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| | == Leben == | | == Leben == |
| − | Der Vater Rupert Deutschmann senior war Schneidermeister in Goldegg, später in der [[Gemeinde Maxglan]], seine Mutter Magdalena Deutschmann, geborene Brüggler. | + | Der Vater Rupert Deutschmann senior war Schneidermeister in Goldegg, [[1866]] Schneider in [[St. Johann im Pongau]],<ref>Quelle ''Handels- und Gewerbe-Schematismus für das [[Herzogtum Salzburg|Herzogthum Salzburg]]'', Aimé von Wouwermans, 1866;</ref> später in der [[Gemeinde Maxglan]], seine Mutter Magdalena Deutschmann, geborene Brüggler. |
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| | Rupert Deutschmann studierte am [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Borromäum]] in der [[Stadt Salzburg]] und am Gymnasium in Hall in [[Nordtirol]], trat in den Bahndienst und übernahm später die Leitung der Krankenkasse. | | Rupert Deutschmann studierte am [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Borromäum]] in der [[Stadt Salzburg]] und am Gymnasium in Hall in [[Nordtirol]], trat in den Bahndienst und übernahm später die Leitung der Krankenkasse. |
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| − | Am [[20. Mai]] [[1895]] heiratete er in der (damals noch) [[Wallfahrtskirche Maria Plain]] Maria Gisshammer. Zu dieser Zeit war er ein Aufseher der Bosnabahn in Bosnisch Brod ([[Bosnien und Herzegowina|Bosnien]]). Richard Deutschmann war während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] Zivilinternierter auf der Insel Man in der Irischen See. Zuletzt war er Zahntechniker in Feldkirchen in [[Kärnten]]. Sein Chef Dr. Lothar Koller stiftete den ''Richard Deutschmann-Gedächtniswanderpreis'', einen silbernen Ski, welcher in den folgenden Jahren für die Wintersportvereinigung St. Johann im Pongau und Feldkirchen offen stand. | + | [[1893]]–[[1894]] war Deutschmann Beamten-Aspirant von Steinach in Tirol der k. k. priv. Südbahn-Gesellschaft.<ref>Quelle: Eisenbahn - Schematismus für Österreich - Ungarn (neunzehnter Jahrgang pro 1893/1894)</ref> |
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| | + | Am [[20. Mai]] [[1895]] heiratete er in der (damals noch) [[Wallfahrtskirche Maria Plain]] Maria Gisshammer. Zu dieser Zeit war er ein Aufseher der Bosnabahn in Bosnisch Brod ([[Bosnien und Herzegowina|Bosnien]]). [[1899]] war er Stationsvorsteher eines Bahnhofes im Bereich von Goldegg.<ref>Quelle: eine Zusammenstellung ehemaliger Schüler des Borromäums in der [[Salzburger Chronik]] auf Seite 1 u. 2 vom 13. November 1899.</ref> Weitere Stationen bei der Bahn: [[1899]]–[[1900]] Stations-Expedient von [[Weitwörth]] (Linie de [[Salzburger Lokalbahn]] [[Stadt Salzburg]]–[[Lamprechtshausen]])<ref>Quelle: Eisenbahn - Schematismus für Österreich - Ungarn (fünfundzwanzigster Jahrgang pro 1899/1900)</ref>, 1900–[[1901]] Stations-Expedient von [[Oberndorf]] (Salzburger Lokalbahn),<ref>Quelle: Eisenbahn - Schematismus für Österreich - Ungarn (sechsundzwanzigster Jahrgang pro 1900/1901)</ref> Stationsvorstand von Friedland der Friedländer Bezirksbahnen (Raspenau - Weissbach - Friedland - Reichsgrenze nächst Hermsdorf),<ref>Quelle: Eisenbahn - Schematismus für Österreich - Ungarn (siebenundzwanzigster Jahrgang pro 1901/1902)</ref> |
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| | + | Richard Deutschmann war während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] Zivilinternierter auf der Insel Man in der Irischen See. Zuletzt war er Zahntechniker in Feldkirchen in [[Kärnten]]. Sein Chef Dr. Lothar Koller stiftete den ''Richard Deutschmann-Gedächtniswanderpreis'', einen silbernen Ski, welcher in den folgenden Jahren für die Wintersportvereinigung St. Johann im Pongau und Feldkirchen offen stand. |
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| | Deutschmann war verheiratet, hatte drei Söhne und drei <!-- weiter unten aber: zwei --> Töchter: | | Deutschmann war verheiratet, hatte drei Söhne und drei <!-- weiter unten aber: zwei --> Töchter: |
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| | Sein zweiter Sohn Anton Deutschmann (* [[5. Mai]] [[1897]] in [[Weitwörth (Nußdorf am Haunsberg)|Weitwörth]] stürzte [[1948]] in der [[Lärchenwand]] ([[Kaprun]]) tödlich ab. Er war Sattler und Riemenmeister, Kanzleigehilfe und Mineur sowie zweimal verheiratet. Zur Geburtszeit seines Sohnes Anton war Rupert Deutschmann Stationsvorstand von Weitwörth und zur Trauungszeit 1928 Direktor der Landeskrankenkasse in St. Johann im Pongau.<ref>Trauungsbuch 1917–1936 St. Johann Pongau TRBIX 03-Trauung_0131</ref> | | Sein zweiter Sohn Anton Deutschmann (* [[5. Mai]] [[1897]] in [[Weitwörth (Nußdorf am Haunsberg)|Weitwörth]] stürzte [[1948]] in der [[Lärchenwand]] ([[Kaprun]]) tödlich ab. Er war Sattler und Riemenmeister, Kanzleigehilfe und Mineur sowie zweimal verheiratet. Zur Geburtszeit seines Sohnes Anton war Rupert Deutschmann Stationsvorstand von Weitwörth und zur Trauungszeit 1928 Direktor der Landeskrankenkasse in St. Johann im Pongau.<ref>Trauungsbuch 1917–1936 St. Johann Pongau TRBIX 03-Trauung_0131</ref> |
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| − | Rupert Deutschmann hatte auch zwei Töchter, Maria Josefa Aloisia (* 11. September 1902 in [[Munderfing]] Nr. 95) und Josepha Theresia Monica (7. Juni 1905 in Munderfing Nr. 95). Rupert Deutschmann war eventuell zu dieser Zeit Privatier, was nicht mit Sicherheit aus Taufbuch entziffert werden kann.<ref>Munderfing Taufen - Duplikate 1902 PfmF492 - 00037 und Munderfing Taufen - Duplikate 1905 PfmF492 - 00113</ref> | + | Rupert Deutschmann hatte auch zwei Töchter, Maria Josefa Aloisia (* 11. September 1902 in [[Munderfing]] Nr. 95)<ref>[http://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=1000728 www.archivinformationssystem.at]</ref> und Josepha Theresia Monica (7. Juni 1905 in Munderfing Nr. 95). Rupert Deutschmann war eventuell zu dieser Zeit Privatier, was nicht mit Sicherheit aus Taufbuch entziffert werden kann.<ref>Munderfing Taufen - Duplikate 1902 PfmF492 - 00037 und Munderfing Taufen - Duplikate 1905 PfmF492 - 00113</ref> |
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| | [[1908]] verkaufte er um 9.000 [[Krone]]n sein Haus in Munderfing.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwi&datum=19081010&seite=5&zoom=33 ANNO], Neue Warte am Inn, Ausgabe vom 10. Oktober 1908, Seite 5</ref> | | [[1908]] verkaufte er um 9.000 [[Krone]]n sein Haus in Munderfing.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwi&datum=19081010&seite=5&zoom=33 ANNO], Neue Warte am Inn, Ausgabe vom 10. Oktober 1908, Seite 5</ref> |
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| | + | [[1923]]: ''Als Sprengelausschußmitglied im Sinne des neuen Gemeindesanitätsgesetzes wird gewählt Herr Rummer, Kaufmann, Ersatz; Deutschmann, Kassendirektor''.<ref>Quelle Seite 5 in der Salzburger Chronik vom 2. September 1923.</ref> |
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| | Sein dritter Sohn Franz Deutschmann wurde am [[11. April]] [[1908]] in St. Johann geboren, war Krankenkassebeamter in St. Johann im Pongau und war im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gefallen. Kirchlich getraut wurde Franz am [[25. November]] [[1936]] in [[München]]. Er war der Vater von Gerd Deutschmann (Schauspieler). Zur Geburtszeit seines Sohnes Franz war Rupert Deutschmann Bezirkskrankenkassensekretär, seine Tochter Maria beim Arbeitsamt Bischofshofen Beamtin. | | Sein dritter Sohn Franz Deutschmann wurde am [[11. April]] [[1908]] in St. Johann geboren, war Krankenkassebeamter in St. Johann im Pongau und war im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gefallen. Kirchlich getraut wurde Franz am [[25. November]] [[1936]] in [[München]]. Er war der Vater von Gerd Deutschmann (Schauspieler). Zur Geburtszeit seines Sohnes Franz war Rupert Deutschmann Bezirkskrankenkassensekretär, seine Tochter Maria beim Arbeitsamt Bischofshofen Beamtin. |
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| | :Neue Warte am Inn, 27 Februar 1904, Seite 5 | | :Neue Warte am Inn, 27 Februar 1904, Seite 5 |
| | * ANNO: Liste Österreichischer Zivilinternierter in England | | * ANNO: Liste Österreichischer Zivilinternierter in England |
| − | : Pester Lloyd, 6. Januar 1915, Seite 10 | + | : Pester Lloyd, 6. Jänner 1915, Seite 10 |
| | * Anno: Franz Deutschmann (Autounfall): | | * Anno: Franz Deutschmann (Autounfall): |
| | * Salzburger Chronik, 19. August 1929, Seite 7 | | * Salzburger Chronik, 19. August 1929, Seite 7 |