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'''Eine Schwaige meint eine spezielle Siedlungs- und vor allem Wirtschaftsform''' im alpinen Raum.
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Eine '''Schwaige''' meint eine spezielle Siedlungs- und vor allem Wirtschaftsform im alpinen Raum.
 
   
 
   
 
==Schwaighöfe==
 
==Schwaighöfe==
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==Namen nach Schwaige==
 
==Namen nach Schwaige==
Guts-, Siedlungs- und Familiennamen erinnern bis heute an die ehemalige Wirtschaftsform, bzw. an die Schwaighöfe als Dauersiedlungsform. So heißt eine der Katastralgemeinden in [[Wagrain]] Schwaighof, Güter in [[St. Johann im Pongau]], in [[St. Martin am Tennengebirge]], in der Gemeinde [[Werfenweng]], alle im [[Pongau]], in der Gemeinde [[Weißpriach]] im [[Lungau]] und  in [[Maria Alm]] im [[Pinzgau]] hießen Schwaig. Schwaighof als Gutsname ist ebenfalls in mehreren Gemeinden nachzuweisen und der Familienname Schwaighofer oder Schweighofer kommt in allen Salzburger Gauen außer im Lungau vor. Von den etwa 40 Schwaignamen entfallen etwa 2/3 auf den Pongau, 9 auf den Flachgau, im Unter- und Oberpinzgau fehlen sie ganz, die übrigen verteilen sich auf die anderen Gaue. Die meisten sind Einzelsiedlungen geblieben. Nur wenige haben sich zu Weilern oder Ortschaften entwickelt. Zusammen gesetzt kommt der Name als Schwaiggütl, als Schwaighäusl, selten als Arlschwaig oder als Marchlschwaig, manchmal zusammen gesetzt als Schwaigmühl, Schwaigstatt oder Schwaigweng, vor allem aber als Schwaighofen vor. Zeitlich kommen die Namen nach Schwaige oder Schwaighof erst nach dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts, vor allem im St. Petr. Urbar ca. 1230/38, auf.
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Guts-, Siedlungs- und Familiennamen erinnern bis heute an die ehemalige Wirtschaftsform, bzw. an die Schwaighöfe als Dauersiedlungsform. So heißt eine der Katastralgemeinden in [[Wagrain]] Schwaighof, Güter in [[St. Johann im Pongau]], in [[St. Martin am Tennengebirge]], in der Gemeinde [[Werfenweng]], alle im [[Pongau]], in der Gemeinde [[Weißpriach]] im [[Lungau]] und  in [[Maria Alm]] im [[Pinzgau]] hießen Schwaig. Schwaighof als Gutsname ist ebenfalls in mehreren Gemeinden nachzuweisen und der Familienname Schwaighofer oder Schweighofer kommt in allen Salzburger Gauen außer im Lungau vor. Von den etwa 40 Schwaignamen entfallen etwa 2/3 auf den Pongau, 9 auf den Flachgau, im Unter- und Oberpinzgau fehlen sie ganz, die übrigen verteilen sich auf die anderen Gaue. Die meisten sind Einzelsiedlungen geblieben. Nur wenige haben sich zu Weilern oder Ortschaften entwickelt. Zusammengesetzt kommt der Name als Schwaiggütl, als Schwaighäusl, selten als Arlschwaig oder als Marchlschwaig, manchmal zusammen gesetzt als Schwaigmühl, Schwaigstatt oder Schwaigweng, vor allem aber als Schwaighofen vor. Zeitlich kommen die Namen nach Schwaige oder Schwaighof erst nach dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts, vor allem im [[Erzstift St. Peter|St. Petr.]] Urbar ca. 1230/38, auf.
    
==Quellen==
 
==Quellen==
* Salzburgwiki, Stichwort Wagrein
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* Salzburgwiki, Stichwort [[Wagrein]]
 
* Austria-Forum, Wissensnetz
 
* Austria-Forum, Wissensnetz
* Leopold Ziller, „Die Salzburger Familiennamen“, S. 225, Hrsg. [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Salzburg 1986
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* [[Leopold Ziller]], „Die Salzburger Familiennamen“, S. 225, Hrsg. [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Salzburg 1986
* Franz Hörburger, "Salzburger Ortsnamenbuch", Hrsg. Gesellschaft für Salzburger Kandeskunde, Salzburg 1982
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* [[Franz Hörburger]], "Salzburger Ortsnamenbuch", Hrsg. Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg 1982
    
[[Kategorie:Landwirtschaft]]
 
[[Kategorie:Landwirtschaft]]