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| | Die bis zu 3.000 Meter mächtigen [[Gletscher]] der [[Hohe Tauern|Tauern]] schufen das [[Salzachtal]]. Ihr Geschiebe grub sich jedoch tiefer in den Boden als jene Bäche und kleineren Gletscher der Seitentäler. Nach dem Verschwinden der Gletscher blieben hohe Geländekanten zwischen dem Salzachtal und den Seitentälern zurück. | | Die bis zu 3.000 Meter mächtigen [[Gletscher]] der [[Hohe Tauern|Tauern]] schufen das [[Salzachtal]]. Ihr Geschiebe grub sich jedoch tiefer in den Boden als jene Bäche und kleineren Gletscher der Seitentäler. Nach dem Verschwinden der Gletscher blieben hohe Geländekanten zwischen dem Salzachtal und den Seitentälern zurück. |
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| − | Der reißende Großarler Gebirgsbach fraß sich über Jahrtausende durch die Felsen dieser Geländekante. Das Wasser war stärker als die Klammkalke und Klammschiefer. So entstand eine fast 300 Meter tiefe Schlucht, eben die Liechtensteinklamm. | + | Der reißende Großarler Gebirgsbach fraß sich über Jahrtausende durch die Felsen dieser Geländekante. Das Wasser war stärker als die Klammkalke und Klammschiefer. So entstand eine fast 300 Meter tiefe und 4 Kilometer lange Schlucht, eben die Liechtensteinklamm. |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Es hatte mehrere Anläufe bedurft, bis diese wildromantische Klamm [[1875]] von Mitgliedern des [[Pongau]]er [[Alpenverein]]s für Publikum erschlossen werden konnte. Im Laufe der Arbeiten aber ging den Männern das Geld aus. In ihrer Not wandten sie sich an [[Johann II. von Liechtenstein|Fürst Johann II. von Liechtenstein]], der im nahen [[Großarl]] eine Jagdwirtschaft betrieb. Mit seiner Spende von 600 [[Gulden]] konnte das Werk [[1876]] vollendet werden. Und für die bedeutendste Schlucht der österreichischen Alpen war der Namensgeber gefunden: Die Liechtensteinklamm. | + | Es hatte mehrerer Anläufe bedurft, bis diese wildromantische Klamm [[1875]] von Mitgliedern des [[Pongau]]er [[Alpenverein]]s für Publikum erschlossen werden konnte. Im Laufe der Arbeiten aber ging den Männern das Geld aus. In ihrer Not wandten sie sich an [[Johann II. von Liechtenstein|Fürst Johann II. von Liechtenstein]], der im nahen [[Großarl]] eine Jagdwirtschaft betrieb. Mit seiner Spende von 600 [[Gulden]] konnte das Werk [[1876]] vollendet werden. Und für die bedeutendste Schlucht der österreichischen Alpen war der Namensgeber gefunden: Die Liechtensteinklamm. |
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| | + | Der Klamm wurde nahe der [[Alte Wacht|Alten Wacht]] ein Großteil des Wassers entzogen und zu einem Elektrizitätswerk in der Plankenau in St. Johann im Pongau geführt. Trotzdem konnte sich die Klamm ihre Originalität bewahren. |
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| | + | Die Liechtensteinklamm wurde im Jahre [[1942]] zum Naturdenkmal erklärt. |
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| | + | [[1988]] stürzte der bekannte Alpinist und Sportkletterer [[Thomas Bubendorfer]] in der Liechtensteinklamm bei Werbeaufnahmen ab und verletzte sich schwer. |
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| | + | ==Die Klamm heute== |
| | + | Im ausgebauten Teil der Klamm besteht für Wanderer nicht die geringste Gefahr. Die stabilen Weganlagen, abgeschrankten Galerien, Tunnel und Treppen bieten größtmögliche Sicherheit. Zu sehen sind glattgewaschene Wandbildungen, formenreiche Vertiefungen und mehrere Wasserfälle. |
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| | ==Öffnungszeiten== | | ==Öffnungszeiten== |
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| | * Website des Tourismusverbandes Sankt Johann im Pongau | | * Website des Tourismusverbandes Sankt Johann im Pongau |
| | * Texte aus "Das Geheimnis der Liechtensteinklamm" von Walter Mooslechner, gefunden auf der Homepage der Klamm | | * Texte aus "Das Geheimnis der Liechtensteinklamm" von Walter Mooslechner, gefunden auf der Homepage der Klamm |
| | + | * ''Durch Österreichs Schluchten'' von Hans Matz, Pollner Verlag 1991 |
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| | [[Kategorie:Wasser]] | | [[Kategorie:Wasser]] |
| | [[Kategorie:Wandern]] | | [[Kategorie:Wandern]] |
| | + | [[Kategorie:Naturdenkmal]] |