| − | Irma Rafaela Toledo wurde [[1910]] in [[Laufen]] als Irma Friedmann geboren. Sie heiratete [[1931]] den nichtjüdischen Franz Schmeisser und führte mit ihm in Freilassing ein Geschäft. Nach der Machtergreifung Hitlers im Jahr [[1933]] zog das Ehepaar mit den Kindern nach [[Salzburg]], wo sie ab [[1938]] erneut bedroht waren. Nun meldete sich Irma Toledos Mann freiwillig zur Wehrmacht, um einer zwangsweisen Dienstverpflichtung an der Ostfront zu entgehen. Er kam als Funker nach Narvik. Bei einem Spaziergang während eines Fronturlaubes wurden das Paar von einem rabiaten Nazi angepöbelt. Er drohte Frau Toledo sie anzuzeigen, weil sie als „Saujüdin“ mit einem Wehrmachtssoldaten eingehängt spazieren gehe. Franz Schmeisser wurde von der Wehrmacht bald wieder entlassen, da er alles unternommen hatte um aus gesundheitlichen Gründen als untauglich zu gelten. Zurück in Salzburg wurde er mehrfach aufgefordert, sich von seiner „nichtarischen“ Frau scheiden zu lassen. Nach seiner beharrlichen Weigerung wurde er zur Strafarbeit in das Arbeitslager Gera gebracht. Von da an lebt Irma Rafaela Toledo in Todesangst. Sie denkt sogar an Selbstmord, um den Mann und die Kinder zu retten. Jedes Treppenknarren konnte das Ende bedeuten. Nun wurde auch sie zu Zwangsarbeit verpflichtet und musste Uniformen nähen. Die Kinder brachte sie bei Bauern unter. | + | Irma Rafaela Toledo wurde [[1910]] in [[Laufen]] als Irma Friedmann geboren. Sie heiratete [[1931]] den nichtjüdischen Franz Schmeisser und führte mit ihm in Freilassing ein Geschäft. Nach der Machtergreifung Hitlers im Jahr [[1933]] zog das Ehepaar mit den Kindern nach [[Salzburg]], wo sie ab [[1938]] erneut bedroht waren. Nun meldete sich Irma Toledos Mann freiwillig zur Wehrmacht, um einer zwangsweisen Dienstverpflichtung an der Ostfront zu entgehen. Er kam als Funker nach Narvik. Bei einem Spaziergang während eines Fronturlaubes wurde das Paar von einem rabiaten Nazi angepöbelt. Er drohte Frau Toledo sie anzuzeigen, weil sie als „Saujüdin“ mit einem Wehrmachtssoldaten eingehängt spazieren gehe. Franz Schmeisser wurde von der Wehrmacht bald wieder entlassen, da er alles unternommen hatte um aus gesundheitlichen Gründen als untauglich zu gelten. Zurück in Salzburg wurde er mehrfach aufgefordert, sich von seiner „nichtarischen“ Frau scheiden zu lassen. Nach seiner beharrlichen Weigerung wurde er zur Strafarbeit in das Arbeitslager Gera gebracht. Von da an lebt Irma Rafaela Toledo in Todesangst. Sie denkt sogar an Selbstmord, um den Mann und die Kinder zu retten. Jedes Treppenknarren konnte das Ende bedeuten. Nun wurde auch sie zu Zwangsarbeit verpflichtet und musste Uniformen nähen. Die Kinder brachte sie bei Bauern unter. |