) und „Dava“ (Burg oder Festung) abgeleitet worden sein. Andere Quellen behaupten, dass Molda, die Hündin des Fürsten „Dragos des Gründers“ in einem Fluss ertrunken war. | + | Der Name „Moldau“ soll aus dem dakischen „molta“ (viele) und „Dava“ (Burg oder Festung) abgeleitet worden sein. Andere Quellen behaupten, dass Molda, die Hündin des Fürsten „Dragos des Gründers“, in einem Fluss ertrunken war. |
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| − | Die lateinischen Ursprünge Moldaus können auf die Periode der römischen Besetzung des nahe gelegenen Dakiens zurückgeführt werden, das auf dem Gebiet des heutigen Rumäniens, Bulgariens und Serbiens lag. Moldau gehörte nie zur römischen Provinz Dacia, allerdings wurde das Gebiet von den Römern als Teil Dakiens oder als Teil der Sarmatia gesehen. Im [[13. Jahrhundert]] expandierte Ungarn in die Region. Die Region stand unter ungarischer Oberhoheit, bis 1349 Fürst Bogdan ein unabhängiges moldauisches Fürstentum gründete. | + | Die lateinischen Ursprünge Moldaus können auf die Periode der römischen Besetzung des nahe gelegenen Dakiens zurückgeführt werden, das auf dem Gebiet des heutigen Rumäniens, Bulgariens und Serbiens lag. Moldau gehörte nie zur römischen Provinz Dacia, allerdings wurde das Gebiet von den Römern als Teil Dakiens oder als Teil der Sarmatia gesehen. Im [[13. Jahrhundert]] expandierte [[Ungarn]] in die Region. Die Region stand unter ungarischer Oberhoheit, bis 1349 Fürst Bogdan ein unabhängiges moldauisches Fürstentum gründete. |
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| − | Das Osmanische Reich war im [[15. Jahrhundert]] zum bedeutendsten Machtfaktor in Südosteuropa geworden. Daneben strebten das Königreich Ungarn und das Königreich Polen auch die Erweiterung ihres Einflussbereiches in Südosteuropa an. Das Fürstentum Moldau versuchte in dieser Phase möglichst viel seiner Eigenständigkeit zu behalten, geriet aber als Vasallenstaat unter osmanischen Einfluss. | + | Das [[Türkei#Geschichte|Osmanische Reich]] war im [[15. Jahrhundert]] zum bedeutendsten Machtfaktor in Südosteuropa geworden. Daneben strebten auch das Königreich Ungarn und das Königreich [[Polen]] die Erweiterung ihres Einflussbereiches in Südosteuropa an. Das Fürstentum Moldau versuchte in dieser Phase möglichst viel von seiner Eigenständigkeit zu behalten, geriet aber als Vasallenstaat unter osmanischen Einfluss. |
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| − | Nach dem russisch-türkischen Krieg 1787–1792 musste das Osmanische Reich im Frieden von Jassy (heute Iași) alle Besitzungen östlich des Dnister an Russland abtreten. Ein erweitertes Bessarabien (benannt nach dem walachischen König Basarab I.) wurde nach dem 6. russisch-türkischen Krieg von 1806 bis 1812 durch den Frieden von Bukarest in das Russische Reich integriert. | + | Nach dem russisch-türkischen Krieg 1787–1792 musste das Osmanische Reich im Frieden von Jassy (heute Iași) alle Besitzungen östlich des Dnister an [[Russland]] abtreten. Ein erweitertes Bessarabien (benannt nach dem walachischen König Basarab I.) wurde nach dem 6. russisch-türkischen Krieg von 1806 bis 1812 durch den Frieden von Bukarest in das Russische Reich integriert. |
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| − | Nachdem im Zuge der Oktoberrevolution von [[1917]] das Selbstbestimmungsrecht aller Nationalitäten des Russischen Reiches erklärt worden war, wurde Bessarabien am 2. Dezember 1917 als Moldauische Demokratische Republik proklamiert. Nach einigen Wirren wurde das Gebiet [[1918]] endgültig unabhängig vom Russischen Reich. | + | Nachdem im Zuge der Oktoberrevolution von [[1917]] das Selbstbestimmungsrecht aller Nationalitäten des Russischen Reiches erklärt worden war, wurde Bessarabien am 2. Dezember 1917 als Moldauische Demokratische Republik proklamiert. Nach einigen Wirren wurde das Gebiet [[1918]] endgültig unabhängig vom Russischen Reich und sodann Teil Rumäniens. |
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| − | Das zu Rumänien gehörige Gebiet Bessarabiens und die nördliche Bukowina wurde im Juni [[1940]] mit deutscher Zustimmung als Konsequenz des geheimen Zusatzprotokolls des [[Adolf Hitler|Hitler]]-Stalin Paktes von sowjetischen Truppen besetzt und von der [[Russland|UdSSR]] annektiert. Am [[2. August]] 1940 wurde die Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik mit Chișinău (russisch Kischinjow) als Hauptstadt errichtet. | + | Das zu Rumänien gehörige Gebiet Bessarabiens und die nördliche [[Bukowina]] wurden im Juni [[1940]] als Konsequenz des geheimen Zusatzprotokolls des [[Adolf Hitler|Hitler]]-Stalin-Paktes mit deutscher Zustimmung von sowjetischen Truppen besetzt und von der [[Russland|UdSSR]] annektiert. Am [[2. August]] 1940 wurde die Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik mit Chișinău (russisch Kischinjow) als Hauptstadt errichtet. |
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| | Die Moldauische SSR wurde [[1991]] schließlich zur vollständig unabhängigen Republik Moldau. | | Die Moldauische SSR wurde [[1991]] schließlich zur vollständig unabhängigen Republik Moldau. |
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| | In der Geschichte des Landes Salzburg fanden sowohl [[Volksdeutsche]] als auch Bewohner von Bessarabien als Flüchtlinge ein neues Zuhause in Salzburg. In der [[Stadt Salzburg]] erinnert die [[Bessarabierstraße]] daran. | | In der Geschichte des Landes Salzburg fanden sowohl [[Volksdeutsche]] als auch Bewohner von Bessarabien als Flüchtlinge ein neues Zuhause in Salzburg. In der [[Stadt Salzburg]] erinnert die [[Bessarabierstraße]] daran. |
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| − | Graf [[Igor Caruso|Igor Alexander Caruso]] (* 1914 in Tiraspol, [[Ukraine]]; † 1981 in der [[Stadt Salzburg]]), ein bedeutender Psychoanalytiker, verbrachte seine Jugend in Bessarabien. | + | Graf [[Igor Caruso|Igor Alexander Caruso]] (* 1914 in Tiraspol, Ukraine; † 1981 in der [[Stadt Salzburg]]), ein bedeutender Psychoanalytiker, verbrachte seine Jugend in Bessarabien. |
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| − | Zum [[Salzburg Forum]], eine mitteleuropäische Sicherheitspartnerschaft, zählt die Republik zur ''Gruppe der Freunde''.
| + | Beim [[Salzburg Forum]], einer mitteleuropäischen Sicherheitspartnerschaft, zählt die Republik zur ''Gruppe der Freunde''. |
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| − | Der Salzburger [[Fremdenverkehr]]s-Fachmann [[Hofrat]] Dr. [[Werner Oppitz]] war als Lehrbeauftragter n der Universität in Chișinău. | + | Der Salzburger [[Fremdenverkehr]]s-Fachmann [[Hofrat]] Dr. [[Werner Oppitz]] war als Lehrbeauftragter an der Universität in Chișinău. |
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| − | In der 2. Qualifikationsrunde zur ''UEFA Europa League'' 2014–2015 war für den Fußballverein [[SV Grödig]] gegen Zimbru Chisinău Endstation. [[Stefan Lainer]] wurde im März [[2017]] für die Spiele gegen die Mannschaft der Republik Moldau (WM-Qualifikation) und [[Finnland]] (Test) in den Kader des A-Nationalteams berufen. | + | In der 2. Qualifikationsrunde zur ''UEFA Europa League'' 2014–2015 war für den Fußballverein [[SV Grödig]] gegen Zimbru Chisinău Endstation. [[Stefan Lainer]] wurde im März [[2017]] für die Spiele gegen die Mannschaften der Republik Moldau (WM-Qualifikation) und [[Finnland]] (Test) in den Kader des A-Nationalteams berufen. |
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| | Die in [[Grödig]] beheimatete Firma [[Grundfos Pumpen Vertrieb GesmbH]] exportiert ihre Produkte in die Republik über eine eigene Vertretung im Land. | | Die in [[Grödig]] beheimatete Firma [[Grundfos Pumpen Vertrieb GesmbH]] exportiert ihre Produkte in die Republik über eine eigene Vertretung im Land. |