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[[Datei:Freiburg Schlossbergturm Panorama 2010 mit Bergnummern.jpg|thumb|900px|360°-Panorama von Freiburg im Breisgau vom Schlossbergturm gesehen.]]
'''Freiburg im Breisgau''' ist eine kreisfreie Großstadt in Baden-[[Württemberg]] in [[Deutschland]].

== Geografie ==
Mit einer Fläche von 153,04 km² ist Freiburg etwa zwei Mal so groß wie die [[Stadt Salzburg]] (65,65 km²) und hat rund 231 000 Einwohner (Stadt Salzburg 155 000). Mit 278 [[m ü. A.]] liegt die Stadt tiefer als Salzburg (424 m ü. A.) im Südwesten Baden-Württembergs am südöstlichen Rand des Oberrheingrabens sowie größtenteils in der Freiburger Bucht und am westlichen Fuße des Schwarzwaldes. Die nächstgelegenen Großstädte sind: Mülhausen (frz. Mulhouse) im Elsass ([[Frankreich]]), etwa 46 Kilometer Luftlinie südwestlich, Basel ([[Schweiz]]), etwa 51 Kilometer südlich, Straßburg (Elsass), etwa 66 Kilometer nördlich, Zürich (Schweiz), etwa 85 Kilometer südöstlich, Karlsruhe, etwa 120 Kilometer nördlich sowie Stuttgart, etwa 133 Kilometer nordöstlich von Freiburg. Durch Freiburg fließt die Dreisam.

== Geschichte (Auszug) ==
Das österreichische Erbe wird in Freiburg noch sehr hochgehalten. Die ''Kaiserstraße'', benannt nach dem [[1777]] auf der Durchreise weilenden [[Habsburger]] Kaiser [[Joseph II.]] mündet in die ''Habsburgerstraße''. [[1282]] verlieh Rudolf I. von Habsburg der Stadt verschiedene Freiheiten und Rechte, wie sie Colmar und andere habsburgische Reichsstädte auch hatten. [[1368]] konnten sich die Freiburger aus der Herrschaft der Freiburger Grafen freikaufen und begaben sich aus freien Stücken unter den Schutz der Habsburger Herzöge Albrecht und Leopold.

[[1648]], mit dem Friedensschluss im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] mussten die Habsburger ihren Regierungssitz von ''Vorder[[Österreich#%C3%96sterreich#.C3.96sterreich_im_R.C3.B6misch-Deutschen_Reich|österreich]]'' von Ensisheim nach Freiburg verlegen. Sie wollten die Stadt zu einer Festungsstadt ausbauen, doch bereits [[1677]] belagerten französische Truppen erfolgreich die Stadt. Doch die Stadt blieb habsburgisch.

Im Spanischen Erbfolgekrieg [[1713]] bis [[1744]] - [[Das Salzburger Reichskontingent im Spanischen Erbfolgekrieg]] - belagerten abermals französische Truppen die Stadt, wieder mit Erfolg. Ludwig XV. ließ alle Festungswerke schleifen. Es folgte aber ein neuerliche Höhepunkt in der Beziehung der Stadt mit dem Habsburger Haus. [[1770]] führte der Brautzug der 15-jährigen Erzherzogin Marie Antonia (* [[1755]]; † [[1794]] zu Ludwig XVI. von Frankreich durch die Stadt. Sie war das 15. Kind von [[Maria Theresia]] (* [[1717]]; † [[1780]]) und Kaiser Franz I. Stephan (* [[1708]]; † [[1765]]).

Noch heute ziert der österreichische Bindeschild und das Georgskreuz als Freiburger Stadtwappen den Eingang in das Alte Rathaus.

== Motorsport ==
Das ''ADAC-Schauinsland-Rennen'' war eine Motorsportveranstaltung überwiegend auf der Gemarkung der Stadt Freiburg im Breisgau, die zwischen [[1925]] und [[1984]] auf einem ehemaligen Holzabfuhrweg, der heutigen L 124 (Schauinslandstraße), von Horben (heute Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) zur Schauinsland-Passhöhe durchgeführt wurde, wobei 780 Höhenmeter auf zwölf Kilometer Streckenlänge überwunden werden mussten. Bis heute ist dies die längste und kurvenreichste Bergrennstrecke Deutschlands, auf der auch mehrere Europa-Bergmeisterschaftsläufe ausgetragen wurden.

=== Salzburgbezug ===
* Beim Bergrennen Freiburg-Schauinsland am [[31. Juli]] [[1949]] belegten die beiden Salzburger [[Motorradrennfahrer]] [[Helmut Krackowizer]] und [[Helmut Volzwinkler]] in ihren Klassen beim Bergrennen jeweils den zweiten Platz.
* Der erste Seitenwagen-Weltmeister mit österreichischen Wurzeln, [[Friedrich Hillebrand ]], wurde am [[9. August]] [[1953]] mit Beifahrer Barth auf BMW Dritter.
* Der Salzburger [[Manfred Magnus]] belegte beim Rennen [[1961]] den vierten Platz in der Klasse bis 125 cm³.

== Salzburg und Freiburg ==
* [[Christoff Weitmoser]] (* [[1506]]; † [[1558]]), einer der bedeutendste [[Gewerke]] des [[16. Jahrhundert]]s im deutschsprachigen Raum, studierte an der Universität in Freiburg.
* Der Salzburger [[Fürsterzbischof]] [[Johann Jakob Kuen von Belasy]] (* um 1515 bis 1517; † [[1586]]) studierte in Freiburg.
* [[Das Salzburger Reichskontingent im Spanischen Erbfolgekrieg]], befehligt von [[Franz Anton Freiherr von Rehlingen]].
* [[Hans Werner von Raitenau]] (* 1525–1530; † [[1593]]), kaiserlicher Obrist und Vater des Salzburger [[Fürsterzbischof]]s [[Wolf Dietrich von Raitenau]], begann [[1542]] ein Universitätsstudium in Freiburg.
* Der Salzburger Fürsterzbischof [[Georg von Kuenburg]] (* [[1530]]; † [[1587]]) studierte in Freiburg.
* Der hochfürstliche [[Hofrat|Hof]]- und Kammer-Rat [[Franz Dückher]] (* [[1609]]; † [[1671]]) studierte in Freiburg.
* Geistlicher Rat [[Roman Zängerle]] (* [[1771]]; † [[1848]]), Professor an der [[Benediktineruniversität Salzburg]] und [[Bischof von Seckau|Bischof]] des [[Bistum Seckau|Bistums Seckau]], studierte in Freiburg.
* Die [[Kobler-Spängler-Briefe]], eine umfangreiche Briefsammlung aus dem Besitz von [[Franz (II.) Xaver Gregor Spängler]] (* [[1839]]; † [[1912]]) kam über seine Tochter Johanna Spängler (* [[1882]]; † [[1973]]), verheiratet mit dem Schuldirektor in Krems, Rupert Holzapfel (* [[1868]]; † [[1940]]), aus dem Nachlass von dessen Tochter Gertraud Holzapfel (* [[1917]]; † [[2001]]), verheiratet Saska in Krems, an Otto Holzapfel (* [[1941]]) in Freiburg im Breisgau.
* Der aus Schlatt im Breisgau stammende Gymnasiallehrer und Geschichtsforscher [[Michael Walz]], der [[1862]] bis [[1866]] am k. k. [[Staatsgymnasium Salzburg|Staatsgymnasium]] in der [[Stadt Salzburg]] war, verbrachte seinen Lebensabend in Freiburg.
* [[Max Lammer]], der einzige Sohn aus erster Ehe von [[Max Leopold Lammer]], der in zweiter Ehe [[Auguste Caroline Lammer]], Österreichs einzige Bankengründerin, geheiratet hatte, starb in Freiburg.
* Dr. [[Robert Landauer]] (* [[1908]]; † [[1940]]), ein in Salzburg tätiger Historiker und Museumsbeamter, starb 32jährig während einer Urlaubsreise in Freiburg.
* Dr. [[Wolfram Morath-Vogel]], ehemaliger Direktor des [[SMCA|Salzburger Museums Carolino Augusteum]], studierte in Freiburg.
* [[Martin Emil Hug]] (* [[1898]]; † [[1985]]), war katholischer Priester sowie [[Pfarrer von Anif|Pfarrprovisor]] in der [[Pfarre Anif]], der früher in der Diözese Freiburg tätig war.
* [[Eberhard Schockenhoff]] (* [[1953]]), ein deutscher römisch-katholischer Priester und Professor für Moraltheologie in Freiburg im Breisgau, der [[2017]] den [[Salzburger Hochschulwochen|Theologischer Preis der Salzburger Hochschulwochen]] erhielt.
* Kirchlicher Rat Mag. DDr. [[Peter Hofer]] habilitierte [[1992]] sich an der theologischen Fakultät der Universität Freiburg im Breisgau.

== Personen, geboren in Freiburg, mit Salzburgbezug ==
* [[Pallottiner]]<nowiki>pater</nowiki> [[Rainer Meyer]] (* [[1939]]) war von September [[2011]] bis August [[2012]] Pfarrprovisor des [[Pinzgau]]er [[Pfarrverband Zell am See|Pfarrverbandes Zell am See]].
* [[Ferdinand Runk]] (* [[1764]]; † [[1834]] in [[Wien]]), ein deutsch-österreichischer Maler, Zeichner und Radierer.
* MMMag. [[Stefan Schantl]] (* [[1974]]) ist Priester der [[Erzdiözese Salzburg]].
* [[Hanna Sukare]] (* [[1957]]), [[Rauriser Literaturpreis]]trägerin des Jahres 2016.
* [[Sonja Sutter]] (* [[1931]]; † [[2017]]), Film- und Theaterschauspielerin, die regelmäßig bei den [[Salzburger Festspiele|Festspielen]] im ''[[Jedermann (Salzburg)|Jedermann]]'' mitwirkte.
* [[Tobias Willi]] (* [[1979]]) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler, der bei [[SV Austria Salzburg]] spielte.

== Quellen ==
* Matt-Willmatt, Hubert; Linke, Heinz: ''Via Habsburg''. Auf den Spuren einer europäischen Dynastie. Tyrolia Verlag Innsbruck, 2020, Seite 85ff
* {{wikipedia-de}}
* Salzburgwiki

[[Kategorie:Deutschland]]
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[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Geografie]]