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| | ::: Lokalaugenschein beim [[Lagerfriedhof Grödig]] am 18.05.2015 mit Fotos der Informationstafeln vor Ort; => "Kriegsgefangenenlager Grödig"; Lager I und Lager II waren Kriegsgefangenenlager; Lager III war ein Kriegsgefangenen- und Flüchtlingslager. Der Großteil der Fläche(n) liegt in Grödig. Die Gemeindegrenze zwischen Grödig und Anif hat sich mit Sicherheit nicht geändert. Die Zugehörigkeit von Niederalm zu Anif ist irrelevant, sowie die Bezeichnung als "Lager Niederalm" mE irreführend ist. Jedoch findet sich in ANNO der Begriff "Flüchtlingslager Niederalm". Das war jedoch nicht die Hauptbestimmung des Lagers Grödig. [[Benutzer:Xxlstier|Xxlstier]] :::([[Benutzer Diskussion:Xxlstier|Diskussion]]) 18:58, 3. Apr. 2020 (UTC) | | ::: Lokalaugenschein beim [[Lagerfriedhof Grödig]] am 18.05.2015 mit Fotos der Informationstafeln vor Ort; => "Kriegsgefangenenlager Grödig"; Lager I und Lager II waren Kriegsgefangenenlager; Lager III war ein Kriegsgefangenen- und Flüchtlingslager. Der Großteil der Fläche(n) liegt in Grödig. Die Gemeindegrenze zwischen Grödig und Anif hat sich mit Sicherheit nicht geändert. Die Zugehörigkeit von Niederalm zu Anif ist irrelevant, sowie die Bezeichnung als "Lager Niederalm" mE irreführend ist. Jedoch findet sich in ANNO der Begriff "Flüchtlingslager Niederalm". Das war jedoch nicht die Hauptbestimmung des Lagers Grödig. [[Benutzer:Xxlstier|Xxlstier]] :::([[Benutzer Diskussion:Xxlstier|Diskussion]]) 18:58, 3. Apr. 2020 (UTC) |
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| − | ::::Ich zitiere die Gedenktafel: | + | ::::; Gemeindegebiet |
| − | ::::''Zur bleibenden Erinnerung an die 17.000 hier zur letzten irdischen Ruhe bestatteten Kriegsgefangenen und Flüchtlinge des I. Weltkrieges'' | + | ::::* das (Kriegsgefangenen-)Lager I bei [[Grödig]] und (Kriegsgefangenen-)Lager II bei [[St. Leonhard (Grödig)]] liegen auf dem Gebiet der Gemeinde Grödig |
| − | ::::''Am 2. Jänner 1915 begann der Bau des Lagers I. Es erstreckte sich östlich von Grödig linker Hand der Niederalmerstraße'' (laut Lagerplan ist dies die heutige Neue-Heimat-Straße!) ''bis zum kleinen Goishügel. Schon am 3. März des selben Jahres erfolgte der Bau des Lagers II nordwestlich des Almkanals zwischen Grödig und Drachenloch. Als letztes Lager folgte östlich im Anschluss von Lager I die letzte Ausbaustufe dieses bis zu 40.000 Insassen umfassenden Kriegsgefangenen- und Flüchtlingslagers'' (gemeint ist das Gesamtlager, also Lager I+II+III!)'', das Lager III. Das K.u.K. Kriegsgefangenenlager Grödig'' (laut Lagerplan also das Lager I!) ::::''war der Militärverwaltung unterstellt und hatte zudem noch zwei Wachbataillone als Besatzung. Die ersten Gefangenentransporte - es waren mehr als 2.000 Russen - setzten bereits mit 28. April 1915 ein. Schließlich lebten in dieser "Lagerkleinstadt" bald um die 40.000 Personen aus aller Herren Länder. Die meisten kamen aus dem Osten und vom Balkan, aber auch Italiener waren unter den Kriegsgefangenen.''
| + | :::: siehe: |
| − | ::::''Der "Russenfriedhof" wurde schon im Jahre 1915 für Bestattungen benötigt. Epidemien, die mehrmals im Lager ausbrachen, waren der Grund für zahlreiche Massenbeerdigungen.'' | + | ::::*[http://www.rainerregiment.at/joomla/images/museumundforschung/wissenschaftlicheforschung/teil3/KG%20Niederalm%20Golling%20von%20Vater%20Westreicher.jpg "Das russische Gefangenenlager in Grödig bei Salzburg vom Untersberg aus"], Vater von Leutnant Bruno Westreicher |
| − | ::::''In den Jahren 1939 bis 1945 haben insgesamt 72 weitere Bestattungen stattgefunden: 13 Jugoslawen, 14 Franzosen, 1 Amerikaner und 4 Russen.'' | + | ::::*[http://www.rainerregiment.at/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=243&Itemid=160 http://www.rainerregiment.at] |
| − | ::::''Ehre ihren Angedenken!'' | + | ::::[[Benutzer:Xxlstier|Xxlstier]] ([[Benutzer Diskussion:Xxlstier|Diskussion]]) 21:17, 4. Apr. 2020 (UTC) |
| − | ::::[[Benutzer:Xxlstier|Xxlstier]] 14:57, 6. Apr. 2020 | |
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| − | ::::: Wie aus dem Lagerplan ersichtlich (ein Modell davon steht übrigens im Wehrgeschichtlichen Museum in der Schwarzenbergkaserne Walserfeld), befand sich | + | :::::Ich zitiere die Gedenktafel: |
| − | :::::* das Lager I (also das "K.u.K. Kriegsgefangenenlager") im heutigen Grödiger Ortsteil Neue Heimat, Bereich Oberfeldstraße-Göllstraße-Neue-Heimat-Straße (dort befindet sich noch heute die so genannte "Lagerstraße"), | + | :::::''Zur bleibenden Erinnerung an die 17.000 hier zur letzten irdischen Ruhe bestatteten Kriegsgefangenen und Flüchtlinge des I. Weltkrieges'' |
| − | :::::* das Lager II im Grödiger Ortsteil St. Leonard, westlich des Almkanals bis zur Waldstraße, | + | :::::''Am 2. Jänner 1915 begann der Bau des Lagers I. Es erstreckte sich östlich von Grödig linker Hand der Niederalmerstraße'' (laut Lagerplan ist dies die heutige Neue-Heimat-Straße!) ''bis zum kleinen Goishügel. Schon am 3. März des selben Jahres erfolgte der Bau des Lagers II nordwestlich des Almkanals zwischen Grödig und Drachenloch. Als letztes Lager folgte östlich im Anschluss von Lager I die letzte Ausbaustufe dieses bis zu 40.000 Insassen umfassenden Kriegsgefangenen- und Flüchtlingslagers'' (gemeint ist das Gesamtlager, also Lager I+II+III!)'', das Lager III. Das K.u.K. Kriegsgefangenenlager Grödig'' (laut Lagerplan also das Lager I!) :::::''war der Militärverwaltung unterstellt und hatte zudem noch zwei Wachbataillone als Besatzung. Die ersten Gefangenentransporte - es waren mehr als 2.000 Russen - setzten bereits mit 28. April 1915 ein. Schließlich lebten in dieser "Lagerkleinstadt" bald um die 40.000 Personen aus aller Herren Länder. Die meisten kamen aus dem Osten und vom Balkan, aber auch Italiener waren unter den Kriegsgefangenen.'' |
| − | :::::* das Lager III im heutigen (Anif-)Niederalmer Ortsteil Neu-Anif. Das Siedlungsgebiet entspricht dem Lagergebiet! | + | :::::''Der "Russenfriedhof" wurde schon im Jahre 1915 für Bestattungen benötigt. Epidemien, die mehrmals im Lager ausbrachen, waren der Grund für zahlreiche Massenbeerdigungen.'' |
| − | :::::* Der Lagerfriedhof liegt im Südwesten von Lager III, westlich des Friedhofweges aber im Gemeindegebiet von Grödig! | + | :::::''In den Jahren 1939 bis 1945 haben insgesamt 72 weitere Bestattungen stattgefunden: 13 Jugoslawen, 14 Franzosen, 1 Amerikaner und 4 Russen.'' |
| − | ::::: [[Benutzer:T schaible|T schaible]] 6. April 2020, 23:20 Uhr | + | :::::''Ehre ihren Angedenken!'' |
| | + | :::::[[Benutzer:Xxlstier|Xxlstier]] 14:57, 6. Apr. 2020 |
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| − | == Gemeindegebiet ==
| + | :::::: Wie aus dem Lagerplan ersichtlich (ein Modell davon steht übrigens im Wehrgeschichtlichen Museum in der Schwarzenbergkaserne Walserfeld), befand sich |
| − | * das (Kriegsgefangenen-)Lager I bei [[Grödig]] und (Kriegsgefangenen-)Lager II bei [[St. Leonhard (Grödig)]] liegen auf dem Gebiet der Gemeinde Grödig | + | ::::::* das Lager I (also das "K.u.K. Kriegsgefangenenlager") im heutigen Grödiger Ortsteil Neue Heimat, Bereich Oberfeldstraße-Göllstraße-Neue-Heimat-Straße (dort befindet sich noch heute die so genannte "Lagerstraße"), |
| − | : siehe: | + | ::::::* das Lager II im Grödiger Ortsteil St. Leonard, westlich des Almkanals bis zur Waldstraße, |
| − | *[http://www.rainerregiment.at/joomla/images/museumundforschung/wissenschaftlicheforschung/teil3/KG%20Niederalm%20Golling%20von%20Vater%20Westreicher.jpg "Das russische Gefangenenlager in Grödig bei Salzburg vom Untersberg aus"], Vater von Leutnant Bruno Westreicher | + | ::::::* das Lager III im heutigen (Anif-)Niederalmer Ortsteil Neu-Anif. Das Siedlungsgebiet entspricht dem Lagergebiet! |
| − | *[http://www.rainerregiment.at/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=243&Itemid=160 http://www.rainerregiment.at]
| + | ::::::* Der Lagerfriedhof liegt im Südwesten von Lager III, westlich des Friedhofweges aber im Gemeindegebiet von Grödig! |
| − | [[Benutzer:Xxlstier|Xxlstier]] ([[Benutzer Diskussion:Xxlstier|Diskussion]]) 21:17, 4. Apr. 2020 (UTC)
| + | :::::: [[Benutzer:T schaible|T schaible]] 6. April 2020, 23:20 Uhr |
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| | : Die Ausdrucksweise "bei Grödig" ist natürlich historisch zu sehen, da war ja vieles, was innerhalb eines Gemeindegebiets lag, aber nicht direkt im Zentrum, immer "bei ...". --[[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter Krackowizer]] ([[Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer|Diskussion]]) 10:04, 6. Apr. 2020 (UTC) | | : Die Ausdrucksweise "bei Grödig" ist natürlich historisch zu sehen, da war ja vieles, was innerhalb eines Gemeindegebiets lag, aber nicht direkt im Zentrum, immer "bei ...". --[[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter Krackowizer]] ([[Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer|Diskussion]]) 10:04, 6. Apr. 2020 (UTC) |
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| − | : vielleicht beschäftigt sich → Chronik Anif, Dopsch nur mit dem Lager III in Niederalm. | + | :: vielleicht beschäftigt sich → Chronik Anif, Dopsch nur mit dem Lager III in Niederalm. |
| − | : aus meiner Sicht jedenfalls eindeutig '''"Kriegsgefangenenlager Grödig"''' [[Benutzer:Xxlstier|Xxlstier]] ([[Benutzer Diskussion:Xxlstier|Diskussion]]) 12:57, 6. Apr. 2020 (UTC) | + | :: aus meiner Sicht jedenfalls eindeutig '''"Kriegsgefangenenlager Grödig"''' [[Benutzer:Xxlstier|Xxlstier]] ([[Benutzer Diskussion:Xxlstier|Diskussion]]) 12:57, 6. Apr. 2020 (UTC) |
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| | + | :::In der Anifer Chronik beschreibt Dopsch unter dem Titel ''Lager Niederalm'' alle drei Lager. |
| | + | :::Wie Tilmann nun mitteilte, hieß nur Lager I "K.u.K. Kriegsgefangenenlager". |
| | + | :::Laut zitierter Tafel am Lagerfriedhof sind dort "Kriegsgefangenen und Flüchtlinge" begraben. |
| | + | :::Aus diesen Informationen ist folglich zu schließen, dass als Oberbegriff der drei Lager wohl "Lager Grödig" bleiben sollte. Eine Teilung jetzt in drei Artikel sehe ich nicht sinnvoll, da ja kaum Detailinformationen über die einzelnen Lager im Moment vorhanden sind meint --[[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter Krackowizer]] ([[Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer|Diskussion]]) 08:20, 7. Apr. 2020 (UTC) |