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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| − | Die deutsche Luftwaffe setzte bereits zu Beginn des Zweiten Weltkriegs im September 1939 Bomben bei ihren Angriffen auf Warschau, Polen, ein. Durch die Ausweitung des Krieges und die immer massiveren Bombenangriffe auch gegen die Zivilbevölkerung sind Städte wie Warschau, Rotterdam (Niederlande), London, Coventry (beide England) und Belgrad (Jugoslawien) auf der einen, Berlin, Lübeck, Hamburg, München, Kassel, Königsberg und vor allem Dresden auf der anderen Seite zu einem Synonym für den Horror des Bombenkrieges geworden. | + | Die deutsche Luftwaffe setzte bereits zu Beginn des Zweiten Weltkriegs im September 1939 Bomben bei ihren Angriffen auf Warschau, Polen, ein. Durch die Ausweitung des Krieges und die immer massiveren Bombenangriffe auch gegen die Zivilbevölkerung sind Städte wie Warschau ([[Polen]]), Rotterdam ([[Niederlande]]), London, Coventry (beide [[England]]) und Belgrad ([[Jugoslawien]]) auf der einen, Berlin, Lübeck, Hamburg, [[München]], Kassel, Königsberg und vor allem Dresden auf der anderen Seite zu einem Synonym für den Horror des Bombenkrieges geworden. |
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| | Salzburg lag bis Ende 1943 außerhalb der Reichweite der von England aus operierenden alliierten Bombenverbände. Erst nach der Errichtung von Stützpunkten in Süditalien Anfang 1944 waren die Alliierten durch ihre Aufklärungseinheiten in der Lage, mögliche Ziele auszukundschaften. Das strategische Ziel dabei war die Zerstörung der Bahnanlagen der Stadt Salzburg, um den militärischen Nachschub zu unterbinden. | | Salzburg lag bis Ende 1943 außerhalb der Reichweite der von England aus operierenden alliierten Bombenverbände. Erst nach der Errichtung von Stützpunkten in Süditalien Anfang 1944 waren die Alliierten durch ihre Aufklärungseinheiten in der Lage, mögliche Ziele auszukundschaften. Das strategische Ziel dabei war die Zerstörung der Bahnanlagen der Stadt Salzburg, um den militärischen Nachschub zu unterbinden. |
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| − | Vor dem [[16. Oktober]] [[1944]] gab es zahlreiche Luftalarme in der Stadt, denen keine Angriffe folgten. Die meisten Salzburgerinnen und Salzburger hofften, dass die Stadt [[Mozart]]s und der [[Salzburger Festspiele|Festspiele]] verschont bleiben würden. Außerdem verbreitete sich das Gerücht, Winston Churchill sei im Salzburger [[Sanatorium Wehrle]] zu seiner vollsten Zufriedenheit behandelt worden und habe deswegen Luftangriffe auf Salzburg untersagt. | + | Vor dem [[16. Oktober]] [[1944]] gab es zahlreiche Luftalarme in der [[Stadt Salzburg]], denen keine Angriffe folgten. Die meisten Salzburger hofften, dass die Stadt [[Mozart]]s und der [[Salzburger Festspiele|Festspiele]] verschont bleiben würden. Außerdem verbreitete sich das Gerücht, Winston Churchill sei im Salzburger [[Sanatorium Wehrle]] zu seiner vollsten Zufriedenheit behandelt worden und habe deswegen Luftangriffe auf Salzburg untersagt. |
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| | Am 16. Oktober 1944 fielen die ersten Bomben auf die Stadt. Aber nur ein Teil der Bevölkerung hatte in den Luftschutzeinrichtungen und Kellern Schutz gesucht, denn bis dahin war ohnehin „nie etwas passiert“. Daher forderte der erste Bombenangriff mit 245 Toten die meisten Opfer der insgesamt 15 Luftangriffe. Unzählige Verletzte mussten von Rettungs- und Aufräumungstrupps aus den Trümmern geborgen werden. Die Stadt bot ein schockierendes Bild der Verwüstung. Zerstört bzw. stark beschädigt wurden unter anderem die [[Dom]]kuppel, das [[Kaiviertel]] (zahlreiche Häuser der [[Kaigasse]]), das [[Bürgerspital St. Blasius]] und die [[Bürgerspitalskirche St. Blasius]], das [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]], [[Mozart Wohnhaus]] am [[Makartplatz]] und das Gebiet um den [[Hauptbahnhof]]. 146 Gebäude wurden total zerstört, 73 schwer, 90 mittelschwer und 210 leicht beschädigt. 2.362 Menschen verloren ihre Wohnungen, 129 Menschen konnten lebend ausgegraben werden. | | Am 16. Oktober 1944 fielen die ersten Bomben auf die Stadt. Aber nur ein Teil der Bevölkerung hatte in den Luftschutzeinrichtungen und Kellern Schutz gesucht, denn bis dahin war ohnehin „nie etwas passiert“. Daher forderte der erste Bombenangriff mit 245 Toten die meisten Opfer der insgesamt 15 Luftangriffe. Unzählige Verletzte mussten von Rettungs- und Aufräumungstrupps aus den Trümmern geborgen werden. Die Stadt bot ein schockierendes Bild der Verwüstung. Zerstört bzw. stark beschädigt wurden unter anderem die [[Dom]]kuppel, das [[Kaiviertel]] (zahlreiche Häuser der [[Kaigasse]]), das [[Bürgerspital St. Blasius]] und die [[Bürgerspitalskirche St. Blasius]], das [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]], [[Mozart Wohnhaus]] am [[Makartplatz]] und das Gebiet um den [[Hauptbahnhof]]. 146 Gebäude wurden total zerstört, 73 schwer, 90 mittelschwer und 210 leicht beschädigt. 2.362 Menschen verloren ihre Wohnungen, 129 Menschen konnten lebend ausgegraben werden. |
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| | * Internetinfos der Stadt Salzburg | | * Internetinfos der Stadt Salzburg |
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