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'''Der ''Jedermann'' von 1632''' zeigte zum ersten Mal die Geschichte vom Leben und dem Tod des reihen Mannes, ein Spiel, das 300 Jahre später als [[Jedermann]] in verschiedenen Spielvarianten im Raum Salzburg aufgeführt wird.
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[[Datei:Petersfriedhof Jedermann am Grabstein von Johannes Serlinger.jpg|thumb|Ein ''Jedermann'' auf dem Grabstein des Kaplans Johannes Serlinger († um 1511) auf dem [[Friedhof von St. Peter]] in der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]].]]'''Der ''Jedermann'' von 1632''' zeigte zum ersten Mal die Geschichte vom Leben und dem Tod des reichen Mannes, ein Spiel, das 300 Jahre später als [[Jedermann]] in verschiedenen Spielvarianten im Raum Salzburg aufgeführt wird.
    
== Der ''Jedermann'' von 1632 ==
 
== Der ''Jedermann'' von 1632 ==
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Dies schildert [[Christoph Brandhuber]], Leiter des Archivs der [[Universitätsbibliothek Salzburg]], die den lateinischen Originaltext verwahrt. Es ist eines der frühen von rund 600 bekannten an der [[Benediktineruniversität]] aufgeführten Stücke. Deren Theater in der [[Große Aula|Großen Aula]] muss grandios gewesen sein - ab [[1661]] mit Walzenwerk, Hebezügen und Flugmaschine, mit hoher Kultur an Sprache, Musik und Tanz.
 
Dies schildert [[Christoph Brandhuber]], Leiter des Archivs der [[Universitätsbibliothek Salzburg]], die den lateinischen Originaltext verwahrt. Es ist eines der frühen von rund 600 bekannten an der [[Benediktineruniversität]] aufgeführten Stücke. Deren Theater in der [[Große Aula|Großen Aula]] muss grandios gewesen sein - ab [[1661]] mit Walzenwerk, Hebezügen und Flugmaschine, mit hoher Kultur an Sprache, Musik und Tanz.
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Einen Hinweis auf die weitum strahlende Theaterkultur von [[1617]] bis [[1778]] gab die Musikausstellung im Sommer 2020, die im [[Domquartier]] zu sehen war, die ein Augsburger Modell eines [[Barock]]<nowiki>theaters</nowiki> und eine kleine Guckkastenbühne zeigt - beide aus dem [[18. Jahrhundert]]. Doch für das Salzburger Universitätstheater der ersten Hälfte des [[17. Jahrhundert]]s gibt es fast keine Anhaltspunkte - keinen Stich, keine Skizze, kein Modell. Nur einige Stücke sind erhalten, wie "''Anastasius''", das mit fünf Akten und 80 Rollen opulent gewesen ist.
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Einen Hinweis auf die weitum strahlende Theaterkultur von [[1617]] bis [[1778]] gab die Musikausstellung im Sommer 2020, die im [[DomQuartier]] zu sehen war, die ein Augsburger Modell eines [[Barock]]<nowiki>theaters</nowiki> und eine kleine Guckkastenbühne zeigt - beide aus dem [[18. Jahrhundert]]. Doch für das Salzburger Universitätstheater der ersten Hälfte des [[17. Jahrhundert]]s gibt es fast keine Anhaltspunkte - keinen Stich, keine Skizze, kein Modell. Nur einige Stücke sind erhalten, wie "''Anastasius''", das mit fünf Akten und 80 Rollen opulent gewesen ist.
    
Zudem basiert das mit Gründung des [[Geschichte des Benediktiner-, Staats- und Akademischen Gymnasiums|Gymnasiums]] 1617 einsetzende Universitätstheater auf der Theatertradition der Lateinschulen von [[Dom zu den Hll. Rupert und Virgil|Dom]] und [[St. Peter]]. Christoph Brandhuber zufolge wurde übrigens bereits [[1568]] mit "''Hecastus''" von Georgius Macropedius in St. Peter ebenfalls ein ''Jedermann''-Stück aufgeführt.
 
Zudem basiert das mit Gründung des [[Geschichte des Benediktiner-, Staats- und Akademischen Gymnasiums|Gymnasiums]] 1617 einsetzende Universitätstheater auf der Theatertradition der Lateinschulen von [[Dom zu den Hll. Rupert und Virgil|Dom]] und [[St. Peter]]. Christoph Brandhuber zufolge wurde übrigens bereits [[1568]] mit "''Hecastus''" von Georgius Macropedius in St. Peter ebenfalls ein ''Jedermann''-Stück aufgeführt.