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'''Die Pfarrkirche St.Paul in Salzburg-Riedenburg'''
 
'''Die Pfarrkirche St.Paul in Salzburg-Riedenburg'''
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Am 2. Oktober 1993 legte Erzbischof Dr. Georg Eder den Grundstein für die Kirche und das neue Pfarrzentrum St.Paul. Im Juni 1995 war die Kirche weitgehend fertiggestellt, und ein Jahr später, am 30. Juni 1996, wurde sie geweiht. Die Anfänge der Pfarre gehen allerdings weiter zurück. Am 28. November 1965 wurde die erste Sonntagsmesse mit P. Rafael Kleiner im damaligen Maxglaner Kino gefeiert, und 1972 traf sich die Gemeinde zur ersten Osternachtsfeier im Gemeindesaal, der dann für zwanzig Jahre das Zentrum der Pfarre sein sollte. Der Neubau war das große Anliegen des Pfarrers Johann Winkler, der allerdings die Fertigstellung nicht mehr erleben konnte (+ 30. März 1994).
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Am [[2. Oktober]] [[1993]] legte Erzbischof Dr. [[Georg Eder]] den Grundstein für die Kirche und das neue Pfarrzentrum St. Paul. Im Juni [[1995]] war die Kirche weitgehend fertiggestellt, und ein Jahr später, am [[30. Juni]] [[1996]], wurde sie geweiht. Die Anfänge der Pfarre gehen allerdings weiter zurück. Am [[28. November]] [[1965]] wurde die erste Sonntagsmesse mit Pater [[Rafael Kleiner]] im damaligen [[Maxglaner Kino]] gefeiert, und [[1972]] traf sich die Gemeinde zur ersten Osternachtsfeier im Gemeindesaal, der dann für zwanzig Jahre das Zentrum der Pfarre sein sollte. Der Neubau war das große Anliegen des Pfarrers [[Johann Winkler]], der allerdings die Fertigstellung nicht mehr erleben konnte (+ [[30. März]] [[1994]]).
       
== Patrozinium ==
 
== Patrozinium ==
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Das '''Patrozinium''' wird am 25. Jänner gefeiert, dem Fest der Bekehrung des Apostels Paulus. In der Wahl des Apostels Paulus zum Pfarrpatron sollte sich die Vorstellung von einer missionarischen lebendigen Kirche im Sinn des II. Vatikanischen Konzils ausdrücken, außerdem gab es in der Diözese noch keine Kirche, die auf den Apostel Paulus geweiht war.
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Das '''Patrozinium''' wird am [[25. Jänner]] gefeiert, dem Fest der Bekehrung des Apostels Paulus. In der Wahl des Apostels Paulus zum Pfarrpatron sollte sich die Vorstellung von einer missionarischen lebendigen Kirche im Sinn des II. Vatikanischen Konzils ausdrücken, außerdem gab es in der [[Diözese Salzburg|Diözese]] noch keine Kirche, die auf den Apostel Paulus geweiht war.
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Der '''Plan''' für die Kirche stammt vom Salzburger Architekturbüro Dipl. Ing. Erio K. Hofmann, in Zusammenarbeit mit Arch. Dipl. Ing. Albert Rothenthal. Als Grundidee wurde das Motiv des Zeltes aufgenommen, entsprechend dem Kirchenbild des II. Vatikanischen Konzils vom „pilgernden Gottesvolk“. Diese Vorstellung drückt sich vor allem in der Konstruktion mit Leimbindern aus Fichtenholz aus.
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Der '''Plan''' für die Kirche stammt vom Salzburger Architekturbüro Dipl. Ing. [[Erio K. Hofmann]], in Zusammenarbeit mit Arch. Dipl. Ing. [[Albert Rothenthal]]. Als Grundidee wurde das Motiv des Zeltes aufgenommen, entsprechend dem Kirchenbild des II. Vatikanischen Konzils vom „pilgernden Gottesvolk“. Diese Vorstellung drückt sich vor allem in der Konstruktion mit Leimbindern aus Fichtenholz aus.
       
== Künstlerische Ausgestaltung ==
 
== Künstlerische Ausgestaltung ==
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Der erste Beitrag zur '''künstlerischen Ausgestaltung''' kam vom akadem. Maler Richard Hirschbäck aus Zell am See. Er lieferte für die zwei Giebelfenster und die drei Glastüren zum Atrium die Entwürfe, die in einfachen geometrischen Formen gehalten sind. Das nordöstliche Giebelfenster ist, entsprechend der Richtung des Sonnenaufgangs, in kühlen Farben gehalten, das südwestliche Fenster trägt die Farben des Sonnenuntergangs, gelb, rot und gold. Die Symbolzahl „drei“ begegnet uns in den drei Türen, die ins Atrium führen. Sie sind gestaltet auf der Basis der drei geometrischen Grundmuster, Quadrat, Kreis und Dreieck, und symbolisieren Glaube, Hoffnung und Liebe, oder auch die Dreieinigkeit Gottes. Die Glasfachwerkstätte Schlierbach führte die Arbeiten aus.  
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Der erste Beitrag zur '''künstlerischen Ausgestaltung''' kam vom akadem. Maler [[Richard Hirschbäck]] aus [[Zell am See]]. Er lieferte für die zwei Giebelfenster und die drei Glastüren zum Atrium die Entwürfe, die in einfachen geometrischen Formen gehalten sind. Das nordöstliche Giebelfenster ist, entsprechend der Richtung des Sonnenaufgangs, in kühlen Farben gehalten, das südwestliche Fenster trägt die Farben des Sonnenuntergangs, gelb, rot und gold. Die Symbolzahl „drei“ begegnet uns in den drei Türen, die ins Atrium führen. Sie sind gestaltet auf der Basis der drei geometrischen Grundmuster, Quadrat, Kreis und Dreieck, und symbolisieren Glaube, Hoffnung und Liebe, oder auch die Dreieinigkeit Gottes. Die Glasfachwerkstätte Schlierbach führte die Arbeiten aus.  
       
=== Altarraum ===
 
=== Altarraum ===
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Die Gestaltung des '''Altarraums''' wurde Prof. Hubert Schmalix übertragen, aufgrund eines Wettbewerbs, der im Jahr 1992 ausgeschrieben worden war, noch vor dem Bau der Kirche. Die Arbeiten von Prof. Hubert Schmalix haben die Kirche von St.Paul weit über die Grenzen Salzburgs hinaus bekannt gemacht. Sein Werk in St.Paul umfasst vor allem Altar, Ambo und Tabernakel sowie das große Fresko an der Altarrückwand mit 115 m².
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Die Gestaltung des '''Altarraums''' wurde Prof. [[Hubert Schmalix]] übertragen, aufgrund eines Wettbewerbs, der im Jahr [[1992]] ausgeschrieben worden war, noch vor dem Bau der Kirche. Die Arbeiten von Prof. Hubert Schmalix haben die Kirche von St. Paul weit über die Grenzen [[Salzburg (Bundeland)|Salzburg]]s hinaus bekannt gemacht. Sein Werk in St. Paul umfasst vor allem Altar, Ambo und Tabernakel sowie das große Fresko an der Altarrückwand mit 115 m².
    
==== Fresko ====
 
==== Fresko ====
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==== Weitere Gegenstände im Altarraum ====
 
==== Weitere Gegenstände im Altarraum ====
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Altar, Ambo und Tabernakelsockel sind aus einem feinkörnigen durchgefärbten Beton, hergestellt von Facharbeitern der Firma Ferro-Betonit. Der Betonguß ist in dieser Struktur und Färbung sicher einzigartig. Altar, Ambo und Tabernakel sind übrigens so im Altarraum positioniert, dass ihr gemeinsamer Schwerpunkt auf der Symmetrieachse der Kirche liegt. Dadurch soll zum Ausdruck gebracht werden, dass nach der Liturgiekonstitution des II.Vatikanischen Konzils der Tisch des Wortes und der Tisch des Brotes gleichwertig sind.
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Altar, Ambo und Tabernakelsockel sind aus einem feinkörnigen durchgefärbten Beton, hergestellt von Facharbeitern der Firma [[Ferro-Betonit]]. Der Betonguß ist in dieser Struktur und Färbung sicher einzigartig. Altar, Ambo und Tabernakel sind übrigens so im Altarraum positioniert, dass ihr gemeinsamer Schwerpunkt auf der Symmetrieachse der Kirche liegt. Dadurch soll zum Ausdruck gebracht werden, dass nach der Liturgiekonstitution des II.Vatikanischen Konzils der Tisch des Wortes und der Tisch des Brotes gleichwertig sind.
    
==== Altar ====
 
==== Altar ====
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=== Wochentagskapelle ===
 
=== Wochentagskapelle ===
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Die '''Wochentagskapelle''' ist durch eine faltbare Glaswand von der Kirche abgeteilt. Das Thema der Kapelle wird angegeben durch ein Marienbild „Maria, Mutter vom Guten Rat“. Es stammt aus dem 18.Jhd. und ist eine Kopie des Gnadenbildes von Genazzano, 50 km östlich von Rom in den Prenestinerbergen gelegen.  
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Die '''Wochentagskapelle''' ist durch eine faltbare Glaswand von der Kirche abgeteilt. Das Thema der Kapelle wird angegeben durch ein Marienbild „Maria, Mutter vom Guten Rat“. Es stammt aus dem [[18. Jahrhundert|18. Jhd.]] und ist eine Kopie des Gnadenbildes von Genazzano, 50 km östlich von Rom in den Prenestinerbergen gelegen.  
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Der '''Altar in der Kapelle''' stellt das Thema „Wurzel Jesse“ bzw. „Stammbaum Jesu“ dar und steht damit in Beziehung zum Marienbild. Er wurde von Hartwig Rainer Mülleitner 1996 geschaffen. Aus dem Wurzelstock einer Fichte, die auf 1500 m Seehöhe in Kendlbruck im Lungau gewachsen war, arbeitete er den runden Altar heraus. In den Wurzeln ist ein Stein eingewachsen, ein Serpentinit, der an seiner Stelle belassen und an die Rundung des Altars angeglichen wurde. Die ausgenommene Mitte des Wurzelstocks ist unter einer Glasplatte abgesenkt. Unter der Glasplatte ist das Altarkreuz zu sehen, es ist aus dem selben Material wie der eingewachsene Stein und kommt aus der unmittelbaren Umgebung des Standortes der Fichte. Der Stein, aus dem das Kreuz geschnitten ist, erinnert in seiner Form an einen Brotlaib. Er greift damit das Motiv der Eucharistie auf. Aus einer der kräftigen Wurzeln, die bei der Bearbeitung des Wurzelstocks übriggeblieben sind, hat der Künstler den Bodenleuchter, der neben dem Altar steht, angefertigt.
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Der '''Altar in der Kapelle''' stellt das Thema „Wurzel Jesse“ bzw. „Stammbaum Jesu“ dar und steht damit in Beziehung zum Marienbild. Er wurde von [[Hartwig Rainer Mülleitner]] [[1996]] geschaffen. Aus dem Wurzelstock einer Fichte, die auf 1500 m Seehöhe in [[Kendlbruck]] im [[Lungau]] gewachsen war, arbeitete er den runden Altar heraus. In den Wurzeln ist ein Stein eingewachsen, ein Serpentinit, der an seiner Stelle belassen und an die Rundung des Altars angeglichen wurde. Die ausgenommene Mitte des Wurzelstocks ist unter einer Glasplatte abgesenkt. Unter der Glasplatte ist das Altarkreuz zu sehen, es ist aus dem selben Material wie der eingewachsene Stein und kommt aus der unmittelbaren Umgebung des Standortes der Fichte. Der Stein, aus dem das Kreuz geschnitten ist, erinnert in seiner Form an einen Brotlaib. Er greift damit das Motiv der Eucharistie auf. Aus einer der kräftigen Wurzeln, die bei der Bearbeitung des Wurzelstocks übriggeblieben sind, hat der Künstler den Bodenleuchter, der neben dem Altar steht, angefertigt.
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Der Kirchturm trägt ein '''Geläute''' von fünf Glocken, die in der Gießerei Grassmayr in Innsbruck gegossen und nach den Anfangstönen des „Salve Regina“ gestimmt worden sind.  Geweiht sind sie auf den Kirchenpatron Paulus, sowie auf Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Ebenso wie die Glocken wurden in der Gießerei Grassmayr die Weihwasserbecken aus Bronze hergestellt.
 
Der Kirchturm trägt ein '''Geläute''' von fünf Glocken, die in der Gießerei Grassmayr in Innsbruck gegossen und nach den Anfangstönen des „Salve Regina“ gestimmt worden sind.  Geweiht sind sie auf den Kirchenpatron Paulus, sowie auf Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Ebenso wie die Glocken wurden in der Gießerei Grassmayr die Weihwasserbecken aus Bronze hergestellt.
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Der '''Turm''' mit seiner verglasten Spitze, hergestellt von der Firma Seidenbusch aus Ried im Innkreis, ist inzwischen längst das Wahrzeichen St.Pauls geworden. Wie ein Kristall leuchtet er in der Nacht und weckt in vielen Bewohnern des Stadtviertels ein heimatliches Gefühl.
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Der '''Turm''' mit seiner verglasten Spitze, hergestellt von der Firma Seidenbusch aus Ried im Innkreis, ist inzwischen längst das Wahrzeichen St. Pauls geworden. Wie ein Kristall leuchtet er in der Nacht und weckt in vielen Bewohnern des Stadtviertels ein heimatliches Gefühl.
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[[Kategorie:Gebäude]]
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[[Kategorie:Religion]]
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[[Kategorie:Architektur]]