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IDI Internationales Dialektinstitut (Seite wurde neu angelegt)

Das '''IDI Internationale Dialektinstitut''' ist ein Verein mit Sitz in [[Niedernsill]].

==Gründung und Organisation==
Das IDI wurde [[1976]] in Krems anlässlich der von Dr. Hans Haid organisierten „2. Internationalen Dialekttage“ als Verein, damals mit Sitz in [[Wien]] gegründet. Der Vereinssitz wurde [[1992]] nach Innsbruck und [[2010]] nach [[Niedernsill]] verlegt. Im IDI sind ca. 130 Dialektautorinnen und -Autoren des mitteleuropäischen Sprachraums sowie mit Regionalsprachen beschäftigte Institute organisiert.

==Inhaltliche Kernbereiche==
Zentrale Aufgaben der Arbeit des IDI sind seit Beginn:
die moderne Dialektliteratur, die bewusst den Dialekt als Ausdrucksmittel gegen die Überbewertung der Hochsprache einsetzt,
die Volkskultur im Sinne einer Basis-Kultur zur Emanzipierung der Benachteiligten und
die Interdisziplinarität der Dialekto�logie.<ref>[„Langue et Pouvoir / Sprache und Macht“, Strasbourg 1982]</ref>

Die praktische Arbeit besteht in der Ausrichtung Internationaler Arbeitstagungen an verschie�denen Orten in Mitteleuropa, zunächst alle zwei Jahre, mit Generalversammlung und Gesprächsforen in den Jahren dazwischen. Dem schwindenden Interesse der Wissenschaft geschuldet, fanden die Dialekt�tagungen zuletzt jährlich statt.

==Geschichte==
*1974: Erste internationale Arbeitstagung für Mundartliteratur auf Einladung von Dr. Hans Haid in Obergurgl (Ötztal, A)
*1976: Internationale Dialekttage in Krems (A). Gründung des IDI als Verein. Vereinssitz und Geschäftsführung  in Wien.
*1978: Internationale Dialekttage in Rothenburg ob der Tauber (D)
*1980: Internationale Dialekttage in Basel und Luzern (CH)
*1982: Internationale Dialekttage in Strasbourg (Alsace, F)
*1984: Internationale Dialekttage in Eggenburg (NÖ, A)
*1986: Internationale Dialekttage in Bad Bevensen (D)
*1988: Internationale Dialekttage in Krefeld (D)
*1990: Internationale Dialekttage „Literatur der kleinen Völker“ in Glurns (Südtirol)
*1992: Internationale Dialekttage „Neue Dialekt- und Regionalliteratur“ in Innsbruck (A),
*1994: Internationale Dialekttage in Koprivnik (SLO)
*1996: In Zusammenarbeit mit Ö.D.A.: Tagung „Musik und Poesie“ in Wien (A)
*1998: Internationale Dialekttage in Vigo di Fassa (Trient, I)
*2000: Internationale Dialekttage im Bregenzerwald (Vorarlberg, A)
*2002: In Zusammenarbeit mit Pro Vita Alpina: Exkursion und Tagung Innsbruck (A) – Aosta (I) – Baio Dora (I) – Gap (F)
*2004: In Zusammenarbeit mit “Freistaat Burgstein” int. Fachtagung in Längenfeld (Ötztal, A)
*2008: Internationale Dialekttage in Mäder (Vorarlberg, A),
*2010: Internationale Dialekttagung in Müllheim (Baden, D)
*2012: Internationale Dialekttagung in Meran (Südtirol, I)
*2013: Internationale Dialekttagung im Literaturhaus Salzburg (A)
*2014: Internationale Dialekttagung in Freistadt (A)
*2015: Internationale Dialekttagung in Niedernsill (A)
*2016: Internationale Dialekttagung in Wangen (D)
*2017: Internationale Dialekttagung in Rothenburg ob der Tauber (D)
*2018: Internationale Dialekttagung in Langenlois (A)
*2019: Internationale Dialekttagung in Stans (CH)
==Präsidenten des IDI==
*Fernand Hoffmann (* 1929, † 2000), Luxembourg
*Pierre Garnier (* 1928, † 2014), Frankreich
*Julian Dillier (* 1922, † 2001), Schweiz
*Hans Haid (* 1938, † 2019), Österreich
*Markus Manfred Jung (* 1954), Deutschland

==Quellen==
*Text von Josef Wittmann, IDI, mit geringfügigen Änderungen und gestalterischen Anpassungen von [[Christina Nöbauer]];

[[Kategorie:Literatur]]
[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Kultur]]
[[Kategorie:Bildung]]
[[Kategorie:Niedernsill]]
[[Kategorie:Pinzgau]]
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