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Im [[Salzburger Land]] gilt die Imkerei meist als Hobby, seltener als Zuerwerb. Sie ist über den [[Landesverein für Imkerei und Bienenzucht]] organisiert und zählt derzeit etwa 2000 Mitglieder, die ca. 21.000 Bienenvölker bewirtschaften, wobei im Schnitt pro Imker acht bis zwölf Völker gehalten werden. Die Honigerträge werden mit ca. 15 kg Honig pro Volk und Jahr als sehr mäßig bezeichnet.  Da es keine Monokulturen wie Raps- oder Sonnenblumenfelder gibt, ist der Ertrag geringer aber der Honig dafür geschmackvoller.  Durch die große Breite an Pollen der Frühjahrsblüher entsteht bei guter Arbeit des Imkers ein qualitativ hochwertiger Blütenhonig. Durch Fichte und Tanne wird ein sehr guter Waldhonig gewonnen, dem in manchen Jahren  die Himbeer- oder die Brombeerblüte einen besonderen Geschmack verleiht.
 
Im [[Salzburger Land]] gilt die Imkerei meist als Hobby, seltener als Zuerwerb. Sie ist über den [[Landesverein für Imkerei und Bienenzucht]] organisiert und zählt derzeit etwa 2000 Mitglieder, die ca. 21.000 Bienenvölker bewirtschaften, wobei im Schnitt pro Imker acht bis zwölf Völker gehalten werden. Die Honigerträge werden mit ca. 15 kg Honig pro Volk und Jahr als sehr mäßig bezeichnet.  Da es keine Monokulturen wie Raps- oder Sonnenblumenfelder gibt, ist der Ertrag geringer aber der Honig dafür geschmackvoller.  Durch die große Breite an Pollen der Frühjahrsblüher entsteht bei guter Arbeit des Imkers ein qualitativ hochwertiger Blütenhonig. Durch Fichte und Tanne wird ein sehr guter Waldhonig gewonnen, dem in manchen Jahren  die Himbeer- oder die Brombeerblüte einen besonderen Geschmack verleiht.
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==Exkurs: „Bioprojekt Maja“==
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=====Exkurs: „Bioprojekt Maja“=====
 
Ein zunehmendes Problem für die Bienen ist die frühzeitige und wiederholte Mahd der Wiesen und die dafür notwendigen mehrfachen „Gülleduschen“. Das Heu wird bei dieser Bewirtschaftungsweise nicht mehr nach alter Tradition hergestellt, wodurch Blumen und Gräser nicht mehr zum Blühen kommen und als Bienennahrung ausfallen. Um die bereits von der Varoamilbe und dem Einsatz von Giften in der Landwirtschaft geschwächten Bienenpopulationen zu stärken, wurde im Frühjahr [[2010]] das Bioprojekt „Wir greifen Maja und ihren wilden Schwestern unter die Flügel“, geschaffen. In der Bioheuregion Trumer Seeland, Salzburger Seenland, Mattigtal und Mondseeland, soll dieses Projekt durch die Förderung von Streuobstwiesen und die von alters her überlieferte Heuwirtschaft  dem gängigen Trend gegensteuern und wieder natürlichere Bedingungen schaffen.
 
Ein zunehmendes Problem für die Bienen ist die frühzeitige und wiederholte Mahd der Wiesen und die dafür notwendigen mehrfachen „Gülleduschen“. Das Heu wird bei dieser Bewirtschaftungsweise nicht mehr nach alter Tradition hergestellt, wodurch Blumen und Gräser nicht mehr zum Blühen kommen und als Bienennahrung ausfallen. Um die bereits von der Varoamilbe und dem Einsatz von Giften in der Landwirtschaft geschwächten Bienenpopulationen zu stärken, wurde im Frühjahr [[2010]] das Bioprojekt „Wir greifen Maja und ihren wilden Schwestern unter die Flügel“, geschaffen. In der Bioheuregion Trumer Seeland, Salzburger Seenland, Mattigtal und Mondseeland, soll dieses Projekt durch die Förderung von Streuobstwiesen und die von alters her überlieferte Heuwirtschaft  dem gängigen Trend gegensteuern und wieder natürlichere Bedingungen schaffen.
  
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