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Regierungsrat Prof. '''Josef Huttary''' (* [[16. Jänner]] [[1871]] in [[Oberalm]]; † [[14. Juli]] [[1967]] in [[Salzburg]]) ist ehemalige Direktorin der [[Volksschule Zederhaus]].

== Leben ==
Josef Huttary war der Sohn des Glasbläsers Leopold Huttary und seiner Frau Elisabeth, geborene Galli.

Er besuchte die [[Volksschule Hallein-Stadt|Volksschule]] in Hallein, die [[Bürgerschule Salzburg||Bürgerschule]] und die [[Sport- und Musisches Realgymnasium Schulsportmodell Salzburg|k. k. Lehrerbildungsanstalt]] in Salzburg, an der er [[1889]] maturierte. Anschließend unterrichtete er an der [[Volksschule Wals]], der [[Praxis-Neue-Mittelschule der Pädagogischen Hochschule in Salzburg|Volksschule Griesgasse]] und seit [[1893]] an der Knabenübungsschule und war zuletzt war Professor der k.k. [[Lehrerbildungsanstalt]].<ref>[https://www.meinbezirk.at/lungau/c-lokales/pionierin-des-lungaus-feiert-100-geburtstag_a4068456 Bezirksblätter Lungau vom 15. Mai 2020: ''Pionierin des Lungaus feiert 100. Geburtstag'' (Julia Hettegger)]</ref> . Nach dem Erwerb einer Zusatzqualifikation in Kurzschrift war er ab [[1903]] über vierzig Jahre als Stenograf im [[Salzburger Landtag]] tätig und unterrichtete Kurzschrift auch in höheren Schulen. [[1933]] trat er in den Ruhestand.

Seit seiner Ausbildungszeit spielte der gelernte Klarinettist im [[Mozarteumorchester Salzburg|Mozarteumorchester]]. [[1902]] wurde er ins Kuratorium der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Stiftung Mozarteum]] gewählt. Seit [[1907]] war er Mitglied des Bauausschusses und [[1910]] an der Grundsteinlegung des
[[Mozarteum (Gebäude)|Mozarteum-Gebäudes]] in der [[Schwarzstraße]] beteiligt.<ref>Sein Name findet sich auf der Gedenktafel im Festsaal des Mozarteums.</ref>

Im Jänner [[1913]] wurde Huttary Obmann des Mozarteum-Schulausschusses und sorgte für die Einrichtung der ''Schülerlade'', einem Stipendienfonds für unbemittelte Schüler. Gemeinsam mit Konzertleiter [[Franz Ledwinka]] und dem Mozarteum-Direktor (bis 1914 [[Robert Hirschfeld]], dann bis 1915 [[Eugen Schmitz]]) gelang ihm die Aufwertung des Mozarteums von einer Musikschule zum Konservatorium. [[1919]] zog er sich aus der Leitung des Mozarteums zurück. [[1923]] wurde er vom Bundesministerium für Unterricht mit beratender Stimme in den Verwaltungsausschuss des Mozarteums bestellt. Seit [[1925]] war er auch wieder Kuratoriumsmitglied.

Bis zum [[25. September]] [[1950]] war Josef Huttary Zentralvorsteher der Mozartgemeinde, der er fast fünf Jahrzehnte gedient hatte.

Seit [[1899]] war Huttary verheiratet mit Aloisia ''Luisa'', geborene Jasny (* 9. Dezember 1879 in Salzburg; † 21. Dezember 1950 ebenda)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TRBXII/?pg=23 Trauungsbuch der Dompfarre Salzburg, Band XII, S. 21.]</ref>, die ihm drei Töchter schenkte:
* Elise (* 16. Juni 1903; † 2. Jänner 1973), seit 1926 verheiratet mit Franz Kopp<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-st-blasius/TRB6/?pg=10 Trauungsbuch der Pfarre Salzburg-St. Blasius, Band VI, S. 6.]</ref>
* [[Stefan Kruckenhauser|Aloisia ''Luise'']] (* 24. Oktober 1906; † 27. Oktober 1972)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBXVII/?pg=25 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band XVII, S. 23.]</ref> seit 1933 verheiratet mit Stefan Kruckenhauser<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-st-blasius/TRB6/?pg=77 Trauungsbuch der Pfarre Salzburg-St. Blasius, Band VI, S. 73.]</ref>
* [[Erika Sampl|Erika]] (* [[17. April]] [[1920]]), seit 1948 verheiratet mit Bartholomäus Sampl.<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/zederhaus/TFBVII/?pg=209 Taufbuch der Pfarre Zederhaus, Band VII, S. 184.]</ref>

[[1910]] erwarb Huttary den ''Abtsturm'' am [[Mönchsberg]] 9, der für ihn und seine Familie zum Wohnsitz wurde. Er verstarb hochbetagt am 14. Juli 1967 und wurde am [[Salzburger Kommunalfriedhof]] bestattet.

== Ehrung ==
Die Stiftung Mozarteum ernannte Huttary [[1919]] zu ihrem Ehrenmitglied. Im November [[1930]] wurde er Ehrenmitglied des Mozarteum-Lehrkörpers.

Im September [[1931]] erfolgte seine Ernennung zum Regierungsrat.

== Quellen ==
* [[Susanne Ihninger-Lehnfeld|Ihninger-Lehnfeld, Susanne]]: ''Josef Huttary - ein langes Leben für Stiftung und Ausbildungsstätte Mozarteum'', in: [[Julia Hinterberger]] (Hrsg.): ''Von der Musikschule zum Konservatorium. Das Mozarteum 1841–1922'': Wien (Hollitzer) 2017, S. 373ff.
==== Einzelverweise ====
<references/>

{{SORTIERUNG:Huttary, Josef}}
[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
[[Kategorie:Person (Bildung)]]
[[Kategorie:Beamter]]
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
[[Kategorie:Bildung]]
[[Kategorie:Lehrer]]
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]
[[Kategorie:Ehrenamt]]
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
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