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| | 14. November 1475: traut Erzbischof Bernhard von Rohr der polnischen Königstochter Hedwig und dem Bayernherzog Georg am Hochaltar der noch im Bau befindlichen [[Martinskirche in Landshut]]; diese Hochzeit wird als "Landshuter Hochzeit" noch immer als Deutschlands größte historische Aufführung inszeniert. | | 14. November 1475: traut Erzbischof Bernhard von Rohr der polnischen Königstochter Hedwig und dem Bayernherzog Georg am Hochaltar der noch im Bau befindlichen [[Martinskirche in Landshut]]; diese Hochzeit wird als "Landshuter Hochzeit" noch immer als Deutschlands größte historische Aufführung inszeniert. |
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| − | Die Hochzeit zu Landshut im Jahre 1475 war damals wie heute ein Ereignis von einiger Tragweite. Waren es damals die politischen Bande die zwischen dem Herzogtum Bayern-Landshut und dem Königreich Polen geknüpft wurden, so ist die Landshuter Hochzeit heute das größte historische Fest Deutschlands. | + | Die Hochzeit zu Landshut im Jahre 1475 war damals wie heute ein besonderes Ereignis. Waren es früher die politischen Bande, die damit zwischen dem Herzogtum Bayern-Landshut und dem Königreich Polen geknüpft wurden, so ist die "Landshuter Hochzeit" heute das größte historische Fest Deutschlands. |
| − | Als nach schwierigen Verhandlungen im Jahre 1475 die Vermählung Herzog Georg des Reichen und der polnischen Königstochter Hedwig in Landshut stattfinden konnte war es der Salzburger Erzbischof Bernhard von Rohr, der die Vermählung in der der Stadtkirche St. Martin vornahm. Wie berichtet wird, folgten dieser Festeinladung hunderte von Musikern. In den Beiträgen zur Vaterlandshistorie beschreibt Lorenz von Westenrieder die Ankunft und das Spiel der Musiker: | + | Als nach langen und schwierigen Verhandlungen im Jahre 1475 die Vermählung Herzog Georg des Reichen und der polnischen Königstochter Hedwig in Landshut stattfinden konnte, war es der Salzburger Erzbischof [[Bernhard von Rohr]], der die Vermählung in der der Landshuter Stadtkirche St. Martin vornahm. Es wird auch von der Teilnahme von Hunderten von Musikern berichtet. Dazu die Schilderung von der Ankunft de Hochzeitsgesellschaft: |
| − | Die Hochzeit des Herzogs Georg des Reichen in Landshut mit einer polnischen Prinzessin wurde in Anwesenheit vieler Fürsten und Edlen des Reiches mit beispielloser Pracht und auch mit größtem musikalischem Gepränge begangen, wobei sich besonders Trompeter und Pfeifer, die zu Hunderten zusammengekommen waren, hervortaten. Der Berichterstatter meldet hierüber: "Item der Königin pliesen und pfyffen aus der Herberge in die Kirchen und von der Kirchen in die Herberg vorbei hundert Trompeter und Pfeifer; das gab in der Kirchen ein solch Gedön, das einer nicht sein aigen wort hören konnte." | + | Die Hochzeit des Herzogs Georg des Reichen in Landshut mit einer polnischen Prinzessin wurde in Anwesenheit vieler Fürsten und Edlen des Reiches mit beispielloser Pracht und auch mit größtem musikalischem Gepränge begangen. "Item der Königin pliesen und pfyffen aus der Herberge in die Kirchen und von der Kirchen in die Herberg vorbei hundert Trompeter und Pfeifer; das gab in der Kirchen ein solch Gedön, das einer nicht sein aigen wort hören konnte....." |
| − | So ist es auch bekannt, dass sich im Gefolge des Erzbischofs Trumeter befunden haben, die die Pracht des Erzbistums Salzburg repräsentierten. Wie in allen mittelalterlichen Fürstenhöfen, spielten die Trompeter auch in Salzburg eine wichtige Rolle; sie bildeten einen dauernden Bestandteil des fürstlichen Hofpersonals. Ihre Aufgabe bestand, wie überall, vor allem darin, bei Aufzügen und festlichen Gelegenheiten zu blasen, wobei sie übrigens von Paukenschlägern begleitet wurden.
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