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| | Am [[13. Jänner]] [[2020]] drangen Gegner der 380-kV-Freileitung in [[Bad Vigaun]] in ein gesperrtes Forstgebiet ein und hinderten Waldarbeiter der Bundesforste, Bäume zu schlägern. Es geht um Fällungen auf 300 Hektar, aufgeteilt auf zwei Jahre und mit Wiederaufforstungen. Da gehe es insgesamt um nur acht Prozent der jährlichen Holzentnahme im Bundesland Salzburg. | | Am [[13. Jänner]] [[2020]] drangen Gegner der 380-kV-Freileitung in [[Bad Vigaun]] in ein gesperrtes Forstgebiet ein und hinderten Waldarbeiter der Bundesforste, Bäume zu schlägern. Es geht um Fällungen auf 300 Hektar, aufgeteilt auf zwei Jahre und mit Wiederaufforstungen. Da gehe es insgesamt um nur acht Prozent der jährlichen Holzentnahme im Bundesland Salzburg. |
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| − | Anfang April 2020 formierte sich die Initiative "fairkabeln" rund um den erfolgreichen Unternehmer [[Franz Fuchsberger]]. Angestrebt wird die Durchsetzung der Erdverkabelung, nicht nur für die Salzburg-Leitung, sondern mittel- bis langfristig auch für alle Höchstspannungsleitungen in Österreich. Die gut organisierte Gruppe konnte in erstaunlich kurzer Zeit eine große Zahl an Unterstützern gewinnen (Stand 27. Mai 2020: 4.115 Personen). | + | Anfang April 2020 formierte sich die Initiative "fairkabeln" rund um den erfolgreichen Unternehmer [[Franz Fuchsberger]]. Angestrebt wird die Durchsetzung der Erdverkabelung, nicht nur für die Salzburg-Leitung, sondern mittel- bis langfristig auch für alle Höchstspannungsleitungen in Österreich. Die gut organisierte Gruppe konnte in erstaunlich kurzer Zeit eine große Zahl an Unterstützern gewinnen (Stand 27. Mai 2020: 4 115 Personen). |
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| | + | Im Laufe des Sommers und Herbst 2020 kam es immer wieder zu Protestaktionen der Gegner der Freileitung im Raum Koppl und Bad Vigaun, zeitweise schritt auch die Polizei gegen die Demonstranten ein. Eine neuerliche Eingabe Verwaltungsgerichtshof (VwGH), um Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Genehmigung der Errichtung der Salzburgleitung brachte ein für die Demonstranten enttäuschendes Ergebnis: Der Verwaltungsgerichtshof wies mit Erkenntnis vom [[15. Oktober]] [[2020]] alle Einsprüche als unbegründet ab und bestätigte die Genehmigung für die 380-kV-Salzburgleitung. |
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| | + | Der VwGH befindet sich als oberste Instanz über dem Bundesverwaltungsgericht. Dieses hat im Februar 2019 die Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb der 380-kV-Salzburgleitung erteilt. Damit wurde der Bescheid der Salzburger Landesregierung vom Dezember 2015 bestätigt. Zahlreiche Anrainer, Gemeinden und Bürgerinitiativen hatten gegen den Bescheid und gegen die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Beschwerde eingelegt. Die letzte Hoffnung der Freileitungsgegner war eine ordentliche Revision beim Verwaltungsgerichtshof. |
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| | + | Der Obmann des Vereins "Fairkabeln", Franz Fuchsberger, bestätigte den [[Salzburger Nachrichten]] umgehend am Telefon, was er bereits zuvor in mehreren Interviews angekündigt hatte: "Die Proteste werden sofort eingestellt." |
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| | + | Die Leitung von Elixhausen nach Kaprun ist schon seit gut einem Jahr in Bau. Es wird bereits an mehr als 80 Maststandorten in allen vier betroffenen Bezirken gearbeitet.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/herbe-enttaeuschung-fuer-die-380-kv-freileitungsgegner-94459054 www.sn.at] 20. Oktober 2020</ref> |
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| | * {{Quelle SN|26. Jänner 2011 und 15. Dezember 2015}} | | * {{Quelle SN|26. Jänner 2011 und 15. Dezember 2015}} |
| | * Salzburger Nachrichten vom [https://www.sn.at/salzburg/politik/380-kv-leitung-betreiber-erwaegen-rechtliche-schritte-gegen-die-waldbesetzer-82151068 18. Jänner 2020] | | * Salzburger Nachrichten vom [https://www.sn.at/salzburg/politik/380-kv-leitung-betreiber-erwaegen-rechtliche-schritte-gegen-die-waldbesetzer-82151068 18. Jänner 2020] |
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| | + | <references/> |
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| | [[Kategorie:Infrastruktur]] | | [[Kategorie:Infrastruktur]] |