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| | == Leben == | | == Leben == |
| − | Johann Baptist Aingler kam auf dem Hazn-Gütl in Öd als Sohn des Mühlmachers Thomas Aingler und seiner Frau Gertraud, geborene Hogger, zur Welt. Nachdem ihm Verwandte in [[Mariapfarr]] ersten Unterricht hatten zukommen lassen, wurde er auf das Klerikalseminar in der [[Stadt Salzburg]] geschickt, wo er [[1799]] eintrat. Nach seiner Priesterweihe am [[4. Juni]] [[1803]] im [[Salzburger Dom]] war Aingler Katechet der beiden Salzburger Waisenhäuser ([[Knabenwaisenhaus Salzburg|Knabenwaisenhaus]] und [[Mädchenwaisenhaus Salzburg|Mädchenwaisenhaus]]). Dann war er von [[1806]] bis [[1813]] Direktor des [[Salzburger Schullehrerseminar]]s und wurde [[1813]] schließlich Pfarrer in [[Mittersill]], was er bis [[1819]] blieb. | + | Johann Baptist Aingler kam auf dem Hazn-Gütl in Öd als Sohn des Mühlmachers Thomas Aingler und seiner Frau Gertraud, geborene Hogger, zur Welt. Nachdem ihm Verwandte in [[Mariapfarr]] ersten Unterricht hatten zukommen lassen, wurde er auf das Klerikalseminar in der [[Stadt Salzburg]] geschickt, wo er [[1799]] eintrat. Nach seiner Priesterweihe am [[4. Juni]] [[1803]] im [[Salzburger Dom]] war Aingler Katechet der beiden Salzburger Waisenhäuser ([[Knabenwaisenhaus in der Stadt Salzburg|Knabenwaisenhaus]] und [[Mädchenwaisenhaus Salzburg|Mädchenwaisenhaus]]). Dann war er von [[1806]] bis [[1813]] Direktor des [[Salzburger Schullehrerseminar]]s und wurde [[1813]] schließlich Pfarrer in [[Mittersill]], was er bis [[1819]] blieb. |
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| | In Mittersill erhielt er einen Einblick in das damalige Schulwesen: Ein alter Lehrer unterrichtete zusammen mit seiner Frau und kleinen Tochter und in einer zeitgenössischen Glosse einer Salzburger Literaturzeitung stand über die Mittersiller Schule, dass die Kinder nur in wertlosen Büchern lesen ohne den Zusammenhang zu verstehen und ohne über das Gelesene auch nur in Ansätzen nachzudenken. Die einzigen Schulregeln, die sie von diesem alten Lehrer erhielten, waren die sieben Todsünden. Der Lehrer hielt im Sommer auch keinen Unterricht, weil keine Kinder kämen, sagte er. Die Gemeinde war allerdings der Ansicht, die Kinder erhielten deswegen sommers keinen Unterricht, weil diesen der Lehrer nicht erteilte. | | In Mittersill erhielt er einen Einblick in das damalige Schulwesen: Ein alter Lehrer unterrichtete zusammen mit seiner Frau und kleinen Tochter und in einer zeitgenössischen Glosse einer Salzburger Literaturzeitung stand über die Mittersiller Schule, dass die Kinder nur in wertlosen Büchern lesen ohne den Zusammenhang zu verstehen und ohne über das Gelesene auch nur in Ansätzen nachzudenken. Die einzigen Schulregeln, die sie von diesem alten Lehrer erhielten, waren die sieben Todsünden. Der Lehrer hielt im Sommer auch keinen Unterricht, weil keine Kinder kämen, sagte er. Die Gemeinde war allerdings der Ansicht, die Kinder erhielten deswegen sommers keinen Unterricht, weil diesen der Lehrer nicht erteilte. |
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| | * [[Stefan Trinkl]]: ''[[Als der Pfarrer auch noch Landwirt war]]'', Seite 39 | | * [[Stefan Trinkl]]: ''[[Als der Pfarrer auch noch Landwirt war]]'', Seite 39 |
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| − | |AMT=[[Pfarrer von Mittersill|Pfarrer]] von [[Pfarre Mittersill|Mittersill]] | + | |AMT=[[Pfarrer von Mittersill|Pfarrer]] der [[Pfarre Mittersill]] |
| | |ZEIT=[[1813]]–[[1819]] | | |ZEIT=[[1813]]–[[1819]] |
| | |VORGÄNGER=[[Ignaz Weixlbaumer]] | | |VORGÄNGER=[[Ignaz Weixlbaumer]] |
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| | [[Kategorie:Pfarrer (Katholische Kirche)]] | | [[Kategorie:Pfarrer (Katholische Kirche)]] |
| | [[Kategorie:Rupertiwinkel]] | | [[Kategorie:Rupertiwinkel]] |
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