| Zeile 1: |
Zeile 1: |
| − | '''Gnigl''' ist Stadtteil und eine [[Katastralgemeinde]] im Nordosten der Stadt [[Salzburg]], der zwischen dem [[Kühberg]] im Süden und dem [[Heuberg]] im Norden bzw. Osten liegt. Der Siedlungsraum von Gnigl wird im Osten von den Hängen des Kühberges und Heuberges begrenzt, im Süden bilden Neuhauserstraße und Anton-Graf-Straße die uralte Grenzlinie gegen den Stadtteil Parsch. Im Norden begrenzt der Alterbach den Stadtteil gegen Langwied und Sam. Im Westen bildet die Tauernbahnlinie und der Frachtenbahnhof heute die schlüssige Grenze gegen Schallmoos. In Gnigl leben gut 6.000 Bewohner. | + | '''Gnigl''' ist Stadtteil und eine Katastralgemeinde im Nordosten der Stadt [[Salzburg]], der zwischen dem [[Kühberg]] im Süden und dem [[Heuberg]] im Norden bzw. Osten liegt. Der Siedlungsraum von Gnigl wird im Osten von den Hängen des Kühberges und Heuberges begrenzt, im Süden bilden Neuhauserstraße und Anton-Graf-Straße die uralte Grenzlinie gegen den Stadtteil Parsch. Im Norden begrenzt der Alterbach den Stadtteil gegen Langwied und Sam. Im Westen bildet die Tauernbahnlinie und der Frachtenbahnhof heute die schlüssige Grenze gegen Schallmoos. In Gnigl leben gut 6.000 Bewohner. |
| | | | |
| | == Name und Geschichte von Gnigl == | | == Name und Geschichte von Gnigl == |
| Zeile 7: |
Zeile 7: |
| | 1881 wurde die Freiwillige Feuerwehr Gnigl gegründet. Einen ungeahnte wirtschaftlichen Aufschwung nahm das Mühlendorf durch den Bau der Bahnlinie nach 1860, vor allem nach Fertigstellung des neuen Rangierbahnhofes 1908. 1934 war die Gemeinde Gnigl/Itzling nach der Stadt Salzburg mit über 10.000 Einwohner die bevölkerungsreichste Gemeinde des Landes Salzburg. Der damit stark angewachsene Verkehr führte zur Neutrassierung der Bundesstraße quer durch den alten Minnesheimpark, der im 19. Jahrhunderts mit seinen damaligen pittoresken Miniaturbauten eine vielbesuchte Sehenswürdigkeit dargestellt hatte. Eine frühe Bürgerinitiative konnte zwar den Straßenneubau nicht verhindern, erreichte aber die dauernde Unterschutzstellung und damit Sicherung des restlichen Parkareals. | | 1881 wurde die Freiwillige Feuerwehr Gnigl gegründet. Einen ungeahnte wirtschaftlichen Aufschwung nahm das Mühlendorf durch den Bau der Bahnlinie nach 1860, vor allem nach Fertigstellung des neuen Rangierbahnhofes 1908. 1934 war die Gemeinde Gnigl/Itzling nach der Stadt Salzburg mit über 10.000 Einwohner die bevölkerungsreichste Gemeinde des Landes Salzburg. Der damit stark angewachsene Verkehr führte zur Neutrassierung der Bundesstraße quer durch den alten Minnesheimpark, der im 19. Jahrhunderts mit seinen damaligen pittoresken Miniaturbauten eine vielbesuchte Sehenswürdigkeit dargestellt hatte. Eine frühe Bürgerinitiative konnte zwar den Straßenneubau nicht verhindern, erreichte aber die dauernde Unterschutzstellung und damit Sicherung des restlichen Parkareals. |
| | | | |
| − | Gnigl wurde großteils 1935 in die Landeshauptstadt eingegliedert. Zu dieser Gemeinde hatte zuvor zeitweise auch [[Itzling (Salzburg)|Itzling]] gehört. Kleine randliche Teile von Gnigl wurden 1939 eingemeindet. | + | Gnigl wurde großteils 1935 in die Landeshauptstadt eingegliedert. Zu dieser Gemeinde hatte zuvor zeitweise auch [[Itzling]] gehört. Kleine randliche Teile von Gnigl wurden 1939 eingemeindet. |
| | | | |
| | == Die Pfarrkirche == | | == Die Pfarrkirche == |
| Zeile 58: |
Zeile 58: |
| | === Gnigl Nord === | | === Gnigl Nord === |
| | Der großteils als Gewerbegebiet genutzte Nordteil von Gnigl, ders nördlich an Niedergnigl anschließt, wurde ebenfalls erst nach dem zweiten Weltkrieg verbaut. Im Zuge der Bebauung verschwanden auch etliche hier zuvor gelegene Weiher, die aus Ziegelteichen entstanden waren. | | Der großteils als Gewerbegebiet genutzte Nordteil von Gnigl, ders nördlich an Niedergnigl anschließt, wurde ebenfalls erst nach dem zweiten Weltkrieg verbaut. Im Zuge der Bebauung verschwanden auch etliche hier zuvor gelegene Weiher, die aus Ziegelteichen entstanden waren. |
| − |
| |
| | | | |
| | == Gnigl heute == | | == Gnigl heute == |
| − | Bis Dezember 2003 gab es dort auch einen Personenbahnhof, welcher im Rahmen des Nahverkehrsprojektes [[S-Bahn Salzburg]] durch eine moderne Haltestelle unter der Schwabenwirtsbrücke (Linzer Bundesstraße) ersetzt wurde. Bei der Erbauung dieser Haltestelle musste die Sportanlage des 1. Salzburger SK weichen. An der S-Bahnstation halten Züge der S3 im 30 Minutentakt. Die Fahrzeit zum [[Salzburg Hauptbahnhof|Hauptbahnhof]] beträgt 6 Minuten. Weiters ist Gnigl mit den [[O-Bus Salzburg|Obuslinien]] 2 und 4, den [[Albus Salzburg|Autobuslinien]] 20 und 23 sowie mehreren Regionalbuslinien erreichbar. | + | Bis Dezember 2003 gab es dort auch einen Personenbahnhof, welcher im Rahmen des Nahverkehrsprojektes [[S-Bahn Salzburg]] durch eine moderne Haltestelle unter der Schwabenwirtsbrücke (Linzer Bundesstraße) ersetzt wurde. Bei der Erbauung dieser Haltestelle musste die Sportanlage des 1. Salzburger SK weichen. An der S-Bahnstation halten Züge der S3 im 30 Minutentakt. Die Fahrzeit zum Hauptbahnhof beträgt 6 Minuten. Weiters ist Gnigl mit den [[O-Bus Salzburg|Obuslinien]] 2 und 4, den Autobuslinien 20 und 23 sowie mehreren Regionalbuslinien erreichbar. |
| − | | |
| | | | |
| | ==Quelle== | | ==Quelle== |