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[[Datei:Schartenwall Mönchsbergscharte 04.jpg|thumb|[[Bürgermeisterloch]] in der Schartenmauer auf der Mönchsbergscharte]]
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[[Datei:Schartenwall Mönchsbergscharte 04.jpg|thumb|[[Bürgermeisterloch]] in der Wehranlage auf der Mönchsbergscharte]]
 
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! [https://www.google.at/maps/place/47%C2%B047'42.6%22N+13%C2%B002'41.4%22E/@47.79517,13.0437307,18z/data=!3m1!4b1!4m6!3m5!1s0x0:0x0!7e2!8m2!3d47.7951701!4d13.0448248  Lage der Schartenmauer auf Googlemaps]
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! [https://www.google.at/maps/place/47%C2%B047'42.6%22N+13%C2%B002'41.4%22E/@47.79517,13.0437307,18z/data=!3m1!4b1!4m6!3m5!1s0x0:0x0!7e2!8m2!3d47.7951701!4d13.0448248  Lage der Wehranlage auf Googlemaps]
 
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[[Datei:Schartenwall Mönchsbergscharte 03.jpg|thumb|Schartenmauer auf der Mönchsbergscharte]]
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[[Datei:Schartenwall Mönchsbergscharte 03.jpg|thumb|Die Wehranlage auf der Mönchsbergscharte]]
Die ''' Schartenmauer''' ist ein Teil der äußeren [[Befestigung der Stadt Salzburg]], gelegen in der [[Stadt Salzburg]] auf der [[Mönchsbergscharte]] zwischen dem [[Mönchsberg]] und dem [[Festungsberg]].  
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Die '''Schartenmauer''' oder der '''Schartenwall''', in Folge Wehranlage genannt, ist ein Teil der äußeren [[Befestigung der Stadt Salzburg]], gelegen in der [[Stadt Salzburg]] auf der [[Mönchsbergscharte]] auf dem [[Mönchsberg]] im Bereich zum Übergang zum [[Festungsberg]].  
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
[[Adolf Frank]], Mitglied der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, fasste 1911 und 1930 das Wesentliche zusammen:
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[[Adolf Frank]], Mitglied der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], fasste [[1911]] und [[1930]] die Beschreibung der Wehranlage wie folgt zusammen:
 
<blockquote>''Seit [[Mittelalter|alters her]] wurde diese Schwachstelle durch zwei Türme geschützt: in der Mitte der Scharte durch den ''[[Abtsturm]]'' (Mönchsberg 9) und etwa 25 Meter höher, am Hang des Mönchsberg liegend, durch den ''[[Freyschlössl|Roten Turm]]'' (Mönchsberg 15). Erbauer und Erbauungszeit der beiden Türme sind unbekannt. [[1372]] konnte des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Stift St. Peter]] in einem Besitzstreit mit dem [[Erzbischof]] von Salzburg nachweisen, dass seit Menschengedenken die Türme dem Stift St. Peter gehörten. Der Rote Turm war mit einem Zwinger umgeben und stand wahrscheinlich mit durch einen Pfahlzaun oder eine Pallisade mit dem Abtsturm in Verbindung. So blieb es bis in die Regierungszeit von Erzbischof [[Bernhard von Rohr]] (1466-1482).''</blockquote>  
 
<blockquote>''Seit [[Mittelalter|alters her]] wurde diese Schwachstelle durch zwei Türme geschützt: in der Mitte der Scharte durch den ''[[Abtsturm]]'' (Mönchsberg 9) und etwa 25 Meter höher, am Hang des Mönchsberg liegend, durch den ''[[Freyschlössl|Roten Turm]]'' (Mönchsberg 15). Erbauer und Erbauungszeit der beiden Türme sind unbekannt. [[1372]] konnte des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Stift St. Peter]] in einem Besitzstreit mit dem [[Erzbischof]] von Salzburg nachweisen, dass seit Menschengedenken die Türme dem Stift St. Peter gehörten. Der Rote Turm war mit einem Zwinger umgeben und stand wahrscheinlich mit durch einen Pfahlzaun oder eine Pallisade mit dem Abtsturm in Verbindung. So blieb es bis in die Regierungszeit von Erzbischof [[Bernhard von Rohr]] (1466-1482).''</blockquote>  
   
<blockquote>''[[1479]]/[[1480]] errichtete auch die Bürgerschaft eine neue [[Befestigung der Stadt Salzburg#Die zweite Stadtbefestigung (1465 bis 1480)|Stadtmauer]] und befestigte auch die [[Scharte]]. Nach dem Chronisten von St. Peter erbaute die Bürgerschaft unter dem [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Oswald Elsenheimer]] die [[Katze (Bastei)|Katze]], zur Bestreichung des westlichen Aufstieges auf die [[Festung Hohensalzburg]], <br/> und zogen von dieser eine Mauer, die Scharte weiter vorne absperrend, bis an die Mönchsbergerhebung, die sie mit einem Tor schlossen.''</blockquote>  
 
<blockquote>''[[1479]]/[[1480]] errichtete auch die Bürgerschaft eine neue [[Befestigung der Stadt Salzburg#Die zweite Stadtbefestigung (1465 bis 1480)|Stadtmauer]] und befestigte auch die [[Scharte]]. Nach dem Chronisten von St. Peter erbaute die Bürgerschaft unter dem [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Oswald Elsenheimer]] die [[Katze (Bastei)|Katze]], zur Bestreichung des westlichen Aufstieges auf die [[Festung Hohensalzburg]], <br/> und zogen von dieser eine Mauer, die Scharte weiter vorne absperrend, bis an die Mönchsbergerhebung, die sie mit einem Tor schlossen.''</blockquote>  
   
<blockquote>''Die Bürgerschaft erbaute zum Schutz der Scharte einen festen, viereckigen, mehrstöckigen, mit Zinnen gekrönten und verteidigungsfähigen Turm, dem gegen Süden noch eine Mauer vorlag, sodass die Einsenkung wenigstens teilweise querüber abgeschlossen war. Seit dieser Zeit begegnen uns in den Urkunden der "Stadtthurn auf dem Minichberg" und das "Tor auf dem Minichberg".''</blockquote>  
 
<blockquote>''Die Bürgerschaft erbaute zum Schutz der Scharte einen festen, viereckigen, mehrstöckigen, mit Zinnen gekrönten und verteidigungsfähigen Turm, dem gegen Süden noch eine Mauer vorlag, sodass die Einsenkung wenigstens teilweise querüber abgeschlossen war. Seit dieser Zeit begegnen uns in den Urkunden der "Stadtthurn auf dem Minichberg" und das "Tor auf dem Minichberg".''</blockquote>  
   
<blockquote>''Anfang des 17. Jahrhunderts entsprach dies nicht mehr der Befestigungstechnik.''</blockquote>
 
<blockquote>''Anfang des 17. Jahrhunderts entsprach dies nicht mehr der Befestigungstechnik.''</blockquote>
   
<blockquote>''[[1635]] schloss [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] die Scharte durch einen Quer-Wall, an er die lapidare Inschrift angebrachte:  
 
<blockquote>''[[1635]] schloss [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] die Scharte durch einen Quer-Wall, an er die lapidare Inschrift angebrachte:  
 
: "''Hoc vallo vallem clausit Paris e(x) com(itibus) Lodroni Arch(iepiscopus) [[1635]]''"
 
: "''Hoc vallo vallem clausit Paris e(x) com(itibus) Lodroni Arch(iepiscopus) [[1635]]''"
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== Beschreibung ==
 
== Beschreibung ==
 
=== 15. Jahrhundert ===
 
=== 15. Jahrhundert ===
Die Schartenmauer war eine Steinmauer<ref>es darf angenommen werden, dass diese in Bauweise und Höhe der damaligen Stadtmauer ähnlich gewesen war; also an der Basis etwa einen Meter breit und etwa vier Meter hoch.</ref>. Diese wurde der Zeit gemäß größtenteils zur [[Altstadt]]seite hin mit Erde verfüllt und bildete westlich des einstigen [[Äußeres Schartentor|Äußeren Schartentores]] zur Altstadt hin einen leichten Wall.  
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Die Wehranlage war ursprünglich eine Steinmauer<ref>es darf angenommen werden, dass diese in Bauweise und Höhe der damaligen Stadtmauer ähnlich gewesen war; also an der Basis etwa einen Meter breit und etwa vier Meter hoch.</ref>. Diese wurde der Zeit gemäß größtenteils zur [[Altstadt]]seite hin mit Erde verfüllt und bildete westlich des einstigen [[Äußeres Schartentor|Äußeren Schartentores]] zur Altstadt hin einen leichten Wall.  
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Durch die Entwicklung der Feuerwaffen bildeten die (doppelte) Schartenmauer und die dortigen Wehrtürme im Spätmittelalter zunehmend eine Schwachstelle, über die ein Feind von Süden her vergleichsweise leicht in die Altstadt hätte eindringen oder gegen die Festung hätte vorrücken können.  
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Durch die Entwicklung der Feuerwaffen bildeten die (doppelte) Wehranlage und die dortigen Wehrtürme im Spät[[mittelalter]] zunehmend eine Schwachstelle, über die ein Feind von Süden her vergleichsweise leicht in die Altstadt hätte eindringen oder gegen die Festung hätte vorrücken können.  
    
=== 17. Jahrhundert ===
 
=== 17. Jahrhundert ===
Die Schartenmauer, errichtet 1635, hat eine Länge von etwa 150 Metern. Die Mauer wurde von Grund auf neu aus mächtigeren Quadern gefügt. An der Basis ist sie über zehn Meter mächtig und hat in ihrer Mitte — etwa beim [[Bürgermeisterloch]] — eine Höhe von etwa acht Metern. An der Nordseite der Schartenmauer war die in der Neuzeit übliche Erdböschung mit einer Höhe von etwa 1,4 Meter schräg angehäuft.  
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Die Wehranlage, errichtet [[1635]], hat eine Länge von etwa 150 Metern. Die Mauer wurde von Grund auf neu aus mächtigeren Quadern gefügt. An der Basis ist sie über zehn Meter mächtig und hat in ihrer Mitte — etwa beim [[Bürgermeisterloch]] — eine Höhe von etwa acht Metern. An der Nordseite der Wehranlage war die in der [[Neuzeit]] übliche Erdböschung mit einer Höhe von etwa 1,4 Meter schräg angehäuft.  
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An der Ostseite der Schartenmauer befindet sich eine Bastei, die sowohl der Sicherung der Festung als auch der Verteidigung der Schartenmauer diente. Dort steht heute das Haus Mönchsberg 31.
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An der Ostseite der Wehranlage befindet sich eine Bastei, die sowohl der Sicherung der Festung als auch der Verteidigung der Wehranlage diente. Dort steht heute das Haus Mönchsberg 31.
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Mit der Schartenmauer, den zwei [[Schartentor]]en, sowie der stärkeren und artilleriesicher ausgebauten "Katze" als Vorwerk wurde die Scharte zur Gänze gesperrt.  
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Mit der Wehranlage, den zwei [[Schartentor]]en, sowie der stärkeren und artilleriesicher ausgebauten "Katze" als Vorwerk wurde die Scharte zur Gänze gesperrt.  
    
=== 19. Jahrhundert ===
 
=== 19. Jahrhundert ===
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=== 21. Jahrhundert ===
 
=== 21. Jahrhundert ===
Entlang der Schartenmauer führt heute der [[Oskar-Kokoschka-Weg]].
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Entlang der Wehranlage führt heute der [[Oskar-Kokoschka-Weg]].
    
== Zu den Begriffen Mauer und Wall ==
 
== Zu den Begriffen Mauer und Wall ==
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Heute werden Metapher allgemein deutlich seltener verwendet als vor gut 80 Jahren. Auch in Salzburgwiki als Enzyklopädie ist der Name Schartenwall nicht zu empfehlen. Ein Wall bleibt im Kern des Wortes eine Anlage mit (zumindest weit überwiegend) beidseitig geböschten d. h. deutlich geneigten Seitenteilen.  
 
Heute werden Metapher allgemein deutlich seltener verwendet als vor gut 80 Jahren. Auch in Salzburgwiki als Enzyklopädie ist der Name Schartenwall nicht zu empfehlen. Ein Wall bleibt im Kern des Wortes eine Anlage mit (zumindest weit überwiegend) beidseitig geböschten d. h. deutlich geneigten Seitenteilen.  
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==== Bildergalerie Schartenmauer oben ====
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==== Bildergalerie Wehranlage heute von oben ====
 
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Mönchsberg_Kokoschka_Weg_01_Mai_2019_1.jpg|Oskar-Kokoschka-Weg entlang der Schartenmauer (links)
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Mönchsberg_Kokoschka_Weg_01_Mai_2019_1.jpg|Oskar-Kokoschka-Weg entlang der Wehranlage (links)
Mönchsberg_Kokoschka_Weg_01_Mai_2019_2.jpg|Oskar-Kokoschka-Weg entlang der Schartenmauer (rechts)
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Mönchsberg_Kokoschka_Weg_01_Mai_2019_2.jpg|Oskar-Kokoschka-Weg entlang der Wehranlage (rechts)
Mönchsberg_Kokoschka_Weg_01_Mai_2019_3.jpg|Oskar-Kokoschka-Weg entlang der Schartenmauer (rechts)  
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Mönchsberg_Kokoschka_Weg_01_Mai_2019_3.jpg|Oskar-Kokoschka-Weg entlang der Wehranlage (rechts)  
Mönchsberg_Kokoschka_Weg_01_Mai_2019_4.jpg|Oskar-Kokoschka-Weg entlang der Schartenmauer  (rechts)
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Mönchsberg_Kokoschka_Weg_01_Mai_2019_4.jpg|Oskar-Kokoschka-Weg entlang der Wehranlage (rechts)
 
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== Bilder ==
 
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{{Bildkat|Schartenmauer}}
 
== Quellen ==
 
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* ''Burg Hohensalzburg, Ansicht von Westen'', kolorierter Kupferstich von [[Anton Danreiter]], 1750 [https://austria-forum.org/attach/Wissenssammlungen/Historische_Bilder/Festung_Hohensalzburg/32708.jpg  austria-forum.org/Burg Hohensalzburg, Ansicht von Westen]  
 
* ''Burg Hohensalzburg, Ansicht von Westen'', kolorierter Kupferstich von [[Anton Danreiter]], 1750 [https://austria-forum.org/attach/Wissenssammlungen/Historische_Bilder/Festung_Hohensalzburg/32708.jpg  austria-forum.org/Burg Hohensalzburg, Ansicht von Westen]