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| | [[Datei:Sacellum alte Universität Hofstallgasse.jpg|thumb| Das Bild zeigt die Gebäude der [[Alte Universität|Alten Universtität]] (links), die [[Hofstallgasse]] und rechts den Beginn des ehemaligen [[Hofmarstall]]s, heute Teil des [[Großes Festspielhaus|Großen Festspielhauses]]. Im linken Bildteil, das erste Quergebäude der Alten Universität beherbergt an der Ecke zur Hofstallgasse das Sacellum, die Hauskapelle der Alten Universität.]] | | [[Datei:Sacellum alte Universität Hofstallgasse.jpg|thumb| Das Bild zeigt die Gebäude der [[Alte Universität|Alten Universtität]] (links), die [[Hofstallgasse]] und rechts den Beginn des ehemaligen [[Hofmarstall]]s, heute Teil des [[Großes Festspielhaus|Großen Festspielhauses]]. Im linken Bildteil, das erste Quergebäude der Alten Universität beherbergt an der Ecke zur Hofstallgasse das Sacellum, die Hauskapelle der Alten Universität.]] |
| | {{googlemapsort|Herbert-von-Karajan-Platz_8+5020+Salzburg}} | | {{googlemapsort|Herbert-von-Karajan-Platz_8+5020+Salzburg}} |
| − | [[Datei:Alte Universität Sacellum 01.jpg|thumb|Sacellum und Alte Universität]] | + | [[Datei:Lange Nacht der Chöre 2015 Sacellum 01.jpg|thumb|[[Lange Nacht der Chöre]] 2015, hier ein Kärntner Chor.]] |
| − | [[Datei:Sacellum Alte Universität 06.jpg|thumb|Kapellenraum]] | + | [[Datei:Lange Nacht der Chöre 2015 Sacellum 02.jpg|thumb|Blick in das Sacellum in der 'Langen Nacht der Chöre' 2015.]] |
| | [[Datei:J.N.C. Mauracher Sacellum 1866.jpg|thumb|[[Johann Nepomuk Carl Mauracher|Johann Mauracher-Orgel]]]] | | [[Datei:J.N.C. Mauracher Sacellum 1866.jpg|thumb|[[Johann Nepomuk Carl Mauracher|Johann Mauracher-Orgel]]]] |
| | Das '''Sacellum''' war die Hauskapelle der [[Alte Universität|Alten Universität]] in der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]]. Es gehört, wie der gesamte Gebäudekomplex, zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt. | | Das '''Sacellum''' war die Hauskapelle der [[Alte Universität|Alten Universität]] in der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]]. Es gehört, wie der gesamte Gebäudekomplex, zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt. |
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| | + | == Geschichte == |
| | + | Die Grundsteinlegung für das Sacellum fand am [[14. Mai]] [[1618]] statt. [[1663]] wurde es erweitert und mit einem Hochaltar und zwei Seitenaltären versehen <ref>siehe [http://diglib.tugraz.at/download.php?id=53f1bd01b03b3&location=browse diglib.tugraz.at]</ref>. Der heutige [[marmor]]ne Hochaltar entstand [[1766]] bis [[1768]] nach einem Entwurf von [[Wolfgang Hagenauer]] und die beiden Seitenaltäre sind um [[1750]] dazu gekommen <ref>siehe [http://www.visit-salzburg.net/deutsch/sehenswuerdig/sacellum.htm www.visit-salzburg.net]</ref>. Die Steinmetzarbeiten lieferte Steinmetzmeister Doppler in [[Himmelreich]]. |
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| | + | Das Sacellum („einem Gott gehörender Ort“) wurde [[1696]] der deutschen Kongregation verliehen, so verkündet es eine Inschrift an der Außenwand. |
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| | + | Die ovalen Medaillons an der Decke, ein Kreuzgradgewölbe aus fünf Jochen, zeigen die 15 Geheimnisse des Rosenkranzes, ein Thema, das die Bilder der ''Aula Academica'' wiederholt. Kostbar sind auch die von [[Johann Baptist Hagenauer]] geschaffenen Bleireliefs mit Szenen aus dem Leben der Heiligen Benedikt und Borromäus. Seitenkapelle und Sakristei ergänzen den rechteckigen Sakralbau. An der Südseite liegt ein Anbau, bestehend aus einem rechteckigen Raum und einen rechteckigen Vorraum. Die Sakristei befindet sich östlich des Altarraums. |
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| | + | Die dem [[Karl-Borromäus-Kirchen in Salzburg|hl. Karl Borromäus]] geweihte Kirche feierte am [[4. November]] ihr [[Patrozinium]]. |
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| | == Beschreibung == | | == Beschreibung == |
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| | Im Sacellum gibt es eine Sitzgruft für Gräber für Professoren der ehemaligen [[Benediktineruniversität]]. | | Im Sacellum gibt es eine Sitzgruft für Gräber für Professoren der ehemaligen [[Benediktineruniversität]]. |
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| | + | === Hauptaltar === |
| | + | In der Nische sieht man eine bekleidete Gnadenstatuette der Madonna, auf der vergoldeten Weltkugel stehend, um die sich die Schlange mit dem Apfel im Rachen windet; zwei Putten tragen die Kugel, ringsum Wolken und Cherubsköpfchen. [[1768]] eingeweiht. Die skulpturalen Teile unter dem Einfluss [[Raphael Donner]]s; der Aufbau ist ähnlich dem Hochaltar in Mülln und dem in Köstendorf. |
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| | === Grabsteine === | | === Grabsteine === |
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| | * [[Joachim Morsack]] (* um 1642 in Hayingen; † 26. März 1686 in der Stadt Salzburg) | | * [[Joachim Morsack]] (* um 1642 in Hayingen; † 26. März 1686 in der Stadt Salzburg) |
| | * [[Josef Bernhard Gletle]] († 1625 in der Stadt Salzburg) | | * [[Josef Bernhard Gletle]] († 1625 in der Stadt Salzburg) |
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| − | == Geschichte ==
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| − | Die Grundsteinlegung für das Sacellum fand am [[14. Mai]] [[1618]] statt. [[1663]] wurde es erweitert und mit einem Hochaltar und zwei Seitenaltären versehen <ref>siehe [http://diglib.tugraz.at/download.php?id=53f1bd01b03b3&location=browse diglib.tugraz.at]</ref>. Der heutige [[marmor]]ne Hochaltar entstand [[1766]] bis [[1768]] nach einem Entwurf von [[Wolfgang Hagenauer]] und die beiden Seitenaltäre sind um [[1750]] dazu gekommen <ref>siehe [http://www.visit-salzburg.net/deutsch/sehenswuerdig/sacellum.htm www.visit-salzburg.net]</ref>. Die Steinmetzarbeiten lieferte Steinmetzmeister Doppler in [[Himmelreich]].
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| − | Das Sacellum („einem Gott gehörender Ort“) wurde [[1696]] der deutschen Kongregation verliehen, so verkündet es eine Inschrift an der Außenwand.
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| − | Die ovalen Medaillons an der Decke, ein Kreuzgradgewölbe aus fünf Jochen, zeigen die 15 Geheimnisse des Rosenkranzes, ein Thema, das die Bilder der ''Aula Academica'' wiederholt. Kostbar sind auch die von [[Johann Baptist Hagenauer]] geschaffenen Bleireliefs mit Szenen aus dem Leben der Heiligen Benedikt und Borromäus. Seitenkapelle und Sakristei ergänzen den rechteckigen Sakralbau. An der Südseite liegt ein Anbau, bestehend aus einem rechteckigen Raum und einen rechteckigen Vorraum. Die Sakristei befindet sich östlich des Altarraums.
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| − | Die dem [[Karl-Borromäus-Kirchen in Salzburg|hl. Karl Borromäus]] geweihte Kirche feierte am [[4. November]] ihr [[Patrozinium]].
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
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