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| | ===Seine Italien-Reisen=== | | ===Seine Italien-Reisen=== |
| | Diese Zeit des Reisen war für Wolfgang mit Ruhelosigkeit verbunden, führte ihn jedoch an die glanzvollsten Fürstenhöfe seiner Zeit. So feierten die Kinder in München und Wien große Triumphe. | | Diese Zeit des Reisen war für Wolfgang mit Ruhelosigkeit verbunden, führte ihn jedoch an die glanzvollsten Fürstenhöfe seiner Zeit. So feierten die Kinder in München und Wien große Triumphe. |
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| | ===== Mozart und das Gerichtsgebäude in Lofer ===== | | ===== Mozart und das Gerichtsgebäude in Lofer ===== |
| | Am [[13. Dezember]] [[1769]] war Wolfgang Amadé Mozart, damals 13 Jahre alt, mit seinem Vater Leopold Mozart im [[Gerichtsgebäude Lofer]] zu Gast. Sie befanden sich gerade auf der Reise zu den Opernhäusern in Italien. Vater Mozart berichtete über den Aufenthalt in [[Lofer]] in einem Brief an seine Frau und Tochter [[Nannerl]]: | | Am [[13. Dezember]] [[1769]] war Wolfgang Amadé Mozart, damals 13 Jahre alt, mit seinem Vater Leopold Mozart im [[Gerichtsgebäude Lofer]] zu Gast. Sie befanden sich gerade auf der Reise zu den Opernhäusern in Italien. Vater Mozart berichtete über den Aufenthalt in [[Lofer]] in einem Brief an seine Frau und Tochter [[Nannerl]]: |
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| | ===Unter Fürsterzbischof Colloredo=== | | ===Unter Fürsterzbischof Colloredo=== |
| − | Als [[Erzbischof#Fürsterzbischöfe|Fürsterzbischof]] [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]], ein verständnisvoller Förderer Mozarts, [[1771]] starb, fand er in seinem Nachfolger [[Hieronymus Graf Colloredo]], einem modernen Fürst der Aufklärung, der [[1772]] Salzburger Fürsterzbischof wurde, keinen so verständnisvollen Fürsten mehr. Es bedeutete dies auch für Salzburg politische und gesellschaftliche Neuerungen. Mozart war gezwungen, wieder ein streng geregeltes Leben zu führen. Dieser Umstand führte zu einem lang andauernden Konflikt mit seinem Dienstherrn. | + | Als [[Fürsterzbischof]] [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]], ein verständnisvoller Förderer Mozarts, [[1771]] starb, fand er in seinem Nachfolger [[Hieronymus Graf Colloredo]], einem modernen Fürst der Aufklärung, der [[1772]] Salzburger Fürsterzbischof wurde, keinen so verständnisvollen Fürsten mehr. Es bedeutete dies auch für Salzburg politische und gesellschaftliche Neuerungen. Mozart war gezwungen, wieder ein streng geregeltes Leben zu führen. Dieser Umstand führte zu einem lang andauernden Konflikt mit seinem Dienstherrn. |
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| | Die verzweifelte Suche auf weiteren Reisen nach Italien, Wien und München nach einer geeigneten Anstellung für den jungen Musiker und Komponisten, der seit [[1769]] unbesoldeter, seit [[21. August]] [[1772]] besoldeter [[Hofkonzertmeister]] der [[Salzburger Hofmusik]] war, blieb jedoch erfolglos. So übersiedelte die Familie [[1773]] in das Haus am Hannibalplatz, dem heutigen [[Makartplatz]] (Mozart-Wohnhaus), wo zahlreiche Sinfonien, Serenaden, Divertimenti, fünf Konzerte für Klavier ("Lützow-Konzert" KV 246, "Jeunehomme-Konzert" KV 271), "Il Re pastore" KV 208 sowie Teile des "Idomeneo" KV 366 entstanden. | | Die verzweifelte Suche auf weiteren Reisen nach Italien, Wien und München nach einer geeigneten Anstellung für den jungen Musiker und Komponisten, der seit [[1769]] unbesoldeter, seit [[21. August]] [[1772]] besoldeter [[Hofkonzertmeister]] der [[Salzburger Hofmusik]] war, blieb jedoch erfolglos. So übersiedelte die Familie [[1773]] in das Haus am Hannibalplatz, dem heutigen [[Makartplatz]] (Mozart-Wohnhaus), wo zahlreiche Sinfonien, Serenaden, Divertimenti, fünf Konzerte für Klavier ("Lützow-Konzert" KV 246, "Jeunehomme-Konzert" KV 271), "Il Re pastore" KV 208 sowie Teile des "Idomeneo" KV 366 entstanden. |
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| | ===Mozart geht nach Wien=== | | ===Mozart geht nach Wien=== |
| − | Mozart versuchte sich daraufhin in Wien als freischaffender Künstler und finanzierte seinen Lebensunterhalt vornehmlich als Opernkomponist ("Die Entführung aus dem Serail" KV 384, "Der Schauspieldirektor" KV 486, "Le Nozze di Figaro" KV 492), als Klaviervirtuose mit eigenen Kompositionen und als Lehrer. Am [[4. August]] [[1782]] heiratete er im Wiener Stephansdom [[Constanze Weber]] (* [[1762]], ↑ [[1842]]). Von Seiten der Nachwelt wurden ihr später Verschwendungssucht, Gefühlskälte und (nach dem Tode ihres Mannes) Geschäftstüchtigkeit vorgeworfen. | + | Mozart versuchte sich daraufhin in Wien als freischaffender Künstler und finanzierte seinen Lebensunterhalt vornehmlich als Opernkomponist ("[[Die Entführung aus dem Serail]]" KV 384, "Der Schauspieldirektor" KV 486, "[[Le nozze di Figaro]]" KV 492), als Klaviervirtuose mit eigenen Kompositionen und als Lehrer. Am [[4. August]] [[1782]] heiratete er im Wiener Stephansdom [[Constanze Weber]] (* [[1762]], ↑ [[1842]]). Von Seiten der Nachwelt wurden ihr später Verschwendungssucht, Gefühlskälte und (nach dem Tode ihres Mannes) Geschäftstüchtigkeit vorgeworfen. |
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| | + | Im [[1719]] vom Stuckateur [[Alberto Camesina]] erworbenen Haus in Wien in der Schulerstraße 845 („Figarohaus“ bzw. „Mozarthaus Vienna“, heute Domgasse 5) wohnte Mozart von [[1784]] bis [[1787]]. Mozart schrieb in dieser Wohnung einige seiner bekanntesten Werke, darunter die am [[1. Mai]] [[1786]] uraufgeführte Oper „''Le nozze di Figaro''“, die Vertonung des Johann Wolfgang von Goethe-Gedichtes „Das Veilchen“ (Juni 1785) und die Joseph Haydn gewidmeten Streichquartette (1785).<ref>{{wikipedia-de|Alberto Camesina|Alberto Camesina}}</ref> |
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| | Mozart reiste mit seiner Frau [[1783]] nach Salzburg, [[1787]] zwei Mal nach Prag zur Aufführung von "Le Nozze di Figaro" und zur Uraufführung des "Don Giovanni" KV 527. Seine beiden letzten Opernerfolge erzielte Mozart mit seiner am 6. September [[1791]] in Prag uraufgeführten Krönungsoper "La Clemenza di Tito" KV 621 und der "Zauberflöte" KV 620 im Freihaustheater in Wien. | | Mozart reiste mit seiner Frau [[1783]] nach Salzburg, [[1787]] zwei Mal nach Prag zur Aufführung von "Le Nozze di Figaro" und zur Uraufführung des "Don Giovanni" KV 527. Seine beiden letzten Opernerfolge erzielte Mozart mit seiner am 6. September [[1791]] in Prag uraufgeführten Krönungsoper "La Clemenza di Tito" KV 621 und der "Zauberflöte" KV 620 im Freihaustheater in Wien. |