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[[Bild:Furwaenglerpark.jpg|thumb|300px|der Furtwänglerpark, im Hintegrund die[[Universitätskirche]], rechts der [[Neptunbrunnen (Fischbrunnen)|Fischbrunnen]]]]
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[[Bild:Furwaenglerpark.jpg|thumb|300px|Der Furtwänglerpark, im Hintergrund die [[Universitätskirche]], rechts der [[Neptunbrunnen (Fischbrunnen)|Fischbrunnen]]]]
 
Der '''Furtwänglerpark'''  befindet sich im [[Festspielbezirk]], an der Stelle des ehemaligen ''Botanischen Gartens'' der [[Universität Salzburg]], in der [[Salzburg]]er [[Altstadt]].
 
Der '''Furtwänglerpark'''  befindet sich im [[Festspielbezirk]], an der Stelle des ehemaligen ''Botanischen Gartens'' der [[Universität Salzburg]], in der [[Salzburg]]er [[Altstadt]].
    
==Geschichte==
 
==Geschichte==
Bis ins [[16. Jahrhundert]] befand sich hier ein großer Garten mit einer weitläufigen Obstbaumwiese und Gemüsebeeten, genannt der Frauengarten der [[Petersfrauen]] oder Frohngarten. Er diente wesentlichen landwirtschaftlichen Zwecken und reichte von den Häusern der [[Getreidegasse]] und der heutigen [[Sigmund-Haffner-Gasse]] bis zum [[Klausentor]]. Unter Fürsterzbischof [[Paris Graf von Lodron]] wurde – schon [[1617]] war ein akademisches Gymnasium errichtet worden – [[1622]] im Bereich dieses Gartens die [[Benediktineruniversität]] unter maßgeblicher Leitung des [[Erzstift St. Peter|Stiftes St. Peter]] errichtet.  
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Bis ins [[16. Jahrhundert]] befand sich hier ein großer Garten mit einer weitläufigen Obstbaumwiese und Gemüsebeeten, genannt der Frauengarten der [[Petersfrauen]] oder Frohngarten. Er diente im wesentlichen landwirtschaftlichen Zwecken und reichte von den Häusern der [[Getreidegasse]] und der heutigen [[Sigmund-Haffner-Gasse]] bis zum [[Klausentor]]. Unter Fürsterzbischof [[Paris Graf von Lodron]] wurde – schon [[1617]] war ein akademisches Gymnasium errichtet worden – [[1622]] im Bereich dieses Gartens die [[Benediktineruniversität]] unter maßgeblicher Leitung des [[Erzstift St. Peter|Stiftes St. Peter]] errichtet.  
    
Von [[1632]] bis [[1820]] wurde das Grünareal als Kollegiumsgarten der [[Universität]] genutzt. In den Baumgarten hinein wurde [[1694]] bis [[1707]] nach Plänen [[Fischer von Erlach]]s die [[Kollegienkirche]] errichtet, der verkleinerte Baumgarten blieb aber auch danach lange bestehen. Nach Auflassung des Kollegiumsgartens im Jahr [[1780]] pflegte bis [[1820]] der Salzburger Kaufmann und Pflanzensammler [[Franz Anton Ranfftl]] einen privaten botanischen Garten und trieb dabei Handel mit seiner Pflanzensamenbörse.  
 
Von [[1632]] bis [[1820]] wurde das Grünareal als Kollegiumsgarten der [[Universität]] genutzt. In den Baumgarten hinein wurde [[1694]] bis [[1707]] nach Plänen [[Fischer von Erlach]]s die [[Kollegienkirche]] errichtet, der verkleinerte Baumgarten blieb aber auch danach lange bestehen. Nach Auflassung des Kollegiumsgartens im Jahr [[1780]] pflegte bis [[1820]] der Salzburger Kaufmann und Pflanzensammler [[Franz Anton Ranfftl]] einen privaten botanischen Garten und trieb dabei Handel mit seiner Pflanzensamenbörse.  
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==Römische Funde==
 
==Römische Funde==
Grabungen im [[Furtwänglerpark]] im Winter 2007/2008 anlässlich der Neugestaltung des Parks brachten weitere Erkenntnisse über das Leben der [[Römer]] in Salzburg. Die Funde ergaben, dass schon die Römer eine „Wegwerfgesellschaft“ war. Man fand alte Fibeln, Keramikscherben, Handwerksgerät, Metallgegenstände aus Bronze, Gürtelbeschläge und Teile von Verzierungen von Riemenzungen sowie einige Münzen.  
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Grabungen im [[Furtwänglerpark]] im Winter 2007/2008 anlässlich der Neugestaltung des Parks brachten weitere Erkenntnisse über das Leben der [[Römer]] in Salzburg. Die Funde ergaben, dass schon die Römer eine „Wegwerfgesellschaft“ waren. Man fand alte Fibeln, Keramikscherben, Handwerksgerät, Metallgegenstände aus Bronze, Gürtelbeschläge und Teile von Verzierungen von Riemenzungen sowie einige Münzen.  
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Dass auf dem Areal des Furtwänglerparks zur Römerzeit ein Handwerksviertel lag, war bereits bekannt. Neu hingegen ist die Erkenntnis, dass die Leute auch direkt an ihrem Arbeitsplatz gelebt hatten. So wurden Reste von Grundmauern von Wohnhäusern mit Fußboden- und Wandheizungen freigelegt, dicht daneben Werkstätten und Feuerstellen. Den gefundenen Resten nach dürften Metall, Leder und Ton verarbeitet worden sein.
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Dass auf dem Areal des Furtwänglerparks zur Römerzeit ein Handwerksviertel lag, war bereits bekannt. Neu hingegen ist die Erkenntnis, dass die Leute auch direkt an ihrem Arbeitsplatz lebten. So wurden Reste von Grundmauern von Wohnhäusern mit Fußboden- und Wandheizungen freigelegt, dicht daneben Werkstätten und Feuerstellen. Den gefundenen Resten nach dürften Metall, Leder und Ton verarbeitet worden sein.
    
==Sonstiges==
 
==Sonstiges==