Änderungen

keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:     +
Die Filialkirche Maria Empfängnis ist eine römisch-[[katholische Kirche]] in der [[Pongau]]er Stadt [[Radstadt]]. Die ehemalige Kirche des Kapuzinerklosters steht unter Denkmalschutz.
    +
Die Klosterkirche, ein einfacher, in der Kapuzinertradition verankerter Saalbau von 1634, war 1748 "hineinwärts, gegen den großen Turm" für ein neues Presbyterium mit Betchor erweitert worden. So schließt an das rechteckige, tonnengewölbte Langhaus der stark einspringende, dem Kapuzinerturm der Stadtbefestigung angebaute Chor an. Der großflächige Hochaltar trennt die nördliche (hintere) Chorhälfte als Betchor ab. Das Dach darüber trägt einen hohen, schmale Dachreiter.
 +
 +
Der raumbeherrschende Hochaltar gewährt beiderseits Zugang zum ehemaligen Betchor. Sein dreiteiliger Wandaufbau wird von drei Altarbildern geprägt. Das Hauptbild zeigt oben Gottvater und den Heiligen Geist, unten in der Landschaft eine zu Maria flehende Menschengruppe. Präsentations- und Anrufungsmittelpunkt ist das in die Altarblattmitte gehängte Maria-Hilf-Bild (Kopie des Innsbrucker Gnadenbildes von Lucas Cranach). Die Seitenbilder stellen den hl. Joseph und den Evangelisten Johannes dar, beide theologisch zu Maria hinbezogen. Durch den Namen Maria im durchbrochenen Aufsatz wird die Weihe des Altares an die Mutter des Herrn noch unterstrichen.
 +
 +
Von Jakob Zanusi (1748/50) stammt das Altarbild des rechten Seitenaltares "Maria reicht das Jesuskind dem hl. Felix von Cantalizio". Diesem Bild gleicht in Art und Qualität das Bild am linken Seitenaltar, "Antonius von Padua mit dem Jesuskind", von Paul Perwanger, ebenfalls aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Oberbilder, rechts Erzengel Gabriel, links Mariä Verkündigung, sind wahrscheinlich Werke von Sebastian Stief (19. Jahrhundert). Das Altarbild in der Franziskuskapelle ehrt Franziskus von Assisi und wurde wiederum von Jakob Zanusi gemalt. Die raumgreifende Kanzel, Ausdruck der Bedeutung der Predigt in der Kapuziner-Seelsorge, wurde um 1790 gefertigt.
 +
 +
Die gut gemalten barocken Kreuzwegbilder, die nach Kapuzinertradition von den vierzehn herkömmlichen Kreuzwegstationen abweichen, sind zum Teil wieder in der Kirche angebracht. Wie im Pfarrzentrum sind auch hier in der Kirche noch zahlreiche aus den Kapuzinerbeständen stammende Wandgemälde zu sehen. In der 1984 restaurierten, nun der Pfarre zugehörigen Kirche werden regelmäßig Gottesdienste gefeiert.
 +
 +
Die Kirche ist teilweise an die Stadtmauer angebaut, die hohen wehrhaften Mauern der aufgelassenen Stadtburg (Pflegschloss) wurden beibehalten und schützen den noch heute auffälligen, hohen Bau. Seit der Aufhebung des Klosters 1978 dient es als Pfarr- und Bildungszentrum. Die Übernahme des Klostergebäudes mit anschließender schöner und zweckvoller Umgestaltung schuf nun einen großen, zusammenhängenden kirchlichen Bereich Stadtpfarrkirche-Pfarrzentrum.
 +
http://www.pfarrverband-radstadt.at/pfarre-radstadt/ueber-uns/unsere-kirchen/#.XuRWK-fgrIU
     
55.831

Bearbeitungen