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| | ==Die Anfänge== | | ==Die Anfänge== |
| − | Etwa um 2.500 v. Chr., also in der jüngeren [[Steinzeit]] etwa, gab es im Gebiet des heutigen [[Bad Dürrnberg]] eine Siedlung, wie prähistorische Funde beweisen. Man vermutet, dass diese Menschen wegen klimatischen Bedingungen sich nur in den Sommermonaten in dieser Höhe aufgehalten hatten und nur wegen der [[Salzbergbau|Salzgewinnung]] (Quellsole). Da aus der [[Bronzezeit]] nur sehr spärliche Funde nachzuweisen sind, dürfte es bis etwa 750 v. Chr. noch keine Dauersiedlung in diesem Gebiet gegeben haben. Erst Mitte der [[Hallstattzeit]] lassen sich wieder vermehrt Aktivitäten, wohl wiederum im Zusammenhang mit dem [[Salz]], nachweisen. Soweit bisherige Grabungen ergeben haben, wurde das Salz nur oberiridsch gewonnen, Schürfungen in der Hallstattzeit gingen nicht tiefer als etwa 150 m in den Berg. | + | Etwa um 2 500 v. Chr., also in der jüngeren [[Steinzeit]] etwa, gab es im Gebiet des heutigen [[Bad Dürrnberg]] eine Siedlung, wie prähistorische Funde beweisen. Man vermutet, dass diese Menschen wegen klimatischen Bedingungen sich nur in den Sommermonaten in dieser Höhe aufgehalten hatten und nur wegen der [[Salzbergbau|Salzgewinnung]] (Quellsole). Da aus der [[Bronzezeit]] nur sehr spärliche Funde nachzuweisen sind, dürfte es bis etwa 750 v. Chr. noch keine Dauersiedlung in diesem Gebiet gegeben haben. Erst Mitte der [[Hallstattzeit]] lassen sich wieder vermehrt Aktivitäten, wohl wiederum im Zusammenhang mit dem [[Salz]], nachweisen. Soweit bisherige Grabungen ergeben haben, wurde das Salz nur oberiridsch gewonnen, Schürfungen in der Hallstattzeit gingen nicht tiefer als etwa 150 m in den Berg. |
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| − | Ab etwa 700 v. Chr. drangen dann die [[Kelten]] vor und besiedelten den [[Dürrnberg (Hallein)|Dürrnberg]] (sowie den [[Hellbrunner Berg]]), auf dem der Sitz eines Herzogs nachgewiesen wurde, der seine Einnahmen aus dem Salzabbau am Dürrnberg hatte. Durch das billige Meersalz der [[Römer]] kam der Salzabbau um Christi Geburt völlig zum Erliegen. Jedoch wurden bisher noch keine römischen Gräber am Dürrnberg gefunden. Wohl aber keltische Gräber, so auch in der heutigen [[Halleiner Altstadt]] im Bereich des [[Molnarplatz]]es. Im Altstadtgebiet wurden dann auch Römergräber entdeckt. | + | Ab etwa 700 v. Chr. drangen dann die [[Kelten]] vor und besiedelten den [[Dürrnberg (Hallein)|Dürrnberg]] (sowie den [[Hellbrunner Berg]]), auf dem der Sitz eines Herzogs nachgewiesen wurde, der seine Einnahmen aus dem Salzabbau am Dürrnberg hatte. Durch das billige Meersalz der [[Römer]] kam der Salzabbau um Christi Geburt völlig zum Erliegen. Jedoch wurden bisher noch keine römischen Gräber am Dürrnberg gefunden. Wohl aber keltische Gräber, so auch in der heutigen [[Halleiner Altstadt]] im Bereich des [[Edmund-Molnar-Platz (Hallein)|Edmund-Molnar-Platzes]]. Im Altstadtgebiet wurden dann auch Römergräber entdeckt. |
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| | ==Nach Christi Geburt== | | ==Nach Christi Geburt== |
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| | Eine erste urkundliche Erwähnung des Ortes Hallein findet sich dann [[1198]] als ''muelpach'', jedoch ist der [[Salzbergbau|Salzabbau]] am [[Bad Dürrnberg|Dürrnberg]] schon [[1191]] nachgewiesen. Wann aber tatsächlich dort Salzlager wieder entdeckt wurden, ist heute nicht mehr nachweisbar. Die Urkunde aus 1198 von Erzbischof [[Adalbert III.]] verfügt, dass aller Ertrag des Salzwerkes am Tuval von den [[Barmsteine]]n bis zur ''Alm'' ([[Königsseeache]]) und [[Grafengaden]] zwischen dem Erzbischof, dem [[Domkapitel]] und dem Stift Berchtesgaden gleichmäßig aufgeteilt werden sollte. | | Eine erste urkundliche Erwähnung des Ortes Hallein findet sich dann [[1198]] als ''muelpach'', jedoch ist der [[Salzbergbau|Salzabbau]] am [[Bad Dürrnberg|Dürrnberg]] schon [[1191]] nachgewiesen. Wann aber tatsächlich dort Salzlager wieder entdeckt wurden, ist heute nicht mehr nachweisbar. Die Urkunde aus 1198 von Erzbischof [[Adalbert III.]] verfügt, dass aller Ertrag des Salzwerkes am Tuval von den [[Barmsteine]]n bis zur ''Alm'' ([[Königsseeache]]) und [[Grafengaden]] zwischen dem Erzbischof, dem [[Domkapitel]] und dem Stift Berchtesgaden gleichmäßig aufgeteilt werden sollte. |
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| − | Zur Stadt wird Hallein [[1230]] erhoben, den Namen ''Hallein'' trägt sie dann ab der ersten Hälfte des [[13. Jahrhundert]]s (''Hallinum'' [1237], ''Haellinum'' [1244], ab 1300 dann als ''Haellin'', ''Haellein'' und schließlich ''Hallein''). Zu dieser Zeit wird es still um die Salzgewinnung am Tuval, der Dürrnberg gewinnt wieder an Bedeutung. [[1218]] standen im Stadtgebiet neun Salzpfannen<ref>siehe auch [[Salzwelten Hallein bei Salzburg]]</ref>, die im [[19. Jahrhundert]] mit Ausnahme des [[Colloredo-Sudhaus]]es von [[1798]], abgetragen wurden und es kam zur Verlegung der [[Saline Hallein|Saline]] in den Jahren [[1854]] bis [[1862]] auf die [[Pernerinsel]]. Es war auch Sitz eines [[Pflegegericht]]s, wie im [[Atlas Salisburgensis]] vom Salzburger Kartografen [[Joseph Jakob Fürstaller]] angeführt. | + | == Die Stadt Hallein entsteht == |
| | + | Zur Stadt wird Hallein [[1230]] erhoben, den Namen ''Hallein'' trägt sie dann ab der ersten Hälfte des [[13. Jahrhundert]]s (''Hallinum'' [1237], ''Haellinum'' [1244], ab 1300 dann als ''Haellin'', ''Haellein'' und schließlich ''Hallein''). Zu dieser Zeit wird es still um die Salzgewinnung am Tuval, der Dürrnberg gewinnt wieder an Bedeutung. [[1218]] standen im Stadtgebiet neun Salzpfannen<ref>siehe auch [[Salzwelten Hallein bei Salzburg]]</ref>, die im [[19. Jahrhundert]] mit Ausnahme des [[Colloredo-Sudhaus]]es von [[1798]], abgetragen wurden und es kam zur Verlegung der [[Saline Hallein|Saline]] in den Jahren [[1854]] bis [[1862]] auf die [[Pernerinsel]]. Es war auch Sitz eines [[Pflegegericht]]s, wie im [[Atlas Salisburgensis]] vom Salzburger Kartografen [[Joseph Jakob Fürstaller]] angeführt. |
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| − | Im ehemaligen Salinenverwaltungsgebäude ([[1654]]) befindet sich jetzt das [[Keltenmuseum Hallein]], in dem seit [[1970]] Funde aus der [[Hallstattzeit|Hallstatt-]] und La-Tène-Zeit aus den Gräberfeldern des Dürrnbergs ebenso wie die Rekonstruktion eines Fürstengrabs zu sehen sind.
| + | Um die [[Stadtpfarrkirche Hallein]] entwickelte sich gegen Ende des [[12. Jahrhundert]]s der älteste Kern Halleins. Die Sudhäuser lagen tiefer auf einer kleinen Ebene zwischen der [[Salzach]] und dem Kotbach-Schwemmkegel. Es war der Beginn der Entwicklung eines Kerns oben bei der Kirche und unten um den [[Unterer Markt|Unteren Markt]]. |
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| − | ==Die Stadtentwicklung==
| + | Am [[17. Juli]] [[1284]] fiel eine große Menge [[Schnee]] und in Folge trat eine fürchterliche Hungersnot ein, in der viele Menschen verhungerten. |
| − | Um die [[Stadtpfarrkirche Hallein]] entwickelte sich gegen Ende des [[12. Jahrhundert]]s der älteste Kern Halleins. Die Sudhäuser lagen tiefer auf einer kleinen Ebene zwischen der [[Salzach]] und dem Kotbach-Schwemmkegel. Es war der Beginn der Entwicklung eines Kerns oben bei der Kirche und unten um den [[Unterer Markt|Unteren Markt]].
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| | + | Im ehemaligen [[Pflegamtsgebäude der Saline Hallein]] ([[1654]]) befindet sich heute das [[Keltenmuseum Hallein]], in dem seit [[1970]] Funde aus der [[Hallstattzeit|Hallstatt-]] und La-Tène-Zeit aus den Gräberfeldern des Dürrnbergs ebenso wie die Rekonstruktion eines Fürstengrabs zu sehen sind. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| − | * [[Franz Xaver Gruber (Autor)|Gruber, Franz]]: ''Chronologisch-statistische Beschreibung der Stadt Hallein und ihrer Umgebung''. Ein Beitrag zur Heimatkunde, Salzburg: Verlag von M. Glonner ([[Duyle'sche_Buchdruckerei#Ära_Duyle|Duyle’sche Buchhandlung]] am Mozartplatz) 1870 (Unveränderter Nachdruck, mit einem Vorwort von Horst Holztrattner, hg. vom Sozialistischen Freien Wirtschaftsverband Tennengau, Hallein: Burgfried-Verlag, H. Nowak 1979), ISBN 3-85388-005-3. | + | * [[Franz Xaver Gruber (Autor)|Gruber, Franz]]: ''Chronologisch-statistische Beschreibung der Stadt Hallein und ihrer Umgebung''. Ein Beitrag zur Heimatkunde, Salzburg: Verlag von M. Glonner ([[Duyle'sche_Buchdruckerei#Ära_Duyle|Duyle’sche Buchhandlung]] am Mozartplatz) 1870 (Unveränderter Nachdruck, mit einem Vorwort von Horst Holztrattner, hg. vom Sozialistischen Freien Wirtschaftsverband Tennengau, Hallein: Burgfried-Verlag, H. Nowak 1979), ISBN 3-85388-005-3 <small>[https://books.google.at/books?id=rJraaPSs7wEC&pg=PA81 Online-Link]</small> |
| | * [[Ernst Penninger]], [[Georg Stadler]] ''Hallein, Ursprung und Geschichte der Salinenstadt'', bearbeitet von [[Pert Peternell]], 1970, Verlag der [[Salzburger Nachrichten]]. | | * [[Ernst Penninger]], [[Georg Stadler]] ''Hallein, Ursprung und Geschichte der Salinenstadt'', bearbeitet von [[Pert Peternell]], 1970, Verlag der [[Salzburger Nachrichten]]. |
| | * [[Hermann Friedrich Wagner|H. F. Wagner]], ''Topographie von Alt-[[Hallein]]'', in: [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19150003&zoom=2&seite=00000001 MGSLK 55, 1915, S. 1-44] (= [http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/MGSL_55_0001-0044.pdf PDF] [9,9 MB, daher nicht auf dem Rechner von Salzburgwiki speicherbar], downloadbar unter [http://www.biologiezentrum.at http://www.biologiezentrum.at]). | | * [[Hermann Friedrich Wagner|H. F. Wagner]], ''Topographie von Alt-[[Hallein]]'', in: [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19150003&zoom=2&seite=00000001 MGSLK 55, 1915, S. 1-44] (= [http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/MGSL_55_0001-0044.pdf PDF] [9,9 MB, daher nicht auf dem Rechner von Salzburgwiki speicherbar], downloadbar unter [http://www.biologiezentrum.at http://www.biologiezentrum.at]). |