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Die [[Salzburger Wacht]] berichtete in ihrer Ausgabe vom [[21. März]] [[1917]] über die sanitären Verhältnisse im Flüchtlingslager in Niederalm. Entgegen verschiedenen im Umlauf befindlichen Gerüchten über die Verbreitung epidemischer Krankheiten im Flüchtlingslager wurde der Zeitung von amtlicher Seite mitgeteilt, dass die Verhältnisse in diesem Lager, hinsichtlich des Auftretens ansteckender Erkrankungen, gegenwärtig als geradezu ungewöhnlich günstig bezeichnet wurde. Außer ganz wenigen leichten Varizellenfällen ohne jede Bedeutung gab es weder Infektionskrankheiten, noch solcher Krankheiten verdächtige Personen.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19170321&query=%22Fl%c3%bcchtlingslager%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], Salzburger Wacht, Ausgabe vom 21. März 1917, Seite 4</ref>
 
Die [[Salzburger Wacht]] berichtete in ihrer Ausgabe vom [[21. März]] [[1917]] über die sanitären Verhältnisse im Flüchtlingslager in Niederalm. Entgegen verschiedenen im Umlauf befindlichen Gerüchten über die Verbreitung epidemischer Krankheiten im Flüchtlingslager wurde der Zeitung von amtlicher Seite mitgeteilt, dass die Verhältnisse in diesem Lager, hinsichtlich des Auftretens ansteckender Erkrankungen, gegenwärtig als geradezu ungewöhnlich günstig bezeichnet wurde. Außer ganz wenigen leichten Varizellenfällen ohne jede Bedeutung gab es weder Infektionskrankheiten, noch solcher Krankheiten verdächtige Personen.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19170321&query=%22Fl%c3%bcchtlingslager%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], Salzburger Wacht, Ausgabe vom 21. März 1917, Seite 4</ref>
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Im März [[1922]] stand der Oberjäger des Lagers Niederalm, Josef Bertsch, wegen Mitwirkung an Schiebereien Regierungsrat Dr. [[Eduard Rambousek]] vor Gericht.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19220323&query=%22Lager+Niederalm%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Wacht, Ausgabe vom 23. März 1922, Seite 5, [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19221112&query=%22Bertsch%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 12. November 1922, Seite 8</ref>  
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Im März [[1922]] stand der Oberjäger des Lagers Niederalm, Josef Bertsch, wegen Mitwirkung an Schiebereien Regierungsrat Dr. [[Eduard Rambousek]] vor Gericht.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19220323&query=%22Lager+Niederalm%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Wacht, Ausgabe vom 23. März 1922, Seite 5</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19221112&query=%22Bertsch%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 12. November 1922, Seite 8</ref>  
    
== Spätere Nutzung ==
 
== Spätere Nutzung ==
 
=== Lehrlingserholungsheim Niederalm-Grödig ===
 
=== Lehrlingserholungsheim Niederalm-Grödig ===
Um 1930 wurden Teile des ehemaligen Lagerteils in Niederalm als ''Lehrlingserholungsheim Niederalm–Grödig'' genutzt. Nach [[1938]] war dort eine "Führerschule" für die Hitlerjugend.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19390715&query=%22Lager+Gr%c3%b6dig%22&ref=anno-search&seite=18 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 15. Juli 1939, Seite 18</ref> Ab [[1940]] wurden wiederum Umsiedler und Flüchtlinge in den noch bestehenden Baracken untergebracht. In dieser Zeit erhielt die Barackensiedlung den Namen ''Schwabenlager''.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19401207&query=%22Lager+Gr%c3%b6dig%22&ref=anno-search&seite=11 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 7. Dezember 1940, Seite 11</ref>
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Im Oktober [[1919]] wurde sechs villenartige Häuschen, es waren dies die aus Zement erbauten Schulbaracken des ehemaligen Flüchtlingslager, zu einem Lehrlingserholungsheim. im ''Lehrlingserholungsheim Niederalm–Grödig'' brachte das Amt für Volksgesundheit dort 540 Lehrlinge für jeweils vier Wochen zur Erholung unter. Besonders schwierig zu lösen war die Frage einer halbwegs ausreichenden Ernährung, die überhaupt nur durch die tatkräftige Unterstützung der amerikanischen Kinderhilfskommission möglich wurde. Gekocht wird im Lager selbst. Man hat einfach die Lagerküche wieder in Betrieb gesetzt.
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Die Baracken mussten erst her gerichtet werden und die schönen Schulhäuschen waren nicht gleich von der Lagerverwaltung zu haben. So kam es, dass zuerst die Lehrlinge in die großen Baracken einquartiert werden mussten, die achtzig bis neunzig Feldbetten fassten, was natürlich oft allerlei Unannehmlichkeiten verbunden war. Diese sind nun mit dem Beziehen der Schulbaracken verschwunden. In keinem der fünf Schlafsäle, die jedes dieser Häuschen besitzt, sind mehr als sechzehn Lehrlinge untergebracht.
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<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze&datum=19191020&seite=4&zoom=33&query=%22Lager%22%2B%22Niederalm%22%2B%22baracken%22 ANNO], Arbeiter Zeitung, 20. Oktober 1919, Seite 4</ref>
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Nach [[1938]] war dort eine "Führerschule" für die Hitlerjugend.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19390715&query=%22Lager+Gr%c3%b6dig%22&ref=anno-search&seite=18 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 15. Juli 1939, Seite 18</ref> Ab [[1940]] wurden wiederum Umsiedler und Flüchtlinge in den noch bestehenden Baracken untergebracht. In dieser Zeit erhielt die Barackensiedlung den Namen ''Schwabenlager''.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19401207&query=%22Lager+Gr%c3%b6dig%22&ref=anno-search&seite=11 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 7. Dezember 1940, Seite 11</ref>
    
Augenzeugenberichten nach wurden die letzten Baracken um 1970 abgerissen.  
 
Augenzeugenberichten nach wurden die letzten Baracken um 1970 abgerissen.