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| | [[Bild:Fischhorn.jpg|thumb|Schloss Fischhorn]] | | [[Bild:Fischhorn.jpg|thumb|Schloss Fischhorn]] |
| | [[Datei:Blochholz vor Schloss Fischhorn und Zeller See.jpg|thumb|Blochholz vor Schloss Fischhorn und Zeller See]] | | [[Datei:Blochholz vor Schloss Fischhorn und Zeller See.jpg|thumb|Blochholz vor Schloss Fischhorn und Zeller See]] |
| − | Das '''Schloss Fischhorn''' in [[Bruck an der Großglocknerstraße]] ist ein alter Ansitz an historisch bedeutender Stelle, der im 19. Jahrhundert zu einem Schloss umgebaut wurde. | + | Das '''Schloss Fischhorn''' in [[Bruck an der Großglocknerstraße]] ist ein alter Ansitz an historisch bedeutender Stelle, der im [[19. Jahrhundert]] zu einem Schloss umgebaut wurde. |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| | =====Einführung===== | | =====Einführung===== |
| − | Schloss Fischhorn liegt am Rand des [[Zeller Becken]] auf einer Anhöhe am nordwestlichen Ortsende von Bruck an der Großglocknerstraße. Es befindet sich am Kreuzungspunkt zweier inneralpinen Verkehrslinien, der Nord-Süd-Route über den Tauern und der Ost-West-Route [[Bischofshofen]] – [[Oberpinzgau]]- [[Nordtirol]]. Durch die Untersuchung von Funden und durch archäologische Grabungen im Umfeld des Schlosses weiß man heute, dass an dieser Stelle eine römische Ansiedlung war, von der [[Fritz Moosleitner]] vermutet, dass es sich um eine Straßenstation gehandelt hat. | + | Schloss Fischhorn liegt am Rand des [[Zeller Becken]] auf einer Anhöhe am nordwestlichen Ortsende von Bruck an der Großglocknerstraße. Es befindet sich am Kreuzungspunkt zweier inneralpinen Verkehrslinien, der Nord-Süd-Route über den Tauern und der Ost-West-Route [[Bischofshofen]] – [[Oberpinzgau]]- [[Nordtirol]]. Durch die Untersuchung von Funden und durch archäologische Grabungen im Umfeld des Schlosses weiß man heute, dass an dieser Stelle eine römische Ansiedlung war, von der [[Fritz Moosleitner]] vermutet, dass es sich um eine Straßenstation gehandelt hat. |
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| | =====Die Ableitung des Namens===== | | =====Die Ableitung des Namens===== |
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| | =====Fischhorn nach der Säkularisierung des Erzbistums===== | | =====Fischhorn nach der Säkularisierung des Erzbistums===== |
| | * [[1803]] erfolgt die Säkularisierung des [[Erzbistum Salzburg]]. | | * [[1803]] erfolgt die Säkularisierung des [[Erzbistum Salzburg]]. |
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| | * Zwischen [[1808]] und [[1811]] bleibt Fischhorn unbewohnt. | | * Zwischen [[1808]] und [[1811]] bleibt Fischhorn unbewohnt. |
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| | * 1811 zieht das königlich-bayrische Rentamt mit Rentmeister Heinrich Huber ein. | | * 1811 zieht das königlich-bayrische Rentamt mit Rentmeister Heinrich Huber ein. |
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| | * [[1815]] kommt der Ansitz unter österreichische Verwaltung und beherbergt Fischhorn das k.k. Oberforstamt Kaprun. | | * [[1815]] kommt der Ansitz unter österreichische Verwaltung und beherbergt Fischhorn das k.k. Oberforstamt Kaprun. |
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| | * Anfang der Vierziger-Jahre des [[19. Jahrhundert]]s wird das Forstamt verlegt und Fischhorn wird dem Verfall preisgegeben. | | * Anfang der Vierziger-Jahre des [[19. Jahrhundert]]s wird das Forstamt verlegt und Fischhorn wird dem Verfall preisgegeben. |
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| | * Von [[1842]] bis [[1862]] wohnen dort noch Forstwarte, zuletzt nur mehr ein „Hausweibl“. Die Bauern der Umgebung beschleunigen den Verfall, in dem sie sich mit den Steinen der Mauern und Schutt von der Burg billig zu Baumaterial und zum Schottern der Wege verhelfen. Schon damals gab es Probleme mit dem Verkauf des Ansitzes. Der beabsichtigte Freihandverkauf gelang nicht und es kam [[1859]] zur Versteigerung. Der Meistbietende war der k.k. Postmeister und Landtagsabgeordnete Embacher von [[Taxenbach]]. Er bezahlte 13.000 Gulden. Embacher renovierte aber nicht sondern ließ weitere Steine abtransportieren. | | * Von [[1842]] bis [[1862]] wohnen dort noch Forstwarte, zuletzt nur mehr ein „Hausweibl“. Die Bauern der Umgebung beschleunigen den Verfall, in dem sie sich mit den Steinen der Mauern und Schutt von der Burg billig zu Baumaterial und zum Schottern der Wege verhelfen. Schon damals gab es Probleme mit dem Verkauf des Ansitzes. Der beabsichtigte Freihandverkauf gelang nicht und es kam [[1859]] zur Versteigerung. Der Meistbietende war der k.k. Postmeister und Landtagsabgeordnete Embacher von [[Taxenbach]]. Er bezahlte 13.000 Gulden. Embacher renovierte aber nicht sondern ließ weitere Steine abtransportieren. |
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| | =====Fischhorn wird Eigentum der Familie Liechtenstein===== | | =====Fischhorn wird Eigentum der Familie Liechtenstein===== |
| − | [[1862]] tritt eine anonyme Käufergruppe auf und erwirbt unter der Vertretung von Architekt Lößl das Anwesen um 12.000 Gulden. Die Käufergruppe entpuppt sich als [[Johannes II. von Liechtenstein]], regierender Fürst von und zu Liechtenstein und dessen Schwester Sophie, Fürstin zu Löwenstein, mit ihrem Gatten Carl, Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg. Die umliegende Bevölkerung ist von den neuen Besitzern angetan. Seit dem Erwerb durch die Fürstenfamilie wird der Besitz laufend erweitert und ist schließlich der größte landwirtschaftliche betrieb des Landes Salzburg. Noch im Jahr [[1863]] besucht die Fürstenfamilie zum ersten Mal ihr neues Eigentum und es wird ihr von Seiten der Bevölkerung ein großer und begeisterter Empfang bereitet. | + | [[1862]] tritt eine anonyme Käufergruppe auf und erwirbt unter der Vertretung von Architekt Lößl das Anwesen um 12.000 Gulden. Die Käufergruppe entpuppt sich als [[Johannes II. von Liechtenstein]], regierender Fürst von und zu Liechtenstein und dessen Schwester Sophie, Fürstin zu Löwenstein, mit ihrem Gatten Carl, Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg. Die umliegende Bevölkerung ist von den neuen Besitzern angetan. Seit dem Erwerb durch die Fürstenfamilie wird der Besitz laufend erweitert und ist schließlich der größte landwirtschaftliche betrieb des Landes Salzburg. Noch im Jahr [[1863]] besucht die Fürstenfamilie zum ersten Mal ihr neues Eigentum und es wird ihr von Seiten der Bevölkerung ein großer und begeisterter Empfang bereitet. |
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| | Im Frühjahr [[1863]] wird mit dem Wiederaufbau begonnen. Unter Oberbaurat [[Friedrich von Schmidt]], Dombaumeister von St. Stephan in Wien, und Bauleiter Architekt [[Josef Wessicken]], erfolgt ein Umbau in neugotischem Stil. Das Schloss konnte im Jahr [[1873]] fertig gestellt werden. | | Im Frühjahr [[1863]] wird mit dem Wiederaufbau begonnen. Unter Oberbaurat [[Friedrich von Schmidt]], Dombaumeister von St. Stephan in Wien, und Bauleiter Architekt [[Josef Wessicken]], erfolgt ein Umbau in neugotischem Stil. Das Schloss konnte im Jahr [[1873]] fertig gestellt werden. |
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| | =====Brand des Schlosses und Erwerb durch Familie Gildemeister ===== | | =====Brand des Schlosses und Erwerb durch Familie Gildemeister ===== |
| − | [[1920]] wird das Schloss durch einen großen Brand bis in die unteren Stockwerke vernichtet. Die Fürstenfamilie verliert das Interesse an diesem Besitz und so kann das Anwesen schließlich von der Familie Gildemeister, vertreten durch Heinrich Gildemeister, angekauft werden. (Heinrich Gildemeister, geboren in Peru, war [[1931]] bis [[1942]] Botschafter der Republik Peru in Deutschland). In seinem Auftrag erfolgt nun der Wiederaufbau des Schlosses durch den Architekten Karl Wolters aus Bremen. Das Schloss wird in vereinfachter Form wieder hergestellt. Gildemeister modernisiert die zum Besitz gehörende Landwirtschaft und führt die maschinelle Bearbeitung ein. | + | [[1920]] wird das Schloss durch einen großen Brand bis in die unteren Stockwerke vernichtet. Die Fürstenfamilie verliert das Interesse an diesem Besitz und so kann das Anwesen schließlich von der Familie Gildemeister, vertreten durch Heinrich Gildemeister, angekauft werden. Heinrich Gildemeister, geboren in [[Peru]], war [[1931]] bis [[1942]] Botschafter der Republik Peru in Deutschland. In seinem Auftrag erfolgt nun der Wiederaufbau des Schlosses durch den Architekten Karl Wolters aus Bremen. Das Schloss wird in vereinfachter Form wieder hergestellt. Gildemeister modernisiert die zum Besitz gehörende Landwirtschaft und führt die maschinelle Bearbeitung ein. |
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| | =====Schloss Fischhorn in der NS-Zeit===== | | =====Schloss Fischhorn in der NS-Zeit===== |
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| + | {{SORTIERUNG: Fischorn, Schloss}} |
| − | [[Kategorie:Pinzgau|Fischorn, Schloss]] | + | [[Kategorie:Pinzgau]] |
| − | [[Kategorie:Bruck an der Großglocknerstraße]] | + | [[Kategorie:Bruck an der Großglocknerstraße]] |
| − | [[Kategorie:Architektur|Fischhorn, Schloss]] | + | [[Kategorie:Kultur und Bildung]] |
| − | [[Kategorie:Schloss|Fischhorn, Schloss]] | + | [[Kategorie:Bildung]] |
| − | [[Kategorie:historisches Gebäude|Fischorn, Schloss]] | + | [[Kategorie:Architektur]] |
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| | + | [[Kategorie:historisches Gebäude]] |