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Mit Gipfeln meint Dyhrenfurth die eisigen Regionen des Mount Everest (1952 als Kameramann der 2. Schweizer Mount Everest Expedition), des Lhotse (1955 erstmals als Expeditionsleiter) oder des Dhaulagiri (8167m), wo 1960 auch der Salzburger [[Kurt Diemberger]] zur Seilschaft gehört hatte.  
 
Mit Gipfeln meint Dyhrenfurth die eisigen Regionen des Mount Everest (1952 als Kameramann der 2. Schweizer Mount Everest Expedition), des Lhotse (1955 erstmals als Expeditionsleiter) oder des Dhaulagiri (8167m), wo 1960 auch der Salzburger [[Kurt Diemberger]] zur Seilschaft gehört hatte.  
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Seit [[1970]] lebt der Sohn des Bergsteigerpaars Günter und Hettie Dyhrenfurth (Olympiagold 1936 in der Sparte Alpinismus) wieder in Salzburg. Das aktive Bergsteigen gab er auf. Vorträge hält er nach wie vor und [[Michael Bilic]] vom [[Filmkulturzentrum "Das Kino"]] schätzt Dyhrenfurths Beratung bei den Vorbereitungen zum alljährlichen [[Bergfilmfestival]]. 1986 drehte Norman G. Dyhrenfurth bei der Herrligkoffer-Karakorum-Expedition zum K2 und Broad Peak einen Dokumentarfilm für das Westdeutsche Fernsehen. Insgesamt schuf er mehr als 100 Dokumentarfilme.
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Seit [[1970]] lebt der Sohn des Bergsteigerpaars Günter und Hettie Dyhrenfurth (Olympiagold 1936 in der Sparte Alpinismus) wieder in Salzburg. Das aktive Bergsteigen gab er auf. Vorträge hält er nach wie vor und [[Michael Bilic]] vom [[Das Kino|Filmkulturzentrum "Das Kino"]] schätzt Dyhrenfurths Beratung bei den Vorbereitungen zum alljährlichen [[Bergfilmfestival]]. 1986 drehte Norman G. Dyhrenfurth bei der Herrligkoffer-Karakorum-Expedition zum K2 und Broad Peak einen Dokumentarfilm für das Westdeutsche Fernsehen. Insgesamt schuf er mehr als 100 Dokumentarfilme.
    
Beim jüngsten Festival knüpfte Dyhrenfurth den Kontakt zu [[Hiltrud Oman]] vom Heimatmuseum Sigl-Haus. Breiten Raum nimmt die ''American Mount Everest Expedition'' [[1963]] ein, bei der Dyhrenfurth die erste Überschreitung von Westgrat und Südostgrat leitete. "Danach wurden wir in den Medien groß gefeiert, ja, wir waren so etwas wie Stars. Präsident John F. Kennedy überreichte uns die selten verliehene Hubbard-Medaille der National Geographic Society." Auch der Yeti, das Wesen im Himalaya, spielt in Dyhrenfurths Leben eine Rolle: "Er ist mehr als eine Sage. Wir haben eine drei Tage alte Spur des Yeti fotografiert." Als Beobachter der Bergsteigerszene  übt Dyhrenfurth Kritik am modernen Alpinismus. "Es ist gut, dass viele Leute in die Berge gehen", sagt er, "nur  fehlt oft die Liebe zu den Bergen. Die Kameradschaft ist aus der Mode gekommen, das Orientieren am Langsamsten in der Seilschaft. Die Leute klettern allein. Dann dieser Drang zu den Achttausendern. Da zahlen sie 65.000 Dollar für einen Aufstieg auf den Mount Everest und haben im Leben nie zuvor  einen Pickel gesehen. Zu Hause lassen sie sich als Held feiern – wenn sie überhaupt nach Hause kommen."
 
Beim jüngsten Festival knüpfte Dyhrenfurth den Kontakt zu [[Hiltrud Oman]] vom Heimatmuseum Sigl-Haus. Breiten Raum nimmt die ''American Mount Everest Expedition'' [[1963]] ein, bei der Dyhrenfurth die erste Überschreitung von Westgrat und Südostgrat leitete. "Danach wurden wir in den Medien groß gefeiert, ja, wir waren so etwas wie Stars. Präsident John F. Kennedy überreichte uns die selten verliehene Hubbard-Medaille der National Geographic Society." Auch der Yeti, das Wesen im Himalaya, spielt in Dyhrenfurths Leben eine Rolle: "Er ist mehr als eine Sage. Wir haben eine drei Tage alte Spur des Yeti fotografiert." Als Beobachter der Bergsteigerszene  übt Dyhrenfurth Kritik am modernen Alpinismus. "Es ist gut, dass viele Leute in die Berge gehen", sagt er, "nur  fehlt oft die Liebe zu den Bergen. Die Kameradschaft ist aus der Mode gekommen, das Orientieren am Langsamsten in der Seilschaft. Die Leute klettern allein. Dann dieser Drang zu den Achttausendern. Da zahlen sie 65.000 Dollar für einen Aufstieg auf den Mount Everest und haben im Leben nie zuvor  einen Pickel gesehen. Zu Hause lassen sie sich als Held feiern – wenn sie überhaupt nach Hause kommen."